• Julia Vieregge – Versteckte Depressionen, Synchronpreis & Rosenstolz-Tribut
    Jun 17 2026
    In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich die wunderbare Julia Vieregge. Ich kenne Julia als fantastische Synchronschauspielerkollegin, aber sie ist noch so viel mehr: ausgebildete Musicaldarstellerin, Sängerin, Content Creatorin, die auf TikTok und Instagram regelmäßig viral geht, und die Frontfrau der offiziellen Rosenstolz-Tributeband "AnNa - Lass es Liebe sein". Julia ist ein absoluter Wirbelwind, deren Social Media sich wie ein bunter, wholesome Happy Place anfühlt – und die gleichzeitig eine beeindruckende, radikale Offenheit an den Tag legt, wenn es um das Thema mentale Gesundheit geht. Wir sprechen über den steinigen Weg durch die Kunstszene, das Gefühl, die „unerfolgreichste Musicaldarstellerin ever“ zu sein, über schwere Krisen auf hoher See, den mutigen Kampf gegen Depressionen und warum das Jahr 2026 plötzlich ihr ganz persönliches, klasses „Bingo-Jahr“ geworden ist. WICHTIGER HINWEIS ZUM VIDEO (YouTube): Wegen einer Studio-Überhitzung ist ab Minute 35:25 leider das Kamerabild ausgefallen. Die ersten 36 Minuten gibt es hier als Video – die volle 2-Stunden-Dröhnung mit allen fröhlichen, spannenden und tiefgründigen Geschichten hört ihr wie gewohnt auf allen bekannten Podcast-Plattformen! TRIGGERWARNUNG: In dieser Folge sprechen wir von Minute 25:20 bis 32:43 sehr offen über die Themen Depressionen und Suizidgedanken. Wenn dich diese Themen triggern oder es dir selbst nicht gut geht, überspringe diesen Teil bitte oder höre die Folge nicht alleine. Hilfe findest du rund um die Uhr bei der Telefonseelsorge (0800 111 0 111) oder unter 116117.de. Die Themen im Überblick: -Der Traum vom Musical & die Realität: Warum Julia 15 Jahre lang alles gemacht hat außer Musical, wie ihr „Rocksound“ im klassischen Ensemble aneckte und wie sie heute darüber denkt. -Vom Kreuzfahrtschiff in die Schiffsdepression: Über die intensive Zeit bei Tui Cruises (Mein Schiff), fensterlose Crew-Kabinen und den absoluten emotionalen Wendepunkt, der sie zur Therapie führte. -High Functioning Depression: Wie es ist, wenn man nach außen hin die Witzige und Fröhliche ist, es innen aber ganz dunkel aussieht – und warum Sätze wie „Du hast doch keine Depressionen“ so verletzend sind. -Der Rettungsanker 116117: Julia teilt ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit Akutsprechstunden, der quälenden Therapeut*innensuche und dem einen „goldenen Tag“, der ihr das Leben gerettet hat. -Körper & Seele: Über das Aufwachsen mit schwerer Neurodermitis (atopischem Ekzem), die -Befreiung durch ein neues Medikament im Jahr 2015 und das späte „Waffenstillstands-Abkommen“ mit dem eigenen Vater. -Aus dem Synchron-Nähkästchen: Wie Julia die Hauptrolle (Sprechen und Gesang) im Animationsfilm Thelma das Einhorn ergatterte, dafür den Synchronpreis gewann und wie es sich anfühlt, wie eine Mischung aus Christina Aguilera und Adele zu singen. -Heiß auf Eis & Connor-Story: Julia schwärmt von ihrem brandneuen eigenen Podcast, den sie mit Maike Katrin Merkel gestartet hat. -AnNa - Lass es Liebe sein: Die irre Story, wie Julia über ein virales TikTok-Video vom Fleck weg als Frontfrau für die offizielle Rosenstolz-Tributeband engagiert wurde. -Imposter-Syndrom & die dunkle Seite von Social Media: Warum live auf der Bühne plötzlich die Selbstzweifel kicken, wie der TikTok-Algorithmus Hasskommentare füttert und warum ungefragte Kommentare über Frauenkörper im Netz einfach gar nicht gehen. -Wir sprechen Kölsch, verfallen in Synchron-Akzente und lachen trotz der schweren Themen am Anfang unfassbar viel.
