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Honigraum

Honigraum

By: Markus Habermehl
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Honigraum — Bienen, Fragen, Antworten. Der ehrliche Imker-Podcast für Hobbyimker, die mehr wissen wollen als das, was im Imkerverein erzählt wird. Echte Praxis aus Markus Habermehls Imkerei seit 2025.© 2026 Markus Habermehl Biological Sciences Science
Episodes
  • 015 Honig vom Imker — wie ich verkaufe und was Kunden wirklich wollen
    Jun 30 2026

    In dieser Folge geht es um den Verkauf von Honig und um die Frage, wie Imker mit Preisen, Vertrieb und Kundenkontakt umgehen. Markus sagt, dass über Geld in der Imkerei oft zu wenig offen gesprochen werde, und möchte das Thema deshalb nüchtern ansprechen. Er betont, dass er selbst 2025 erst mit dem Verkauf begonnen habe und noch keine große Verkaufsgeschichte erzähle.

    Themen dieser Folge:
    - Welche Verkaufswege für Honig es gibt
    - Warum Direktverkauf oft besser funktioniert als Versand
    - Was Kunden beim Imker wirklich suchen
    - Wie sich ein Imker vom Honig anderer unterscheiden kann
    - Wie Stammkunden gebunden werden können

    Ein Schwerpunkt liegt auf den Verkaufswegen: genannt werden der Verkauf ab Hof, über lokale Läden, auf dem Wochenmarkt und online. Ab Hof sei wegen des direkten Kontakts und der höheren Marge besonders attraktiv, während Wochenmarkt und Online-Verkauf mehr Reichweite bringen, aber auch Zeit, Gebühren, Versandkosten und rechtliche Fragen mit sich bringen. Für kleine und Nebenerwerbsimker sei der lokale Direktverkauf meist rentabler als der Versand.

    Ein weiterer Punkt ist die Kundenperspektive. Nach Aussage von Markus kaufen Kunden nicht nur Honig, sondern auch Echtheit, Regionalität, Geschichte und ein persönliches Gegenüber. Er empfiehlt, die Herkunft des Honigs klar zu erzählen und das Produkt mit Informationen über Ort, Arbeitsweise und Kristallisation zu verbinden. Auch ein ehrliches Etikett könne wichtiger sein als ein standardisiertes Glas.

    Zum Schluss geht es um Stammkunden und Preisgestaltung. Stammkunden seien wirtschaftlich wertvoll, weil sie wiederkommen und weiterempfehlen. Vertrauen, Qualität, Erreichbarkeit und kleine Gesten könnten dabei helfen. Der Sprecher sagt außerdem, dass er nicht über den Preis konkurrieren wolle, sondern über Geschichte und Vertrauen.

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    14 mins
  • 014 Ameisensäure gegen Varroa: Anwendung Schritt für Schritt, Verdunster und die häufigsten Fehler
    Jun 29 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um die Ameisensäure als klassische
    Sommerbehandlung gegen die Varroa und um genau die Behandlung, bei der am meisten
    schiefgeht. Markus Habermehl erklärt den entscheidenden Vorteil der Ameisensäure, die richtige
    Anwendung Schritt für Schritt, die gängigen Verdunster und die typischen Fehler.


    Der entscheidende Vorteil
    Ameisensäure wird im Stock verdunstet, die Dämpfe verteilen sich und töten die Milben. Ihr großer
    Vorteil: Sie ist das einzige gängige Mittel, das auch in die verdeckelte Brut wirkt. Die Dämpfe dringen
    durch den Zelldeckel und erwischen die Milben, die sich in der Brut verstecken. Oxalsäure und
    Milchsäure können das nicht. Deshalb ist Ameisensäure die Sommerbehandlung der Wahl, solange
    das Volk noch in der Brut steht.


    Der kritische Punkt: die Temperatur
    Ameisensäure ist stark temperaturabhängig. Zu kühl, und sie verdunstet zu wenig, die Behandlung
    wirkt nicht. Zu heiß, und es kommt zur Sturzverdunstung: zu viel Säure auf einmal, mit Schäden an
    Brut, Bienen und im schlimmsten Fall der Königin. Dann steht das Volk weisellos da. Markus' Rat: die
    Temperatur vor, während und nach der Behandlung im Blick behalten und sich an die empfohlenen
    Bereiche des jeweiligen Verdunsters halten, statt nach Gefühl zu dosieren.


