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Summary

Ein Marionettenspieler erklärt seine Kunst, in welcher es darauf ankommt, die Schwerpunkte der einzelnen Figuren über deren Torso zu steuern, wohingegen die Bewegungen der Gliedmaßen auf reinem Zufall beruhen und der Vorteil im Gegensatz zu menschlichen Tänzern darin bestehe, dass die Puppen in ihrer eigenen Dynamik die unmöglichsten Bewegungsabläufe an den Tag legen. Die vollkommene Grazie könnte nur durch einen Geist zum Ausdruck gebracht werden, der entweder überhaupt kein oder ein unbegrenztes Gewissen hätte.

Als Beispiel für diese These fällt ihm sein Besuch eines Edelmannes ein, der sich von seinen Fechtkünsten so beeindruckt zeigte, dass er ihn bat, mit einem Holz-Degen einen Schaukampf gegen einen dressierten Bären aufzunehmen. Der Marionettenspieler willigte ein und stellte fest, dass der Bär auf alle seine trickreichen Finten nicht mal mit einem Wimpernzucken reagierte, aber im Falle eines tatsächlichen Angriffs sofort sein Holzschwert emporhob und bereit war, sich zu verteidigen - gewissermaßen ein Meisterfechter sondergleichen, der jeden Bluff im Ansatz durchschaut.

Die vollkommene Grazie sei also nur von einer Marionette oder einem Gott zu erreichen.
©gemeinfrei (P)2017 LILYLA Hörbuch-Editionen

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