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  • Treu sein
    Jun 29 2026

    Kürzlich haben wir unseren 39. Hochzeitstag gefeiert! Ich finde, das ist eine ganz schön lange Zeit, in der wir nun schon gemeinsam durch’s Leben gehen – starker Grund zur Dankbarkeit!

    Wir haben viel miteinander erlebt, freuen uns an unserem Miteinander und reiben uns natürlich auch immer wieder an unserer Unterschiedlichkeit - bis wir wieder feststellen, dass wir uns letztendlich darin auch gut ergänzen können.

    39 Jahre verheiratet sein… ein Weg mit Höhen und Tiefen. Es gibt eben nicht nur die „Hoch-Zeiten“ – da gibt es auch den Alltag mit seinen Stimmungsschwankungen, der Meinungsverschiedenheiten, dem „Nicht-verstehen“…

    Und dann gilt es wieder, den anderen neu anzunehmen, Kompromisse zu schließen und manchmal auch um Verzeihung zu bitten und Vergebung in Anspruch zu nehmen.

    Wie gut, dass wir vor 39 Jahren eine klare Entscheidung füreinander getroffen haben: „JA, ich will dir treu sein – mit Gottes Hilfe!“

    Es ist so wertvoll, dass Gott der verbindende in unserer Mitte ist!

    Der Andere kann nicht immer meinen Wunschvorstellungen entsprechen!

    So erlebe ich das auch in meiner Gottesbeziehung - Gott reagiert nicht immer so, wie ich mir das vorstelle! Fragen und Gebete bleiben manchmal unbeantwortet – oder es geschieht anders, als ich mir das gewünscht hätte.

    Da ist dann mein „Dranbleiben“, meine Treue gefordert!

    Ich kann jeden Tag neu den Entschluss fassen: „JA HERR, ich will dir treu sein, mein Leben mit dir zusammen gestalten und auf deine Stimme hören, dir vertrauen – dich HERR sein lassen!“

    Und wie sieht unsere Gottesbeziehung anders herum aus?

    Wie oft entsprechen wir wohl nicht Gottes Vorstellungen??!

    Wie oft lassen wir IHM wenig Raum, dass ER hineinsprechen kann in unsere Gedanken und Pläne – oder können IHM nicht vertrauen?!

    Und trotzdem hält ER zu uns - bleibt uns immer treu!

    Sein großes Ja, das ER uns von Anfang an gegeben hat, gilt für alle Zeiten!

    Wir dürfen uns auf IHN und Sein Wort verlassen, in dem ER uns zusagt:

    „Ich bin der HERR, der barmherzige und gnädige Gott. Meine Geduld ist groß, meine Liebe und Treue kennen kein Ende!“ 2.Mose 34,6 HfA

    Mit diesem treuen Gott können wir gut leben!!!

    Herzliche Segensgrüße von Ute Wolf

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  • Ressourcen einsetzen
    Jun 22 2026

    Wir alle haben Ressourcen, die wir einsetzen können und sollen. Sie sind sehr vielseitig und reichen von Begabungen, über Wissen, materielle Mittel, Beziehungen bis hin zu Zeit.

    Im Laufe unseres Lebens kann es auch Veränderungen geben. Entweder weil ich neue Begabungen entdecke oder mein Wissen erweitere, aber auch, weil vielleicht meine körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, ich aber dafür mehr Einfühlungsvermögen und Zeit für Gebet für andere aufbringe.

    Alle Ressourcen haben gemeinsam, dass sie einen begrenzten Umfang haben. Gerade bei Zeit und Geld stoßen wir immer wieder an diese Begrenzung. Und damit müssen wir entscheiden, wo und wie wir sie verwenden.

    Jesus erzählt in Matt. 25 ein Gleichnis von einem Mann, der ins Ausland reist und seinen Dienern sein Vermögen anvertraut. Zwei der Diener handeln mit dem Anvertrauten, können dieses verdoppeln und der Herr lobt sie dafür. Der dritte Diener vergräbt das Geld und kann deshalb keinen Zuwachs vorweisen. Dies kritisiert der Herr nach seiner Rückkehr sehr stark.

    Was schließe ich aus diesem Gleichnis?

    Grundsätzlich sollte ich mir bewusst sein, dass mir meine Ressourcen nur anvertraut sind. Sie sind nicht meins. Für andere mag dieser Unterschied nicht zu erkennen sein, aber es geht – wie so oft in unserer Beziehung zu Gott – um die Haltung und um die Ehrlichkeit mir selbst und Gott gegenüber. Fühlt es sich für mich an, als müsste ich etwas von mir hergeben oder setze ich das Anvertraute ein? Ist das oberste Ziel die Vermehrung des Reichtums meines Herrn oder möchte ich eher etwas für mich, mein Ego erreichen? Will ich möglichst genau bestimmen, wie mein Geld oder meine Gaben eingesetzt werden oder bin ich bereit loszulassen.

