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  • 015 Honig vom Imker — wie ich verkaufe und was Kunden wirklich wollen
    Jun 30 2026

    In dieser Folge geht es um den Verkauf von Honig und um die Frage, wie Imker mit Preisen, Vertrieb und Kundenkontakt umgehen. Markus sagt, dass über Geld in der Imkerei oft zu wenig offen gesprochen werde, und möchte das Thema deshalb nüchtern ansprechen. Er betont, dass er selbst 2025 erst mit dem Verkauf begonnen habe und noch keine große Verkaufsgeschichte erzähle.

    Themen dieser Folge:
    - Welche Verkaufswege für Honig es gibt
    - Warum Direktverkauf oft besser funktioniert als Versand
    - Was Kunden beim Imker wirklich suchen
    - Wie sich ein Imker vom Honig anderer unterscheiden kann
    - Wie Stammkunden gebunden werden können

    Ein Schwerpunkt liegt auf den Verkaufswegen: genannt werden der Verkauf ab Hof, über lokale Läden, auf dem Wochenmarkt und online. Ab Hof sei wegen des direkten Kontakts und der höheren Marge besonders attraktiv, während Wochenmarkt und Online-Verkauf mehr Reichweite bringen, aber auch Zeit, Gebühren, Versandkosten und rechtliche Fragen mit sich bringen. Für kleine und Nebenerwerbsimker sei der lokale Direktverkauf meist rentabler als der Versand.

    Ein weiterer Punkt ist die Kundenperspektive. Nach Aussage von Markus kaufen Kunden nicht nur Honig, sondern auch Echtheit, Regionalität, Geschichte und ein persönliches Gegenüber. Er empfiehlt, die Herkunft des Honigs klar zu erzählen und das Produkt mit Informationen über Ort, Arbeitsweise und Kristallisation zu verbinden. Auch ein ehrliches Etikett könne wichtiger sein als ein standardisiertes Glas.

    Zum Schluss geht es um Stammkunden und Preisgestaltung. Stammkunden seien wirtschaftlich wertvoll, weil sie wiederkommen und weiterempfehlen. Vertrauen, Qualität, Erreichbarkeit und kleine Gesten könnten dabei helfen. Der Sprecher sagt außerdem, dass er nicht über den Preis konkurrieren wolle, sondern über Geschichte und Vertrauen.

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    14 mins
  • 014 Ameisensäure gegen Varroa: Anwendung Schritt für Schritt, Verdunster und die häufigsten Fehler
    Jun 29 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um die Ameisensäure als klassische
    Sommerbehandlung gegen die Varroa und um genau die Behandlung, bei der am meisten
    schiefgeht. Markus Habermehl erklärt den entscheidenden Vorteil der Ameisensäure, die richtige
    Anwendung Schritt für Schritt, die gängigen Verdunster und die typischen Fehler.


    Der entscheidende Vorteil
    Ameisensäure wird im Stock verdunstet, die Dämpfe verteilen sich und töten die Milben. Ihr großer
    Vorteil: Sie ist das einzige gängige Mittel, das auch in die verdeckelte Brut wirkt. Die Dämpfe dringen
    durch den Zelldeckel und erwischen die Milben, die sich in der Brut verstecken. Oxalsäure und
    Milchsäure können das nicht. Deshalb ist Ameisensäure die Sommerbehandlung der Wahl, solange
    das Volk noch in der Brut steht.


    Der kritische Punkt: die Temperatur
    Ameisensäure ist stark temperaturabhängig. Zu kühl, und sie verdunstet zu wenig, die Behandlung
    wirkt nicht. Zu heiß, und es kommt zur Sturzverdunstung: zu viel Säure auf einmal, mit Schäden an
    Brut, Bienen und im schlimmsten Fall der Königin. Dann steht das Volk weisellos da. Markus' Rat: die
    Temperatur vor, während und nach der Behandlung im Blick behalten und sich an die empfohlenen
    Bereiche des jeweiligen Verdunsters halten, statt nach Gefühl zu dosieren.