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    1 hr and 57 mins
  • Lie Ning – Erwachsener Pop, queere Safer Spaces & Londoner Freiheit
    May 13 2026
    In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich Lie Ning. Als Künstler*in und Musiker*in ist Peer aka Lie Ning in Berlin aufgewachsen, lebt aber mittlerweile in London. Dieser Umzug war eine Reaktion auf die politische Lage in Deutschland und den Wunsch nach einem Umfeld, in dem die eigene Person nicht ständig erklärt werden muss. Aktuell arbeitet Lie Ning an neuer Musik. Wir sprechen über den Prozess des Erwachsenwerdens und darüber, wie es sich anfühlt, wenn Masken fallen und Platz für kompromisslose Kunst entsteht. Die Themen im Überblick: London & Lebensgefühl: Lie Ning beschreibt die Normalität im Londoner Alltag und warum der Standortwechsel für die eigene künstlerische Entwicklung notwendig war. Sprache & Pronomen: Warum Gendern für Lie Ning eine Frage des Respekts und des Gehörtwerdens ist und nichts mit Grammatik-Regeln zu tun hat. Männlichkeit als Spektrum: Ein Plädoyer für Liebe jenseits von Boxen und die Freiheit, sich einfach in eine Person zu verlieben. Verantwortung in der Kunst: Wir diskutieren, ob man Werk und Künstler*in trennen kann und sprechen über den Umgang mit Musik von Kanye West oder Michael Jackson. Generationen & Politik: Warum wir mehr Austausch zwischen den Generationen brauchen und Frauen im Alter nicht unsichtbar werden dürfen. Strukturen in der Szene: Wir sprechen über Rassismus innerhalb der weißen queeren Community und die Notwendigkeit von echten Safer Spaces.
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    1 hr and 24 mins
  • Selda Kaya – späte Diagnose, Perimenopause und Hauptrolle
    Apr 20 2026
    In der neuen Folge von "Off Air – Die B-Seite des Interviews" begrüße ich Selda Kaya. Sie ist Schauspielerin, Musikerin und Kulturwissenschaftlerin, eine Frau, die Themen leidenschaftlich „auseinanderfrickelt“. Auf Insta hat sie viele Follower*innen, weil sie politische Themen messerscharf auf den Punkt, bringt und Menschen „Basic Human Rights“ erklärt. Obwohl Selda bereits mit 7 Jahren ihre erste Filmrolle spielte und heute eines der bekanntesten Werbegesichter Deutschlands ist, verlief ihr Weg alles andere als geradlinig. Erst mit 45 Jahren erhielt sie die Diagnose, die rückwirkend alles erklärte: ADHS. Die Themen dieser Folge im Überblick: Aufwachsen & Politik: Zwischen Freiheit in Schöneberg und Rassismuserfahrungen in Britz. Wir diskutieren über die Unlogik von Nationalismus und die politische Prägung durch ihr Elternhaus. ADHS-Diagnose mit 45: Warum die späte Erkenntnis eine Phase der Trauer über das bisherige Leben auslöst und warum „Funktionieren“ kein Gradmesser für Gesundheit ist. Das Tabu Perimenopause: Wir sprechen offen darüber, dass fast alle Frauen im Hormonchaos komplett alleine gelassen werden. Selda erklärt, warum das Medizinsystem hier oft blind ist und warum Frauen mit ADHS ein massives Problem „on top“ haben. Hormonersatztherapie & GABA: Selda gibt tiefe Einblicke in Medikamente. Wir sprechen über Hormonersatztherapie (HRT), die für alle Frauen relevant ist, und warum GABA speziell für neurodivergente Nervensysteme so wichtig ist. ADHS-Besonderheit: Warum Frauen mit ADHS aufgrund des Dopaminhaushalts oft deutlich früher in die Peri-Menopause kommen als der Durchschnitt. Karriere-Highlight: Seldas Hauptrolle in einer Produktion von Anika Decker (Drehbuchautorin von „Keinohrhasen“ und „Traumfrauen“). Resilienz, Imposter & Selbstwert: Über den Gerechtigkeitssinn, toxische Dynamiken, das Imposter-Syndrom und das Lernen, mit Mitte 40 endlich netter zu sich selbst zu sein. Wissen & Tipps: Diese Folge ist ein echtes Service-Paket. Selda erklärt, warum fundierte Eigenrecherche bei Neurodivergenz und Hormonen oft der einzige Ausweg ist, wenn Spezialist*innen für beide Themenbereiche fehlen.