    Ich würde mir wünschen, dass Gott mir konkreter zeigt, was gerade am wichtigsten ist. Aber oft ist es eher wie im Gleichnis: Der Mann, der ins Ausland verreist ist, ist nicht erreichbar für Rückfragen und es liegt in meiner Verantwortung, mit dem Anvertrauten in seinem Sinn umzugehen.

    Wir erfahren im Gleichnis nicht, wie die erfolgreichen Diener die Vermehrung schaffen. Das Geheimnis hinter Wachstum und Vervielfältigung bleibt verborgen. Das Wesentliche scheint zu sein, das Anvertraute einzusetzen. Die große Kritik bezieht sich darauf, Gaben zu vergraben.

    Ich soll meinen Verstand und mein Herz nutzen, um zu entscheiden, was und wofür ich mich gerade einsetze. Ich darf darauf vertrauen, dass Leiter und Leiterinnen die Weisheit haben, Mittel richtig zu priorisieren. Und ich glaube daran, dass Gott alle Möglichkeiten hat mich und andere in die richtige Richtung zu leiten, wenn ich meine Schwerpunkte falsch legen würde.

    Ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt mit unseren Talenten zu wuchern.

    Eure Christine Sommer

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  • Zwischen Stern und Kreuz
    Jun 15 2026

    Vor zwei Wochen habe ich das minimalistischste Bodenbild von Stufen des Lebens gesehen.
    Auf einer blauen Baumatte lag ein Holzstöckchen und sonst nichts. Also superminimalistisch. Damit stiegen wir in den Männerkurs ein mit dem Thema: „Ist das Leben eine Baustelle?“ Entwickelt von einem Mann, unterstützt von einigen anderen. Premiere mit 16 Männern.
    Die Bodenbildbeschreibung fiel kurz aus. Das Nachsinnen umso länger.
    Christoph Wiemann, der Entwickler dieses Kurses zum Nehemiabuch, fügte nach einiger Zeit des Rätselns links des Stöckchens eine Jahreszahl, 1964, hinzu und rechts vom Stöckchen die ersten beiden Ziffern einer zweiten Jahreszahl 2 und 0.
    Da fiel bei allen der Groschen. Das Holzstöckchen steht für den Bindestrich zwischen dem Geburtsjahr und dem noch offenen Todesjahr. Bei Stufen des Lebens geht es immer um uns selbst. Was macht das mit mir, wenn ich mich meinem Bindestrich zuwende. Also meinem bisher schon gelebten Leben und dem, was noch vor mir liegt. Von dem ich nicht weiß, wie lange es noch währen wird. Wir fragen nach uns selbst. Nach dem, was wir bereits gelebt haben, das Schöne und das Schwere. Wir fragen, wozu wir da sind. Haben wir eine Bestimmung? Was würde fehlen, wenn unsere Stimme fehlen würde?

    Zwei Jahreszahlen mit einem Bindestrich dazwischen. So knapp kann ein Leben umschrieben werden. So steht es auf Grabkreuzen und Grabsteinen. Zum Bindestrich des gelebten Lebens steht nichts auf dem Grab.

    Als Pfarrer habe ich viele Menschen bestattet. Immer versuche ich dann den Bindestrich des Lebens in der Horizontale mit einem Bindestrich senkrecht dazu zu ergänzen. Das ergibt ein Kreuz. So wird ja das Todesjahr auf den Grabsteinen angezeigt. Mich bewegt, was das Kreuz von Jesus mit dem Verstorbenen zu tun hatte. Ich will unsere begrenzte Zeit mit der Ewigkeit Gottes in einen Dialog bringen. Das Kreuz steht beim Todestag.
    Beim Tag der Geburt dagegen steht ein Stern. Das erinnert mich. Bei einem Neugeborenen sagt man: sie oder er hat das Licht der Welt erblickt. Könnte der Stern beim Geburtstag nicht auch sagen: Mit deiner Geburt ist ein Stern aufgegangen. Du hast ein Licht in die Welt gebracht. So möchte ich mein Leben und das der anderen anschauen. Welcher Stern ist mit dir und mit mir in die Welt gekommen? Über deinem und meinem Stern sehe ich den Stern von Bethlehem. Der ist uns allen aufgegangen.

