• Science Arena: Sitzen
    Jun 15 2026

    Wer sitzt, will alles sitzend. Will sitzende Dinge, sitzende Pflanzen, sitzende Tiere. Selbst Gedanken oder Seelen, Götter oder Schmerzen sollen sitzen, denkt Hajo Eickhoff, der in seinem Zuhause jegliche Bestuhlung verbannt hat.
    Sitzen ist das zweimalige Abknicken des Körpers in der Hüfte und in den Knien sowie das Ruhen auf einer unterschenkelhohen Ebene. Der Stuhl beginnt seine Karriere als Thron. Zuerst darf nur der Herrscher sitzen, doch in einem langen Prozess demokratisiert sich das Thronen zum Sitzen, bis mit der Französischen Revolution das Sitzprivileg fällt und jeder sitzen darf, sagt der Philosoph Hajo Eickhoff, der seit Jahrzenten das Sitzen erforscht. Liegen dagegen ist eine Position der Ruhe. Eine Grundhaltung, in der der Mensch einen umfassenden Kontakt zum Boden hat. Aufrecht Stehen und Gehen sind die Positionen der Tatkraft, in der die die Füße den Boden berühren. Alle Haltungen dazwischen sind ein Zusammenspiel aus Ruhe und Aktivität. Science Arena vom 15.6.2026

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    53 mins
  • F.A. Hayek und der Weg zur Knechtschaft.Klassiker des Wissens DIRECTORS CUT
    Jun 8 2026

    1944 veröffentlichte der österreichische Wirtschaftswissenschaftler und Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek (1899-1992) in London sein Hauptwerk "The road to serfdorm" ("Der Weg zur Knechtschaft"). Darin legt der spätere Wirtschaftsnobelpreisträger (1974) die gemeinsamen Wurzeln von kommunistischer und faschistischer Planwirtschaft dar. Freiheit und Rechtsstaat seien nur in einer Marktwirtschaft denkbar, verbunden mit einer Wettbewerbsordnung und einem Sozialsystem, die vom Staat kontrolliert würden.Damit wurde er nach Ludwig von Mises der wichtigste Vertreter der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie", die nach dem Zweiten Weltkrieg überall in der freien Welt Berücksichtigung fand, nur nicht in Österreich. Aus Angst vor der sowjetischen Besatzungsmacht konnte das Buch nach 1945 in Deutschland und Österreich zunächst nicht erscheinen und nur über die Schweiz "einsickern."
    Martin Haidinger präsentiert zentrale Passagen aus Hayeks Werk.Science Arena vom 8.6.2026.

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    1 hr and 8 mins
  • Science Arena Kontroversen: Gefahr Linksextremismus?
    Jun 1 2026

    Spätestens seit dem Anschlag der "Vulkangruppe" auf das Berliner Stromnetz im Jänner 2026, der rund 45.000 Haushalte tagelang lahmlegte und damit auch Todesopfer in Kauf nahm wurde klar, dass linksextremer Terrorismus in Europa nach wie vor gefährlich aktiv ist. Mit der gut organisierten "Hammerbande", die mutmaßliche Mordversuche gegen politische Gegner verübt, solidarisieren sich ganz offen und teils im Weichbild von Parteien Aktivisten jederlei Geschlechts- auch in Österreich. Bei Martin Haidinger diskutieren im Wiener Ringturm der Politologe und Extremismusforscher Nicolas Stockhammer und der Historiker mit den Spezialgebieten Antisemitismus und Islamismus Heiko Heinisch. Ö1-Science Arena vom 1.6.2026

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    53 mins
  • Science Arena: Philosophiecafé mit Sophie Loidolt "Heidegger verstehen"
    May 18 2026

