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Raffless und Miss Blandish

Essays, Band 24

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Raffless und Miss Blandish

By: George Orwell
Narrated by: Friedrich Frieden
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About this listen

Geboren in der ehemaligen britischen Kolonie Indien verlief das Leben von George Orwell alles andere als geradlinig. Er besuchte Schulen in Indien und England, beherrschte mindestens zwei gebräuchliche Sprachen Indiens, arbeitete in diversen Gelegenheitsjobs, trieb sich als Landstreicher in England herum, studierte unter Aldous Huxley, verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Polizist in Indien, nahm am spanischen Bürgerkrieg als Freiwilliger auf Seite der Republikaner teil und arbeitete Seite an Seite mit Ernest Hemingway als Kriegsberichterstatter. Als junger Mann stand er zwar kommunistischen Ideen offen gegenüber und in seinen frühen Texten finden sich auch antisemitische Vorurteile, doch mit der Zeit und in reiferen Jahren distanzierte sich Orwell öffentlich und in seinen schriftstellerischen Werken ohne Wenn und Aber von seinen jugendlichen Dummheiten. Womöglich durch die brutale Fremdherrschaft des Empires über Indien und durch Stalins organisierten Staatsterror und Massenmord angewidert, entwickelte er sich zu einem überzeugten sozialistischen Demokraten, der alle Machtorgane von möglichst vielen Menschen organisiert und Machtumsetzung immer auf möglichst vielen Schultern verteilt sehen wollte. Einen großen Teil seiner prosaischen Werke bilden seine Essays ab, hier Teil 24. In Raffles und Miss Blandish untersucht Orwell das gerade in der Bücher- und Filmwelt aufkommende Phänomen des sympathischen Gentleman-Verbrechertyps, der Romantisierung von Kriminalität und die Glorifizierung des Prinzips „Die Macht des Stärkeren". Dabei spielt es keine Rolle, wer die Verbrechen verübt, da der Staat genauso korrupt und kriminell agiert wie das organisierte Verbrechen, also im Prinzip der Erfolg alle Mittel rechtfertigt.

©gemeinfrei (P)2026 LILYLA Hörbuch-Editionen
Essays
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