• FC St. Pauli Abstieg: Wir, die die bleiben
    Jun 23 2026
    Als St. Pauli Fan bleibt man, wenn andere weiterziehen. Ein Essay über diesen masochistischen Kreislauf als Fußballfan.Jeder August riecht nach frisch erholtem Rasen, nach vertrautem (mal wieder teurer gewordenen) Billigbier; der letzte Rest der verratenen Träume schliert noch auf dem Beton der Stufen. Ich stehe wieder auf der Nordkurve des Millerntors, zusammen mit Willi, Markus und all den anderen, die ich nur aus dem Stadion kenne. Das Astra wärmt sich in meiner Hand auf, und ich schwöre mir feierlich: „Dieses Mal nicht. Dieses Mal binde ich mein Herz nicht an einen Typen, der ohnehin in zwei Jahren weg ist.“Aber dann kommt da so ein neuer Joel, läuft, als hätte er drei Lungen, grätscht an der Außenlinie, zirkelt den Ball in den Lauf unseres neuen 25-Tore-Stürmers (die er nie und nimmer schießen wird) – und ich, ich verdammter Idiot, fange wieder an zu lieben. Es ist eine chronische Malaise, dieses Fan-Sein. Ein immer wiederkehrender Kreislauf aus Kennenlernen, Liebgewinnen und am Ende – unvermeidlich – traurig sein (manchmal auch stinkwütend), wenn ein weiterer Spind im Bauch der Süd ausgeräumt wird.In diesem Sommer ist es beinahe noch schlimmer als sonst. In diesem Sommer wird nicht ein Spind ausgeräumt, sondern eine halbe Kabine. Eine Ära geht zuende.Vom Aufstieg, vom Klassenerhalt bis zum verdient unnötigen Abstieg. Ein Drama in drei Akten, das sich alle drei bis vier Jahre oder so wiederholt. (Ok, die Umlaufbahn eines Aufstiegs ist bei St. Pauli länger, eliptischer als anderswo, aber ihr ahnt?)Am 16. Mai 2026 habe ich auf genau diesen Stufen gestanden, als der FC St. Pauli die Partie gegen den VfL Wolfsburg nicht gewann und damit nach zwei Jahren wieder abstieg. Zurück in Liga zwei. Ich habe gesehen, wie Jackson Irvine, unser Kapitän, weinend in die Kurve ging, und ich habe selbst feucht-krustige Krumen in den Augen gespürt. „You’ll never walk alone“, und dann gehen sie eben doch, einer nach dem anderen. Ein Abstieg ist kein Abschied. Ein Abstieg ist ein Dutzend Abschiede auf einmal.Warum tue ich mir das eigentlich an?Der Profifußballer ist letztlich ein Nomade im Trikot. Für mich ist das Vereinswappen nichts zum Küssen, für viele Spieler schon; ist es oft nur der temporäre Briefkopf des aktuellen Arbeitgebers. Ich atme den Kiez, blinzle trotzig in den Hamburger Regen, ertrage den ranzigen Geruch ekeliger Gäste – sie folgen währenddessen einem Karriereplan.Wir sehen sie nicht oft am Milllerntor, die absolute Krönung der fußballerischen Heuchelei: die Wappenküsser. Oh, diese verfluchten Wappenküsser! Sie schießen ein Derbysieg-Tor, rutschen auf den Knien zur Eckfahne, treten sie theatralisch um, wenn sie eine Raute ziert, zerren unser Logo an die Lippen und spielen mir vor, sie hätten in St.-Pauli-Bettwäsche geschlafen, seit sie aufrecht gehen können, als hätten sie verstanden, was das heißt, St. Paulianer zu sein. Und in diesem ekstatischen Moment glaube ich ihnen. Ich will ihnen glauben!Sukuta Pasu, auch eines der Talente, denen ich mein kleines Fanherz hinterher geworfen habe, hat jüngst in einem sehr ehrlichen Interview sinngemäß gesagt: 90% aller Emotionen der Spieler sei fake; kalkuliertes Spielen mit unseren Gefühlen und Erwartungen. Warum ich gerade an Hauke Wahl denken muss?Hej, das ist meine selbst gewählte Tragödie. Ich bin wie ein naiver Liebhaber, der den süßen Lügen in einer durchtanzten und warmen Nacht auf St. Pauli Glauben schenkt, weil deine hübsche Brust gerade so schön wärmt. Der Fußball, diese große, zynische Maschinerie, die mich jede Saison aufs Neue verführt und mich dann mit einem Händedruck des Sportdirektors und den Worten „Ich suche eine neue Herausforderung“ auf die Straße setzt.Und doch wäre es zu billig, nur den Spielern den Schwarzen Peter zuzuschieben. Ein Abstieg legt die Mechanik gnadenlos offen: Es ist nicht immer der Spieler, der geht. Manchmal ist es die Tabelle, die ihn vertreibt. Ein Fujita, der mit zehn Millionen Euro Marktwert in der Bilanz steht, ist für einen Zweitligisten kein Mensch mehr, sondern ein Posten. Wer absteigt, muss verkaufen, um zu überleben. Die Liebe der Kurve und die Kassenlage des Vereins stehen plötzlich auf verschiedenen Seiten. Und ich, der ich den Spieler halten will, weiß insgeheim: Genau dieser Verkauf finanziert vielleicht die drei Neuen, die ich im Januar wieder lieben werde.Bleiben und Gehen – zwei Sprachen, die einander nicht verstehenDie Ziele könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Profi sucht den nächsten Vertrag. Er jagt die Bundesliga oder noch forscher die Premier League, das Handgeld, die Villa mit Pool auf Mallorca, das Appartment in Dubai im schlimmsten Fall oder die letzten dicken Dollar der Karriere in St. Louis. Ich kann es ihnen kaum verdenken – ihre Knochen haben ein Verfallsdatum. Für sie ist Nostalgie ein Luxus, den sie sich nicht leisten können. Ein Saad, den zwei Jahre lang Bänder und Muskeln verraten haben und der ...
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    24 mins
  • Jackson Irvine forever?
    May 21 2026