    Zum 50. Todestag des deutschen Philosophen Martin Heidegger am 26.Mai 2026 bietet sich ein ambivalentes Bild: Zweifellos gehört Heidegger zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Doch seit zwölf Jahren hat das Erscheinen der sogenannten "Schwarzen Hefte" den Skandal um Heideggers NS-Engagement noch einmal vertieft. Kann und soll man mit Heidegger noch etwas anfangen?Im Philosophiecafé wollen wir uns darauf einlassen, einige Grundgedanken von Heidegger zu verstehen. Zum Beispiel, warum er meint, dass Existieren immer schon Verstehen bedeutet. Warum wir zeitliche Wesen sind, die nicht nur einfach in der Welt vorhanden sind, sondern die sich in ihr entwerfen: von etwas her auf etwas hin, eigentlich und uneigentlich. Heidegger hat die alte philosophische Frage nach dem Sein neu gestellt. Was bedeutet das im 21. Jahrhundert? Und ist Heidegger verstehen nicht nur schwierig, sondern auch gefährlich?
    Sophie Loidolt spricht mit Dieter Thomä, Philosoph und Heidegger-Experte.

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    58 mins
  • Das Peter-Prinzip - Hierarchie der Unfähigen!
    May 11 2026

    Haben Sie das schon erlebt? Eine begabte und erfolgreiche Person in ihrem Betrieb steigt in die Chefetage auf und scheitert dort kläglich an ihren neuen Aufgaben. Sie hat ihre Inkompetenzgrenze überschritten. Oder umgekehrt. In einem Unternehmen werkt ein genialer Mensch so recht und schlecht an untergeordneter Stelle und hätte das Zeug zum Chef, aber die herrschenden Hierarchen befördern ihn nicht dorthin, wo er viel besser wirken könnte.
    Dieses Phänomen ist wissenschaftlich beschrieben und wird in der Managementliteratur "Peter Principle" genannt
    Die österreichische Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle und der deutsch-irakische Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Ayad Al-Ani gehen bei Martin Haidinger diesem fatalen Mechanismus in Wirtschaft und Politik nach und zeigen mögliche Auswege auf.
    Ö1 Science Arena vom 11.5.2026

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    50 mins
  • These trifft auf Erfahrung: Kinderwunsch: Gesetz und Realität gehen auseinander
    May 4 2026

    Kinderwunsch: Wenn Biologie, Gesetz und Lebensrealität auseinandergehen
    In Österreich, genau genommen in ganz Europa, werden zu wenige Kinder geboren, derzeit 1,32 Kinder pro Frau. Dennoch bleiben die Themen Elternschaft, Kinderwunsch und Unfruchtbarkeit im Privaten und der breite gesellschaftspolitische Diskurs bleibt aus. Elisabeth Scharang diskutiert in der Gesprächsreihe "These trifft auf Erfahrung" mit ihren Gästen über die Fortschritte und die Grenzen in der reproduktiven Medizin und die Folgen für Frauen, wenn die Politik nicht mit gesellschaftlichen Veränderungen Schritt hält. Ö1 Science Arena vom 4.5.2026

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    53 mins
  • Science Arena: Corona Die Aufarbeitung der Aufarbeitung
    Apr 27 2026

    Vor einem Jahr hat man eine einschneidende gesamtgesellschaftliche Erfahrung medial Revue passieren lassen: die Coronapandemie. "Aufarbeitung", lautete das Motto. Dabei kamen großteils jene Expertinnen und Experten zu Wort, die schon während der Corona-Jahre die öffentliche Bühne dominierten. Ihre Sicht der Dinge ist legitim und soll gehört werden. Doch wie steht es um jene Stimmen, die damals Kritik an den Maßnahmen übten und vor dem gesellschaftlichen Umgang miteinander, respektive gegeneinander, warnten?
    Genau das will diese Sendung von Daphne Hruby erreichen: einen Dialog zwischen zwei Menschen, die damals andere Standpunkte vertraten. So treffen in der "Science Arena" der Mediziner und Autor ("Das Corona-Rätsel") Martin Sprenger und der Jurist und Journalist (Chefredakteur "Falter") Florian Klenk aufeinander. Und die Kommunikationswissenschaftlerin Christine Bauer-Jelinek analysiert das Ganze auf einer Meta-Ebene.
    Ö1 Science Arena vom 27.4.2026

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    53 mins
  • Science Arena: Der Geruch der Hölle
    53 mins