    Trag in die Welt nun dein Licht und sei herzlich gegrüßt

    Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten

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  • Heiliger Geist
    Jun 8 2026

    Jetzt sind wir so in der nachpfingstlichen Zeit und ich frage mich: wie zeigt sich der Heilige Geist in unserem Alltag?

    An Pfingstmontag wird hier im Heidelberger Norden jedes Jahr ein ökumenischer Tauferinnerungsgottesdienstgefeiert. Ich mag das gerne: ökumenisch, sich gemeinsam erinnern an die Zusage Gottes: Du bist mein geliebtes Kind. Ich bin bei dir! Der Pfarrer forderte uns auf, sich zu erinnern, sich bewusst zu machen: auch unabhängig von der Taufe: wo habe ich ganz tief gespürt: Gott sieht mich, nennt mich bei MEINEM Namen?

    Können Sie sich, könnt Ihr Euch an solche Berührungen Gottes, Berührungen durch den Heiligen Geist erinnern?

    Sowohl bei der Konfirmation als auch bei der Hochzeit waren es nicht nur die Worte, sondern eine ganz tiefes inneres Angesprochen Sein. Ich spürte bei der Konfirmation als würde eine Hand auf meiner Schulter liegen, die mir sagt: DU bist gemeint.

    Auch bei der Hochzeit spürte ich diese segnende Hand über meinen Mann und mich und erlebte eine ganz tiefe Gemeinschaft als Paar mit dem Heiligen Geist unter der Botschaft: ihr gehört zusammen, egal was kommt.

    In Krisenzeiten konnte ich mir immer wieder diese Erfahrung bewusst machen, das half!

    Am Tag der Beerdigung, übrigens, war das Losungswort unser Trauspruch aus dem Epheserbrief: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

    Eine weitere Situation fällt mir ein: neulich wurden 5 ehrenamtliche Klinikseelsorgende in einem wunderschönen Gottesdienst in der Kopfklinik eingeführt und eingesegnet. Es war eine große Freude. Tief im Inneren dachte ich: ach, nach so vielen Jahren der Beauftragung würde ich mir einen auffrischenden Segen für diesen Dienst wünschen. Auf einmal wurden alle Gottesdienstteilnehmenden eingeladen, sich segnen zu lassen. Wie liebevoll weht der Geist Gottes! Es war so berührend, sich mit anderen Kollegen und Kolleginnen, auch mit den Patienten und anderen Gottesdienstbesuchern, unter Gottes liebevollen Segen zu stellen.

    In dem oben genannten Tauferinnerungsgottesdienst ließ mich gleichzeitig auch aufhorchen: mit dem Segen ist ein Auftrag verbunden. Wir sind herausgefordert, uns aufzumachen, hinauszugehen, zu hören, zu ermutigen, unseren Gaben entsprechend die Liebe und den Segen Gottes weiterzugeben.

    Im Vertrauen auf den Heiligen Geist wünsche ich viele segensreiche Erfahrungen und den Mut des Aufbruchs,

    Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg

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  • Komm herab o Heil'ger Geist
    Jun 1 2026

    Zwei Tage haben wir den Heilgen Geist und den Geburtstag der Kirche gefeiert. Für mich selbst ist Pfingsten ganz wichtig, weil es an einem Pfingstfest war, dass der Heilige Geist mich gefunden und zu Jesus und zum Vater gebracht hat. Unermüdlich war der Geist Gottes unterwegs auf der Suche nach mir.

    Wer ist der Heilige Geist und was tut er? Es sind Dinge, die für uns unmöglich sind, wo wir nur noch Flehen und Schreien können: “Komm herab o heilger Geist.“ Ein 800 Jahre altes Gebet hat es mir angetan. Was der Heilige Geist ist und was er tut, wird darin aufgezählt. In der Vertonung durch Frieder Gutscher will ich es singen:

    Komm herab o Heilger Geist, der die dunkle Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Komm der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm der jedes Herz erhellt.

    Höchster Tröster in der Zeit. Gast, der Herz und Sinn erfreut. Köstlich Labsal in der Not. In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod.

    Komm O du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht dring bis in der Seele Grund. Ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund.

    Was befleckt ist wasche rein. Dürrem gieße Leben ein. Heile du, wo Krankheit quält. Wärme du was kalt und hart, löse was in sich erstarrt, lenke was den Weg verfehlt.

    Gib dem Volk das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit. Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.

    Amen Halleluja.

    Ihre und eure Traudel Krause

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  • Pfingsten
    May 18 2026

    Letzte Woche war ich auf dem Katholikentag in Würzburg und bin noch ganz erfüllt von den vielen Begegnungen an unserem Stand auf der Kirchenmeile, an dem wir mit Menschen über unsere Kurse ins Gespräch kamen.