    Jackson Irvine ist vieles gleichzeitig: Posterboy des FC St. Pauli, Reizfigur, Leader und Kapitän, Absteiger, Verletzt und WM-Fahrer. Er wäre gerne Modeikone, seine Frau wäre wohl gerne poshy Modezarin. Beide leben im Viertel und verkörpern das moderne St. Pauli so intensiv, dass es manchmal weh tut.

    Und es kann passieren, daß Jackson Irvine einfach bleibt. Für immer. Das sagte mir zumindest Alfetta in einem unserer Podcasttelefonate ohne Aufnahme.

    Anlass war der rüde Angang von Sportchef Bornemann auf die Aussage von Jackson Irvine, dass sich alle Führungsfiguren im FC St. Pauli doch bitte nach diesem Abstueg hinterfragen sollen — und dass er anstreben, seinen Vertrag hier zu erfüllen.

    „Es sind auf allen Ebenen Fehler passiert, diese müssen aufgearbeitet werden. Wir haben zwei Jahre etwas aufgebaut, im dritten Jahr haben wir es eingerissen.„

    Getroffene Hunde beißen, meint Alfetta, und fügt hinzu: Für Bornemann und Oke ist Jackson Irvine eine Bedrohung. Wer weiß, vielleicht wird er ja bald Aufsichtsratsmitglied oder sogar Okes Nachfolger? Genosse ist er ja schon.

    Jackson Irvine triggert das FCSP Establishment. Und zwar auf vielen Feldern.

    Sportlich untadelig: da hat man einen Trainer, der öffentlich die Mannschaft disst, währenddessen Irvine mit einem kaputten Fuß aufläuft, um die Mannschaft (die offenkundig keine ist) zu stabilisieren. Auf Kosten der eigenen Gesundheit, ja mit dem hohen Risiko, seinen Traum von der WM deswegen platzen zu sehen. Soviel Engagement kann auch anecken.

    Im Viertel verwurzelt: Irvine lebt im Viertel und hat wohl auch vor, hier auf St. Pauli zu bleiben. Seit Fabian Boll habe ich keinen Profi in braunweiss öfter auf der Straße oder auf Vernissagen getroffen als ihn.

    Politisch unbequem: am meisten hat sich unsere aktive Fanschaft und das aus ihr bestehende Establishment im Aufsichtsrat an Jacksons Haltung zu Palästina gerieben – ich auch. Hinter dem Konflikt steht aber auch eine ambivalente Haltung kritischen internationalen Stimmen gegenüber. Kurz: Wer die Deutungshoheit der etablierten FCSP-Szene infrage stellt, kriegt eins aufs Maul.

    Jackson Irvine probt derweil, wie es es sich in einem Aufsichtsrat anfühlt – erst einmal bei Lemonaid und nicht in unserem – aber, was nicht ist, kann ja noch werden …



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    15 mins
  • FC St. Pauli: Ein Endspiel de Poitrine
    May 11 2026

    Manche Podcasts muss man vom Ende her erzählen - so wie wir diese Saison in Zukunft auch vom Endspiel aus erzählen werden - egal, ob die jüngere Generation ihren Stuttgarter Kickers Moment bekommt, wir die “Konzernwölfchen” mitreissen in Liga 2 oder das Drama noch eine vordergründig erfolgreiche Wendung nimmt.