    Die Verdunster-Modelle
    • Schwammtuchmethode: billig und einfach, aber stärker temperaturabhängig und weniger
    gleichmäßig.
    • Nassenheider-Verdunster: etabliert, mit Docht, gibt über eine große Fläche ab (horizontal oder
    vertikal). Markus' Bedenken: Er tropft temperaturunabhängig weiter, sodass sich bei kühlen
    Nächten eine Pfütze bilden kann, die am nächsten warmen Tag zur Sturzverdunstung führt.
    • Liebig-Dispenser: zieht die Säure über das Docht-System aktiv aus der Flasche, nur so viel wie
    verdunstet. Markus bevorzugt ihn (rund 6 Euro pro Stück), weil im Zweifel eher Säure in der
    Flasche übrig bleibt, statt dass die Bienen Schaden nehmen. Er bezieht sich dabei auf ein
    Argument von Dr. Pia Aumeier.


    Wichtiger als das Modell ist: ein System für den ganzen Betrieb wählen, sich an
    Gebrauchsanweisung und Temperaturvorgaben halten, nicht nach Bauchgefühl arbeiten.


    Markus' eigene Einschätzung
    2025 hat Markus die Sommerbehandlung nicht mit Ameisensäure gemacht, sondern mit
    Oxalsäurestreifen, als Anfänger einfacher und temperaturunabhängiger. Alle drei Völker kamen
    super fit aus dem Winter. Dieses Jahr ist er noch zwiegespalten, ob er Ameisensäure einsetzt oder
    wieder die teureren Streifen kauft. Er freut sich über Erfahrungsaustausch (Facebook: Markus
    Habermehl, oder LinkedIn).

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    21 mins
  • 013 Oxalsäure bei Bienen — Verdampfung vs. Träufeln
    Jun 28 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um Oxalsäure bei Bienen als Winterbehandlung
    gegen die Varroa-Milbe. Markus Habermehl erklärt, warum die Restentmilbung vor allem in der
    brutfreien Phase sinnvoll ist, wie sich Träufeln und Verdampfen unterscheiden und worauf bei
    Rechtslage, Sicherheit und Erfolgskontrolle zu achten ist.


    Warum Oxalsäure nur in der brutfreien Phase wirkt
    Oxalsäure wirkt nur auf Milben, die offen auf den Bienen sitzen. In die verdeckelte Brut dringt sie
    nicht ein. Deshalb ist die Behandlung im Winter nach dem Brutstopp deutlich wirksamer als im
    Sommer, wenn ein großer Teil der Varroa-Milben geschützt in der Brut sitzt. Markus betont, dass das
    Timing über den Erfolg der Restentmilbung entscheidet: Behandelt wird nicht nach Kalender, sondern
    nach tatsächlicher Brutfreiheit.


    Träufeln: einfach, günstig und gut für kleine Bestände
    Das Träufeln beschreibt Markus als einfache und kostengünstige Methode, die sich besonders für
    kleine Bestände eignet. Wichtig sind dabei:
    • die richtige Dosierung
    • kühles Wetter, damit die Bienen eng sitzen
    • zügiges Arbeiten ohne unnötige Störung des Volkes


    Verdampfen: effizient, aber riskanter für den Anwender
    Das Verdampfen ist effizient und für größere Bestände geeignet, aber deutlich gefährlicher für den
    Imker. Markus weist klar auf die Risiken durch das Einatmen des Dampfes hin und nennt den nötigen
    Schutz: Atemmaske, Schutzbrille und Handschuhe. Außerdem sind Windrichtung, Abstand und der
    sichere Umgang mit dem heißen Gerät zu beachten.


    Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz
    Ein eigener Schwerpunkt ist die Rechtslage. Verwendet werden dürfen nur zugelassene
    Bienenarzneimittel in der jeweils erlaubten Anwendungsform. Die konkrete Zulassung kann sich je
    nach Land und Zeitpunkt unterscheiden und sollte vor der Anwendung geprüft werden.