    Mit unserem Glücksrad luden wir jeden - klein und groß - ein, zu entdecken, welcher Segen aus den biblischen Geschichten in unser Leben fließt.

    So manches Gesicht zieht noch durch meine Gedanken, manches Lächeln, manche Träne und manches Gespräch, das ganz ehrlich und tief war.

    Heute morgen mit dem Blick auf Pfingsten - auch der Geburtstag der Kirche genannt - sehe ich die vielen Menschen, die sich zu diesem „Kirchen-Fest“ versammelt hatten unter dem Motto „Habe Mut, steh auf“. Beides passt so sehr zu dem, auf das wir nun zugehen und in einigen Tagen feiern werden.

    Viele verschiedene Menschen kamen damals in Jerusalem zusammen. Jeder davon mit seinem persönlichen „Lebenspäckchen“, seiner Sehnsucht, seiner Suche nach Gemeinschaft, Hoffnung, Erlösung in einer Welt, die sicherlich nicht leichter zu tragen war als unsere heute.

    Die Jünger mit wenig Mut im Herzen, versammelt in ihrem „Obergemach“. Wartend, was kommen wird.

    Und dann kam der, den Jesus versprochen hatte:

    Es kam der Geist Gottes. Es kam der, der bleiben wird und nicht wieder gehen wird, der uns belebt und der uns tröstet - so hatte es Jesus seinen Jüngern versprochen.

    Der Geist kam, in einem Brausen, erfüllte die Jünger und sie hatten Mut, Kraft und Freude und standen auf, verließen ihr Haus, um von dem zu erzählen, das sie erlebt und erkannt hatten - von Jesus Christus, der Auferstehung und dem Leben.

    Bis heute erleben wir das: Der Geist Gottes kommt.

    Manchmal säuselnd wie bei Elia in der Höhle: sanft und zart, Wunden versorgend, dass wir wieder Lebensmut bekommen.

    Manchmal brausend und aufwühlend, wie damals bei den Jüngern: alles steht Kopf und wir können nicht anders, als zu bekennen: Jesus ist Herr!

    Manchmal mitten im Alltag mit einem kurzen Satz, der Situationen sprengen kann, ohne dass Beziehungen gesprengt werden.

    Manchmal mit Entspannung, weil ich wieder entdecke: ER ist der Herr, der HERR, der mich sucht, der mich findet, der mich stärkt, der mich hält, der mich versorgt und ich MUSS NICHT…

    Wo der Geist Gottes ist, lesen wir im Galaterbrief, da ist Freiheit, da ist Liebe, da ist Geduld, da ist Selbstbeherrschung, da ist Freude, Güte, Freundlichkeit, Sanftmut und Friede.

    Beim Katholikentag habe ich diesen Frieden und diese Freude in den Begegnungen erlebt: Der Friede zog beim Erzählen von Jesus, beim Segnen der Menschen im Herzen ein und ich hoffe und bete, dass diese Früchte weiter wachsen und sich vermehren zum Segen vieler - denn das ist Pfingsten: Der Geist ist spürbar und verbreitet die Gute Nachricht hinaus zu allen Menschen.

    Ich wünsche uns, dass wir Gottes Geist erleben - vielleicht ganz neu, ganz anders als bisher in diesen Pfingsttagen.

    Viele Grüße, Damaris Friedrich

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  • Freude ohne Ende?!
    May 11 2026

    Kürzlich bin ich an einer Aufforderung der Bibel hängen geblieben: „Seid allezeit fröhlich!“

    Da regt sich Widerstand in mir: Wie soll das denn gehen??? Ich kann doch nicht immer fröhlich sein – es gibt genug Situationen im Alltag, die mich nicht zur Freude und zum fröhlich sein animieren!

    Ich werde neugierig… will der Freude auf die Spur kommen… und entdecke beim Bibellesen, dass bei Gott viel Freude ist.

    ER freut sich riesig, wenn ein Mensch sich Ihm zuwendet, Beziehung mit Ihm leben möchte. Das ist vielleicht Gottes größte Freude!

    Und es macht Ihm Freude, wenn wir Ihn um etwas bitten! Er liebt es, uns zu beschenken! Jesus fordert uns direkt auf: „Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen werde!“ Johannes 16,24

    Im Nachdenken, was Gott mir schon alles geschenkt hat, fällt mir immer mehr ein - das macht mich dankbar und ich merke, wie aus der Dankbarkeit die Freude wächst.