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    1 hr and 57 mins
  • Jerry Kwarteng - Schauspiel, Realität und Repräsentation
    Mar 30 2026
    In der neuen Folge von Off Air – Die B-Seite begrüße ich einen Mann, dessen Weg alles andere als geradlinig verlief: den Schauspieler Jerry Kwarteng. Er ist heute in internationalen Produktionen zu sehen, doch der Weg dorthin war geprägt von großen Träumen, herben Enttäuschungen und einem mutigen Umweg über die Rechtswissenschaften. Jerry wuchs in Hamburg auf und brannte schon früh für die Schauspielerei, doch die Realität der deutschen Filmbranche war damals ernüchternd. Als Afro-Deutscher wurden ihm fast ausschließlich Rollen als Flüchtling mit kaum Text angeboten. Frustriert kehrte er seinem Traum den Rücken, studierte – dem Wunsch seines Vaters folgend – Jura und arbeitete jahrelang als Eventmanager in Spanien. In unserem Gespräch erzählt mir Jerry, warum er nach 15 Jahren Abstinenz doch noch einmal alles auf eine Karte setzte, eine Schauspielschule besuchte und wie er schließlich als Dr. Hendrik Althaus in der Serie „Rote Rosen“ einem Millionenpublikum bekannt wurde. Wir sprechen ganz offen über die Schattenseiten des Berufs, über die finanzielle Unsicherheit, die auch etablierte Schauspieler begleitet, und über die plötzliche Einsamkeit, die einen nach 14-Stunden-Drehtagen in fremden Hotelzimmern einholt. Als Mitbegründer des Mediennetzwerks „Schwarze filmschaffende Community“ gibt Jerry tiefe Einblicke in den Kampf um Sichtbarkeit und die schleppende Entwicklung von Diversität in Deutschland. Wir diskutieren darüber, wie wichtig echte Repräsentation in der Branche ist und wie Schauspieler heute aktiv ihren eigenen Marktwert steigern können. Ein Gespräch über Resilienz, das Aufbrechen von Klischees und die unerschütterliche Leidenschaft für das Geschichtenerzählen. Hinweis: ab Minute 09:50 gibt es eine kurze Phase mit blechernem Ton, der ab Minute 13:00 aber wieder gewohnt klar wird. Wir hoffen, ihr seht uns das nach – der Inhalt lohnt sich in jedem Fall!
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    1 hr and 59 mins
  • Alice Merton - Ängste, Kreativität und persönliche Entwicklung
    Mar 9 2026
    In dieser Episode spreche ich mit Alice Merton über ihren beeindruckenden Werdegang und die unterschiedlichen Erfahrungen, die sie geprägt haben. Alice erzählt, wie sie in Deutschland geboren wurde, mit drei Monaten nach New York zog, in Kanada lebte und schließlich mit 13 Jahren nach München zurückkam. Sie reflektiert über die Herausforderungen und Vorteile des ständigen Umziehens, wie Schulwechsel und den Verlust von Freundschaften. Wir sprechen offen über ihre Ängste, darunter ihre anfängliche Angst vor Interviews, die so stark wurde, dass sie ein Magengeschwür entwickelte. Alice betont, dass es keine irrationalen Ängste gibt und erzählt von ihren Therapieerfahrungen, die ihr geholfen haben, ihren Weg zu finden, während sie als Künstlerin im Rampenlicht steht. Darüber hinaus diskutieren wir Alices Erfahrungen als Coach bei „The Voice of Germany“ und die Schattenseiten, die mit dem Ruhm verbunden sind. Sie berichtet von ihren Auftritten bei Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel und James Corden. Alice gibt Einblicke in ihre kreative Zusammenarbeit mit Dan Smith von Bastille in Island bei der Entstehung ihres neuen Albums „Visions“. Ein ehrliches und tiefgehendes Gespräch über persönliche Herausforderungen, die Kraft der Musik und die positive Wirkung von Therapie. TRIGGERWARNUNG: Emetophobie ab 20:35 - 22:15 und 40:40 - 46:38
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    1 hr and 14 mins
  • Rahel - Musik, Burnout, Selbstbestimmung und Heilung
    Feb 9 2026
    In dieser Folge spreche ich mit Rahel, einer talentierten Musikerin und Schauspielerin aus Wien. Gemeinsam tauchen wir in ihre Reise durch die Welt der Kunst ein und beleuchten die Herausforderungen, die sie erlebt hat, darunter eine schwere Phase mit Burnout. Rahel hat vor fast zwei Jahren ihr Debütalbum "Miniano" veröffentlicht und teilt wertvolle Lektionen, die sie aus dieser Zeit gelernt hat. Wir sprechen darüber, wie sie auf einem Bauernhof in einer kreativen WG aufgewachsen ist, ihre nervösen Momente vor Bühnenauftritten und warum sie momentan lieber Musik als Theater macht. Rahel hat verschiedene Therapieformen, darunter Gesprächstherapie, genutzt, und sie betont, wie wichtig ihr Psychodrama dabei geholfen hat, mit ihren Herausforderungen umzugehen. Ein besonders lustiger Moment entsteht, als sie bei einem ihrer Songs ihre eigenen Lyrics vergisst – der Vorführeffekt lässt grüßen! Doch mit ein bisschen Hilfe von Google finden wir die passenden Worte wieder. Ein wertvolles, einfühlsames Gespräch über die Kunst, das Leben zu meistern, oft mit einem Lächeln und einer Prise Humor.
