Episodes

  • Dialogforum Digital – Episode 13: „Warum die Welt kein Excel ist: Komplexität, KI und das Ende der einfachen Antworten"
    Jun 30 2026

    Die Welt wird komplexer. Diesen Satz hat jeder schon hundertmal gehört, meistens als Floskel, oft als Ausrede. Aber was heißt das eigentlich? Und warum reicht es nicht mehr, einfach noch ein Tool, noch ein Modell oder noch eine Strategieebene draufzulegen?

    In dieser Folge von Dialogforum Digital spricht Sebastian Leder mit zwei Menschen, die Komplexität nicht nur erleben, sondern sie erforschen: Prof. Dr. Christian T. Haas, der vom Gehirn und menschlichem Verhalten kommt, und Dr. Fabian Braesemann, der vom Oxford Internet Institute aus auf Daten, Märkte und KI schaut. Zwei Perspektiven, ein gemeinsames Thema: Wie funktionieren Systeme, in denen alles mit allem zusammenhängt?

    Es geht um Staus, Bahnverspätungen, Arbeitsmärkte, künstliche Intelligenz und am Ende immer wieder um den Menschen. Warum entscheidet ein Mensch trotz identischer Daten anders als ein anderer? Warum lösen kleine Auslöser manchmal riesige Effekte aus? Und warum scheitert große Politik so oft an einem ganz banalen Bottleneck?

    Die Folge zeigt, dass Komplexität nichts ist, vor dem man kapitulieren muss. Sie ist kein Endgegner, sondern ein Spielfeld. Wer ihre Muster versteht, erkennt, wo wenige gezielte Eingriffe mehr bewirken als jeder Masterplan, und warum Steuerung heute eher Gärtnern als Konstruieren heißt.

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    51 mins
  • Dialogforum Digital – Episode 12: „Verwaltung 2030: Vom Antrag zum echten Service“
    May 26 2026

    In dieser Episode spricht Dr. Sebastian Leder mit Matthias Pröfrock aus der landespolitischen Verwaltung Baden-Württemberg und Stefan Gasslitter, Generaldirektor des IT-Dienstleisters der Autonomen Provinz Südtirol, über die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung. Gemeinsam blicken sie auf zwei unterschiedliche Verwaltungswelten: auf die föderal geprägte Struktur Deutschlands mit starken kommunalen Zuständigkeiten und gewachsenen Registerlandschaften sowie auf die stärker zentralisierte Perspektive Italiens, in der nationale Dateninfrastrukturen und digitale Verwaltungsdienste bereits andere Möglichkeiten eröffnen.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Digitalisierung nicht bei der elektronischen Abbildung bestehender Formulare, Akten und Zuständigkeiten stehen bleiben darf. Das Gespräch zeigt, wie sehr moderne Verwaltung von einem klaren Zielbild abhängt: Soll der Staat lediglich schneller werden oder muss er grundlegend anders funktionieren? Diskutiert werden zentrale Register, digitale Identitäten, Once-Only-Prinzipien, proaktive Verwaltungsleistungen, Künstliche Intelligenz und neue Service-Modelle, die Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen nicht mehr durch Zuständigkeiten führen, sondern von ihren konkreten Lebenslagen und Bedürfnissen ausgehen.

    Dabei wird deutlich, dass digitale Transformation weit über Technologie hinausreicht. Föderale Strukturen, Datenschutz, Datenqualität, Aufgabenkritik und Change Management prägen den Weg ebenso wie Cloud-Infrastrukturen, digitale Zwillinge oder KI-gestützte Unterstützung in der Verwaltung. Am Beispiel Südtirols wird sichtbar, wie proaktive Services, KI-unterstützte Anlaufstellen und eine stärkere Nutzung vorhandener Daten Verwaltung entlasten und zugleich näher an die Menschen bringen können. Zugleich macht die deutsche Perspektive deutlich, wie anspruchsvoll es ist, bestehende Zuständigkeiten, Register und Verwaltungslogiken in eine wirklich digitale Architektur zu überführen.

    Eine Episode über den Staat im digitalen Zeitalter, über die Spannung zwischen föderaler Vielfalt und digitaler Skalierung, über Verwaltung als Service und über die Frage, wie Europa seine Handlungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und demokratische Legitimation in einer Zeit tiefgreifender technologischer und geopolitischer Veränderungen sichern kann.

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    39 mins
  • Dialogforum Digital – Episode 11: „Der digitale Staat ist kein IT‑Projekt“
    Apr 28 2026

    Digitale Verwaltung zeigt sich selten dort, wo über sie öffentlich gesprochen wird. Sie zeigt sich in Steuerungsentscheidungen, in institutionellen Routinen, in der Art, wie Verantwortung verteilt wird und darin, wie viel Veränderung ein System zulässt, das zugleich verlässlich bleiben muss.