    Die Verdunster-Modelle
    • Schwammtuchmethode: billig und einfach, aber stärker temperaturabhängig und weniger
    gleichmäßig.
    • Nassenheider-Verdunster: etabliert, mit Docht, gibt über eine große Fläche ab (horizontal oder
    vertikal). Markus' Bedenken: Er tropft temperaturunabhängig weiter, sodass sich bei kühlen
    Nächten eine Pfütze bilden kann, die am nächsten warmen Tag zur Sturzverdunstung führt.
    • Liebig-Dispenser: zieht die Säure über das Docht-System aktiv aus der Flasche, nur so viel wie
    verdunstet. Markus bevorzugt ihn (rund 6 Euro pro Stück), weil im Zweifel eher Säure in der
    Flasche übrig bleibt, statt dass die Bienen Schaden nehmen. Er bezieht sich dabei auf ein
    Argument von Dr. Pia Aumeier.


    Wichtiger als das Modell ist: ein System für den ganzen Betrieb wählen, sich an
    Gebrauchsanweisung und Temperaturvorgaben halten, nicht nach Bauchgefühl arbeiten.


    Markus' eigene Einschätzung
    2025 hat Markus die Sommerbehandlung nicht mit Ameisensäure gemacht, sondern mit
    Oxalsäurestreifen, als Anfänger einfacher und temperaturunabhängiger. Alle drei Völker kamen
    super fit aus dem Winter. Dieses Jahr ist er noch zwiegespalten, ob er Ameisensäure einsetzt oder
    wieder die teureren Streifen kauft. Er freut sich über Erfahrungsaustausch (Facebook: Markus
    Habermehl, oder LinkedIn).

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    21 mins
  • 013 Oxalsäure bei Bienen — Verdampfung vs. Träufeln
    Jun 28 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um Oxalsäure bei Bienen als Winterbehandlung
    gegen die Varroa-Milbe. Markus Habermehl erklärt, warum die Restentmilbung vor allem in der
    brutfreien Phase sinnvoll ist, wie sich Träufeln und Verdampfen unterscheiden und worauf bei
    Rechtslage, Sicherheit und Erfolgskontrolle zu achten ist.


    Warum Oxalsäure nur in der brutfreien Phase wirkt
    Oxalsäure wirkt nur auf Milben, die offen auf den Bienen sitzen. In die verdeckelte Brut dringt sie
    nicht ein. Deshalb ist die Behandlung im Winter nach dem Brutstopp deutlich wirksamer als im
    Sommer, wenn ein großer Teil der Varroa-Milben geschützt in der Brut sitzt. Markus betont, dass das
    Timing über den Erfolg der Restentmilbung entscheidet: Behandelt wird nicht nach Kalender, sondern
    nach tatsächlicher Brutfreiheit.


    Träufeln: einfach, günstig und gut für kleine Bestände
    Das Träufeln beschreibt Markus als einfache und kostengünstige Methode, die sich besonders für
    kleine Bestände eignet. Wichtig sind dabei:
    • die richtige Dosierung
    • kühles Wetter, damit die Bienen eng sitzen
    • zügiges Arbeiten ohne unnötige Störung des Volkes


    Verdampfen: effizient, aber riskanter für den Anwender
    Das Verdampfen ist effizient und für größere Bestände geeignet, aber deutlich gefährlicher für den
    Imker. Markus weist klar auf die Risiken durch das Einatmen des Dampfes hin und nennt den nötigen
    Schutz: Atemmaske, Schutzbrille und Handschuhe. Außerdem sind Windrichtung, Abstand und der
    sichere Umgang mit dem heißen Gerät zu beachten.


    Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz
    Ein eigener Schwerpunkt ist die Rechtslage. Verwendet werden dürfen nur zugelassene
    Bienenarzneimittel in der jeweils erlaubten Anwendungsform. Die konkrete Zulassung kann sich je
    nach Land und Zeitpunkt unterscheiden und sollte vor der Anwendung geprüft werden.


    Erfolgskontrolle und sichere Lagerung
    Den Behandlungserfolg kontrolliert Markus über die Bodenwindel und beobachtet den Milbenfall.
    Zum Schluss fasst er zusammen: Oxalsäure sicher lagern, nur zugelassene Präparate verwenden
    und nach tatsächlicher Brutfreiheit statt nach Kalender behandeln.

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    42 mins
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