    Erfolgskontrolle und sichere Lagerung
    Den Behandlungserfolg kontrolliert Markus über die Bodenwindel und beobachtet den Milbenfall.
    Zum Schluss fasst er zusammen: Oxalsäure sicher lagern, nur zugelassene Präparate verwenden
    und nach tatsächlicher Brutfreiheit statt nach Kalender behandeln.

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    42 mins
  • 012 Honigernte — die zwei häufigsten Fehler
    Jun 27 2026

    In dieser Folge geht es um die Honigernte und die zwei größten Fehler dabei: zu früh ernten und den Honig falsch lagern. Markus erklärt, warum der richtige Erntezeitpunkt wichtig ist, welche Wassergehalte als Richtwerte gelten und wie Refraktometer, Spritzprobe und das Fließverhalten beim Schleudern zur Kontrolle genutzt werden können.
    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lagerung: Honig soll luftdicht, kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden, damit er keine Feuchtigkeit zieht und nicht nachgärt. Zum Schluss berichtet Markus aus seinen eigenen ersten Ernten und betont, dass Geduld, Messung und passende Lagerung über die Qualität der Honigernte entscheiden.

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    14 mins
  • 011 Imker-Grundausstattung: was du wirklich brauchst (und was nicht)
    Jun 26 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um die Grundausstattung beim Imkern und um die
    Frage, welche Anschaffungen am Anfang wirklich nötig sind. Markus Habermehl beschreibt, dass
    Imkerkataloge viele teure Artikel anbieten, von denen man als Einsteiger das meiste nicht braucht.


    Was für den Start reicht
    Markus nennt die echte Grundausstattung: Beute, Smoker, Stockmeißel, Schutzkleidung,
    Abkehrbesen, Mittelwände, Futter und Behandlungsmittel. Mehr braucht es am Anfang nicht.


    Wo Qualität zählt
    Bei Beuten, Absperrgittern und Schutzkleidung solltest du nicht sparen. Schlechte Qualität führt laut
    Markus später zu Problemen, etwa mit schlecht passenden Absperrgittern und Wildbau. Sein Tipp:
    möglichst ein einheitliches System und denselben Hersteller nutzen.


    Was sich erst später lohnt
    Eine eigene Honigschleuder lohnt sich erst bei mehr Völkern oder wenn dir Unabhängigkeit von
    Terminen wichtig ist. Markus berichtet offen von eigenen Fehlkäufen, vor allem bei
    Königinnenzucht-Material und Spezialzubehör, das am Ende ungenutzt blieb.


    Sinnvolle Anschaffungen
    Als wirklich sinnvoll nennt Markus ein gutes Refraktometer, vernünftige Schutzkleidung und bei
    Bedarf selbst gebautes oder gedrucktes Zubehör. Seine zentrale Empfehlung: Ausrüstung erst dann
    kaufen, wenn das Problem tatsächlich da ist.

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    24 mins
  • 010 Geschwächtes Bienenvolk erkennen: 5 Symptome, die du nicht ignorieren darfst
    Jun 25 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um fünf Frühwarnzeichen, an denen du ein
    geschwächtes oder krankes Bienenvolk erkennst. Markus Habermehl erklärt: Ein Volk stirbt selten
    plötzlich, sondern zeigt vorher kleine Signale, die sich oft schon am Flugloch beobachten lassen.

    Beobachten ohne die Beute zu öffnen
    Ein Schwerpunkt ist das Lesen am Flugloch. Markus beschreibt, woran du ein gesundes Volk
    erkennst und welche Abweichungen Warnsignale sind: wenig oder unruhiger Flugverkehr, kein
    Pollen, fauliger Geruch, tote oder verkrüppelte Bienen vor dem Flugloch und ein Volk, das deutlich
    hinter den anderen zurückbleibt.