    Diese Episode von Dialogforum Digital handelt von genau dieser Ebene unterhalb der sichtbaren Digitalprojekte. Sie widmet sich Verwaltungsmodernisierung nicht als Werkzeugfrage, sondern als struktureller Herausforderung staatlicher Organisation.

    Gemeinsam mit Dr. Stephan Rohde (Sächsische Staatskanzlei) und Dr. Anselm Geiger (Senat des Landes Berlin) wird sichtbar, wie tief die digitale Transformation in Fragen von Führung, Governance, Kultur und Risiko hineinreicht. Im Gespräch treten Spannungen zutage: zwischen Stabilität und Anpassungsfähigkeit, zwischen politischer Steuerung und operativer Realität, zwischen Transparenzanspruch und notwendiger Begrenzung von Offenheit.

    Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle der Verwaltung jenseits des reinen Modernisierungsobjekts. Diskutiert wird, wie öffentliche Institutionen unter digitalen Bedingungen selbst zu Akteuren von Entwicklung, Innovation und gesellschaftlichem Transfer werden können und welche institutionellen Voraussetzungen dafür fehlen oder neu gedacht werden müssen.

    Die Folge zeigt Verwaltung als das, was sie im Kern ist: ein System, das unter neuen technischen Bedingungen seine eigene Logik, Verantwortung und Handlungsfähigkeit immer wieder neu austarieren muss.

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    47 mins
  • Episode 10: „Zwischen Resilienz und Realität – wie Stromnetze digital sicher bleiben“
    Mar 24 2026

    In dieser Episode spricht Dr. Sebastian Leder mit Prof. Dr. Marian Margraf, Leiter der Secure‑Systems‑Engineering‑Gruppe an der Freien Universität Berlin und dem Fraunhofer AISEC, sowie Jens Langbecker, Betriebsverantwortlicher bei TransnetBW, einem der zentralen Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland. Gemeinsam blicken sie auf die verborgene operative Welt hinter unserem Energiesystem – dort, wo Netzbetrieb, digitale Abhängigkeiten und Sicherheitsfragen ineinandergreifen, ohne dass darüber öffentlich viel gesprochen werden kann.


    Im Mittelpunkt stehen jene Aspekte der Cybersicherheit, die nicht aus spektakulären Angriffen bestehen, sondern aus dem täglichen Ringen um Stabilität: Wie sichert man kritische Infrastruktur, wenn man gleichzeitig vorsichtig bleiben muss, um keine sensiblen Details preiszugeben? Welche Rolle spielen Zero‑Trust‑Konzepte, moderne Sicherheitsarchitekturen und technologische Entwicklungen – und wo wirken Forschungsperspektiven und Praxiswirklichkeit nebeneinander, ohne sich immer nahtlos zu treffen?

    Das Gespräch zeigt, wie anspruchsvoll digitale Resilienz in einem Energiesystem geworden ist, das rund um die Uhr funktionieren muss. Und es macht deutlich, warum Cybersicherheit weit mehr ist als Technik: eine Frage von Kultur, Verantwortung und der Fähigkeit, Risiken zu verstehen, ohne sie zu dramatisieren.

    Bildnachweise:
    – Foto Jens Langenbecker: © TransnetBW
    – Foto Marian: © Fraunhofer AISEC

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    37 mins
  • Dialogforum Digital – Episode 9: „Zwischen Alltag und Angriff – worüber wir bei Cybersicherheit selten sprechen“
    Feb 24 2026

    In dieser Episode spricht Dr. Sebastian Leder mit Dr. Michael Littger, Strategy Director des cyberintelligence.institute, und Christian Reschke‑Backhaus, Head of Marketing bei der secunet Security Networks AG, über jene Seiten der Cybersicherheit, die kaum Schlagzeilen machen – aber im Alltag enorme Wirkung entfalten können. Im Mittelpunkt stehen unsichtbare Risiken in Haushalten, Büros und IT‑Routinen sowie die reale Sicherheitslage von Hochschulen, Krankenhäusern und kommunalen Einrichtungen, die funktionieren müssen, oft jedoch mit knappen Ressourcen.

    Das Gespräch öffnet den Blick über Technik hinaus: Was kostet ein europäisches „Sparmodell“, wenn geopolitische Unsicherheit zum Dauerzustand wird? Reicht es noch, Sicherheit als Projekt zu behandeln – oder braucht es ein neues, dauerhaftes Selbstverständnis? Und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz zwischen strategischem Vorteil, neuem Risiko und einer veränderten Vorstellung von Privatsphäre?