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    1 hr and 7 mins
  • Eric Wrede - Trauer, Kraft und Abschied
    Jan 19 2026
    In dieser Folge spreche ich mit Eric Wrede, der früher Musikmanager von Selig, Polarkreis 18 und Marius Müller-Westernhagen war – und in seinen 30ern eine überraschende Neuausrichtung wählte: Er wurde Bestatter. Heute begleitet er Menschen in ihren letzten Momenten, schreibt Bücher (darunter auch ein Kinderbuch über den Tod: „Wenn wir ins Gras beißen“) und setzt sich dafür ein, das Tabu um das Thema Tod zu brechen. Eric spricht außerdem offen darüber, wie ihm eine ADHS-Coach geholfen hat (Link in den Shownotes) Unser Gespräch ist intensiv, offen und über 2 Stunden lang, es war bisher das längste in diesem Podcast. Wir sprechen über: -Wie man richtig trauert und was Trauer wirklich bedeutet -Den oft unbekannten Arbeitsalltag eines Bestatters – die Beerdigung ist nur ein kleiner Teil -Die Bedeutung von Trauerbegleitung und wie individuell sie sein kann -Neueste Studien zu Verlust, Tod und Traueraufklärung -Nahtoderfahrungen, Resilienz und warum eine Patient*innenverfügung so wichtig ist -Warum Eric ein Kinderbuch über den Tod geschrieben hat und meine persönliche Erfahrungen. Mein Bruder, mein eigener Trauerprozess und wie ich mir Unterstützung geholt habe Ein unglaublich wertvolles Gespräch über ein Thema, das uns alle betrifft – ehrlich, einfühlsam und manchmal auch überraschend humorvoll.
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    2 hrs and 5 mins
  • Christian Kahrmann: Fame, Verlust, Überleben und Neuanfang
    Dec 1 2025
    Christian Kahrmann kennt man aus der Lindenstraße oder zumindest aus der deutschen TV-Geschichte der 80er, als es nur wenige Programme gab und sein Gesicht plötzlich überall war. In dieser Folge erzählt mir der Schauspieler, wie ihn der frühe Fame durch seine Pubertät begleitet hat, warum er später Schauspiel in New York studierte, wie er Barista wurde und ein Café im Prenzlauer Berg eröffnete und wie in dieser Zeit eine Alkoholsucht entstand. Christian spricht offen darüber, ab wann man eigentlich Alkoholiker ist, wie sich das schleichend entwickelt und wie er seinen Entzug geschafft hat. Später erkrankt er selbst schwer: Corona führt zu 17 Tagen Koma, zwei Monaten Intensivstation und einem vollständigen körperlichen Neuanfang. Während dieser Zeit verliert er beide Eltern in kurzem Abstand. Vom Rollator über die Reha bis hin zu zwei künstlichen Hüften – Christian musste alles wieder lernen. Wir sprechen über seine neuen Glaubenssätze nach dieser extremen Zeit, seine Demut und Dankbarkeit, seine Arbeit als Synchronschauspieler, unsere Begegnungen im Studio und darüber, wie sich die Branche am Filmset verändert hat – denn Christian steht inzwischen wieder vor der Kamera.
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    1 hr and 34 mins