    Brutbild, Gewicht und Königin
    Ein geschlossenes, gleichmäßiges Brutnest ist ein gutes Zeichen. Löchrige Muster, eingesunkene
    Zelldeckel oder nur noch Drohnenbrut in Arbeiterzellen deutet Markus als ernstes Problem. Auch
    Gewicht und Entwicklung über die Zeit sind wichtig, besonders bei Futterknappheit im Winter oder in
    Trachtlücken.


    Handeln oder beobachten
    Markus unterscheidet zwischen Situationen, in denen du sofort eingreifen musst, und solchen, die du
    zunächst weiter beobachtest. Sein Rat: das Flugloch gezielt lesen, statt jede Beute vorschnell zu
    öffnen. Als ergänzende Lektüre empfiehlt er das Buch "Am Flugloch" von H. Storch.

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    16 mins
  • 009 Bienenwachs verarbeiten: vom Stock zur eigenen Mittelwand
    Jun 24 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um Bienenwachs als zentralen Bestandteil der
    Imkerei. Markus Habermehl beschreibt Wachs nicht als Abfallprodukt, sondern als wichtigen
    Kreislauf, der direkt mit der Gesundheit der Völker verbunden ist.
    Die Gefahr von Fremdwachs und Rückständen
    Wachs ist fettlöslich. Deshalb reichern sich darin Stoffe aus Varroamitteln, Umweltgiften oder
    Verfälschungen mit Paraffin und Stearin an. Markus weist darauf hin, dass verfälschtes
    Mittelwandwachs in der Vergangenheit zu großen Völkerverlusten geführt hat.
    Den eigenen Wachskreislauf aufbauen
    Markus empfiehlt, alle Wachsquellen konsequent zu sammeln: Entdeckelungswachs, alte Brutwaben,
    Wildbau, Drohnenrähmchen und Wachsreste aus der Durchsicht. Helles und dunkles Wachs sollten
    getrennt bleiben, damit hochwertiges Material nicht verloren geht.
    Reinigen, Schmelzen und Klären
    Zum Reinigen und Schmelzen nennt Markus Sonnenwachsschmelzer, Dampfwachsschmelzer und
    verschiedene Methoden, um das Wachs mit Wasser und Hitze zu klären. Wichtig: Wachs nicht
    überhitzen und nie über offener Flamme schmelzen.
    Mittelwände und Weiterverarbeitung
    Zum Schluss geht es um die Weiterverarbeitung zu Mittelwänden, um Lohngießen oder eigenes
    Walzen. Markus beschreibt den Vorteil, das eigene Wachs zurück in den Betrieb zu führen, und
    merkt an, dass Bienenwachs rechtlich nicht klar genug definiert ist. Weitere Verwendungen sind
    Kerzen, Kosmetik oder Schuhpflege.

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    30 mins
  • 008 Bienenschwarm — was du tun musst, wenn er da ist
    Jun 23 2026

    Ein Bienenschwarm im Garten — für Laien Horror, für Imker ein geschenktes Volk. Aber nur, wer schnell und richtig handelt, fängt ihn. Markus erklärt den kompletten Ablauf vom Schwarmfang bis zum Einlogieren — inklusive Eigentumsrecht.

    Themen:

    - Was ein Bienenschwarm biologisch ist: die natürliche Volksteilung, Schwarmtrieb

    - Wie schnell du handeln musst und warum der Schwarm friedlich ist

    - Bienenschwarm einfangen: Equipment, der beherzte Ruck, Sterzeln als Königin-Signal

    - Schwarm in eine Beute einlogieren und füttern, brutfreie Varroabehandlung

    - Eigentumsrecht beim Bienenschwarm (BGB): Verfolgungsrecht, herrenloser Schwarm

    Schwarm, bienenschwarm einfangen, schwarmtrieb, bienen schwärmen, schwarmfänger

    Mehr Austausch mit Imkern: https://imkergruppe.com

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    38 mins