    Eine Episode, die Cybersicherheit als gesellschaftliche Zukunftsfrage begreift – verständlich, weitsichtig und nah am gelebten Alltag.

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    40 mins
  • Dialogforum Digital – Episode 8: „Arbeiten im digitalen Raum – was den IT-Arbeitsmarkt heute wirklich bewegt“
    Jan 27 2026

    In dieser Folge spricht Dr. Sebastian Leder mit Anja Olsok, Mitglied der Geschäftsleitung beim Bitkom e. V. und Geschäftsführerin der Bitkom Servicegesellschaft mbH, und Dr. Serge Linckels, Managing Director des Digital Learning Hub Luxembourg im Bildungs- und Jugendministerium Luxemburgs über die Kräfte, Trends und Spannungsfelder, die den digitalen Arbeitsmarkt prägen – sachlich, ohne Alarmismus, aber mit klaren Impulsen.

    Im Fokus des Gesprächs:

    • Was bestimmt den heutigen IT‑Arbeitsmarkt? Welche Kräfte wirken zusammen?
    • Welche Weiterbildungen sind wirklich wirksam – für Beschäftigte und Unternehmen?
    • Was macht Arbeitgeber in der digitalen Wirtschaft attraktiv?
    • Wie verändert KI Rollenbilder und Kompetenzen – jenseits von Hype und Angst?
    • Wie global wird der Wettbewerb um Fachkräfte und was bedeutet das für Mitteleuropa?

    Eine Episode für alle, die verstehen möchten, wie vielfältig und wandelbar der digitale Arbeitsmarkt geworden ist – und weshalb man ihn nicht mit einfachem Schwarz-Weiß-Denken erklären kann.

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    44 mins
  • Dialogforum Digital – Episode 7: „Zukunft denken – was bleibt, wenn Vorhersagen nicht funktionieren“
    Nov 25 2025

    In dieser Episode reflektiert Dr. Sebastian Leder gemeinsam mit zwei ausgewiesenen Zukunftsexperten – PD Dr. Bruno Gransche, Technikphilosoph am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Dr. Florian Klein, Co-Founder und Managing Partner des Foresight-Start-ups ananki.ai – über einen besonderen Vorbereitungsworkshop zum 10. Dialogforum der Future Forward Community.

    Die drei greifen entscheidende Fragen des Austauschs erneut auf: Was ist „Zukunft“ eigentlich? Gibt es sie als feste Größe – oder ist sie ein Denkraum, den wir erst erzeugen? Wie unterscheiden sich vorhersageabhängige von vorhersageunabhängigen Systemen? Und wie interagieren menschliche und maschinelle Muster, wenn wir versuchen, Erwartung zu formulieren?

    Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist die Frage, wie man Sicherheit in der eigenen Vorstellungskraft gewinnt: Wie entstehen belastbare Szenarien? Wie bewertet man jene Signale – maschinell erkannt oder menschlich interpretiert –, die in das eine oder andere Szenario hineinragen?

    Die Episode macht nicht den Versuch, Zukunft vorherzusagen – stattdessen widmet sie sich der Kunst, mit Ungewissheit zu arbeiten. Ein ruhiges, tiefes Gespräch, das Foresight als Denkdisziplin nahebringt und zeigt, warum sie gerade heute unverzichtbar ist.

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    55 mins
  • Dialogforum Digital – Episode 6: „Quantencomputing im Schatten von KI – warum die nächste Technologie-Revolution nicht übersehen werden darf“
    Sep 30 2025

    In der sechsten Episode spricht Dr. Sebastian Leder mit Dr. Patrick Gelß, Wissenschaftler am Zuse-Institut Berlin, und David Niehaus, Head of Commercialization bei Kipu Quantum. Das Gespräch beleuchtet den aktuellen Stand der Quantencomputer-Technologie: Wo stehen wir heute, wofür braucht man Quantencomputer, und welche Aufgaben lösen sie besser als klassische Rechner?

    Im Zentrum steht auch die Frage der Aufmerksamkeitsökonomie: Während KI und große Sprachmodelle (LLMs) die Schlagzeilen dominieren, entwickelt sich Quantencomputing eher im Stillen weiter. Was bedeutet das für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – und welche Folgen hat es, wenn Europa diese Chance übersieht?

    Diskutiert werden konkrete Anwendungsfelder in Forschung, Industrie und Verwaltung sowie die globalen Entwicklungen von den USA über Asien bis Europa. Besonders beleuchtet wird die strategische Dimension für Deutschland und Mitteleuropa: Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit Quantencomputing zum Pfeiler technologischer Souveränität werden kann?

    Eine Episode mit klaren Impulsen für alle, die über den KI-Hype hinausdenken und den nächsten großen Technologiesprung verstehen wollen.

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    40 mins