    Gott hat seinen Sohn auf diese Erde geschickt, um uns seine große Liebe durch ihn zu zeigen! Und Jesus bezeugt diese Liebe zu uns in Johannes 15: „Wie der Vater mich geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! …dies alles sage ich aus einem Grund: Euch soll meine Freude erfüllen, damit eure Freude überfließt!“

    Vielleicht ist genau das ein Schlüssel für die Freude: in Jesu Liebe zu bleiben!

    Seine Liebe immer wieder neu in uns aufzunehmen und darin zu leben!

    Ja, mit Jesus zieht Freude in unser Herz ein!!

    Ich kann es direkt spüren, wenn ich mit Gott rede, wenn ich Ihm meine Anliegen mitteile oder meinen Dank bringe… wie die Freude und der Friede bei mir einzieht und sich ausbreitet.

    Auch in Traurigkeit und notvollen Zeiten können wir uns an Gott und in Ihm freuen in der Gewissheit, dass ER da ist, mitfühlt und Neues schaffen kann und wird!

    Die Osterfreude darf immer wieder neu aufleben: wir haben einen auferstandenen HERRN, der lebt – der durch den Heiligen Geist immer da ist, wenn wir ihn einladen in unser Leben, in unseren Alltag – auch in schwere Situationen hinein!

    Wir haben einen Gott, der FÜR UNS ist!! Wenn das nicht Grund zur Freude ist!!

    Ich wünsche euch gute Entdeckungen mit der Freude!

    Herzliche Grüße von Ute Wolf

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  • Unter Druck
    May 4 2026

    Manchmal kommen wir in Situationen, denen wir uns nicht gewachsen fühlen. Wir sehen keinen Ausweg oder andere wollen etwas von uns, dass wir nicht geben können oder möchten. Wir fühlen uns angegriffen oder überfordert.

    Was machen wir, wenn die Stimmung aufgeheizt ist? Wenn wir glauben, dass uns sowieso keiner mehr zuhört oder uns das Herz bis zum Hals schlägt.

    Mir fällt die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin ein, die in Johannes, Kapitel 8 steht.

    Jesus war im Tempel und das Volk kam zu ihm und er lehrte sie. Eine schöne, eine entspannte Situation. Und dann ändert sich die Szene komplett. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer bringen eine Frau, die man beim Ehebruch ertappt hat und stellen sie in die Mitte, präsentieren sie und konfrontieren Jesus mit Fragen: Mose hat geboten, solche Frauen zu steinigen, also ohne weitere Verzögerung zu töten. Was sagst Du?

    In der Bibel steht auch, dass sie das sagten, damit sie etwas hätten, um ihn zu verklagen. Es geht also nicht um die Sache. Es geht auch nicht um die Frau. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Ihre Geschichte soll dazu dienen, Jesus eine Falle zu stellen.

    Ich kann spüren, wie die Stimmung kippt. Wie aus einer Lehrstunde eine todesbedrohliche Situation entsteht, wie viel Druck aufgebaut ist.

    Und Jesus bückt sich nieder und schreibt mit dem Finger auf die Erde.

    Wie kann mir dieses Beispiel helfen, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle?

    Ich muss nicht direkt reagieren. Ich muss die Sache auch nicht sofort lösen. Jesus zieht die Aufmerksamkeit weg von der Frau und nimmt sich die Zeit etwas völlig anderes, verspielt und nutzlos wirkendes zu tun.

    Ich kann in meinem Kopf auch Jesus in den Fokus stellen. Atmen wir durch, wiederholen wir im Kopf eine Zusage Gottes, die uns einfällt. Übergeben wir im Gebet die Situation an Jesus. Wenn es möglich ist, schreiben wir den Zuspruch, der uns einfällt auf ein Blatt Papier. Oder wir malen den Liedvers, der uns ermutigen kann mit dem Finger auf unser Hosenbein.

    Die Pharisäer und Schriftgelehrten in der Bibel geben nicht so schnell auf. Auch das werden wir erleben. Aber wir können durch den Fokus auf Jesus wieder freier atmen und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist uns unterstützt. Durch Ruhe, durch innere Gelassenheit oder auch durch die Wahl der richtigen Worte.

    Jesus antwortet den Herausforderern schließlich: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Jesus gelingt es, mit diesem Satz weder selbst zum Angriffspunkt zu werden noch die Frau ungeschützt auszuliefern.

    Ich bin mir bewusst, dass wir nicht in jeder Situation eine solche weise, schnelle und wunderbare Lösung erhalten werden. Aber wir haben immer die Chance den Druck herauszunehmen und uns an Gott auszurichten, nicht an unserer Schwachheit.

    Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer

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