    Toby, frisch nominierter Podcastpreisfinalteilnehmer - auch n Endspiel -, und Erik sprechen über das kuriose Finale der Bundesliga Saison 2025/26. Und auch wieder nicht, denn wir mäandern lieber um das Thema herum (keine Angst, wir kommen noch zu Beef des FCSP), sprechen über Klaas (von Joko und Klaas und das Bandphänomen des Jahres, Angine de Poitrine.

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    Was das mit dem FC St. Pauli zu tun hat und warum das kein Punk ist, den wir uns fürs Stadion wünschen, hört ihr hier.

    * Außerdem:- Ja, wir sprechen auch über Bornemanns versalzenen Kader

    * Ja, auch über Alex Blessin

    * Und die Parallelen zur Abstiegssaison 2010/2011 DERBYSIEG und den fehlenden Fluch, der am Ende …

    * oh Wunder fehlender Teamgeist statt hsv-initiiert war

    * Und eben über Musik …

    Ach, und das hier wünschen wir uns im Stadion:



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    1 hr and 32 mins
  • Jackson Irvine auf Kloppos Spuren - FCSP Spielertrainer jetzt!
    Apr 27 2026

    Bonusfolge zu meinem Podcast: FC St. Pauli im Abstiegskampf

    Bornemann drücke den Reset-Knopf. Blesssin hat fertig; wir brauchen für die beiden Vorbereitungsspiele fürs Endspiel gegen Wolfsburg einen Impuls an der Seitenlinie.

    Toby, unser Co-Host im POPcast, bringt Jackson Irvine ins Spiel - und das finde ich gut. Auf Kloppos Spuren beim Heimspiel ausgerechnet gegen Mainz 05! Das passt doch!

    Bornemann, erlöse Alex und die Boys und uns - machet!

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    11 mins
  • FC St. Pauli im Abstiegskampf: Rette sich wer kann ...
    Apr 26 2026
    Jaja, die Hoffnung, und die Liebe. Beides geht zuletzt und im Falle des FC St. Pauli wird wohl auch beides bleiben - oder wiederkommen. Denn die Hoffnung schwindet, bei uns im Podcastteam, dass der FC St. Pauli den Klassenkampf gewinnen und die Relegation gewinnen könnte. Warum?, weil die Mannschaft, weil der ganze Verein den Kampf einfach nicht annehmen will.Chapters1:02 Der kleine Zwischenruf von der Ostsee2:38 St. Pauli im Abstiegskampf7:54 Die Probleme im Team10:15 Teambuilding ohne Trainer13:11 Der Verein und seine Prinzipien15:27 Die Hoffnung bleibt16:31 Ein Aufruf zum HandelnVieles erinnert an vergangene Abstiege, die Unfähigkeit, Tore zu schießen oder ein überlegen geführtes Spiel mit einem Sieg abzuschließen, wie einst gegen die Stuttgarter Kickers. Aber auch in der dahin nieselnde Abstieg 2011, als Stani das Team und den Verein für die eigene Karriere im Stich lies, kann man Muster erkennen, die sich dieses Jahr wiederholen.Ein paar Gründe, warum ich skeptisch bin, was die so genannte Crunchtime der Saison angeht:1. Das ist kein Team, sondern eine Gruppe Profis …Jackson Irvine und Hauke Wahl hatten sich nach dem verdienten Heimsieg der Heidenheimer Abstiegsverweigerer einiges zu sagen und das gestenreich; leider kann ich kein Lippenlesen - und doch ahne ich, worum es ging. “Unzusammenhängend” hätte man gespielt, sagte Irvine der Mopo in der Mixed Zone. Was sich wie “jeder für sich” liest, ist wohl auch so gemeint. Eine Gruppe von Einzel-Ich-AGs, die am Ende einer aufreibenden Saison mindestens unterbewußt schon an den Abflug denken?Jackson Irvine ist zwar in der Lage, seine Nebenleute besser zu machen, selbst wenn er selbst keine herausragende Leistung bringt - aber das ganze Team zusammenhalten, das kann er nicht allein. Vielleicht ging es darum im Gespräch mit Hauke Wahl, der in den letzten Spielen auch untypisch patzt. Über einen Elfmeter hätte er sich bspw. nicht beschweren können.2. Zu weit weg, zu spät, zu oft zu wenigSchüsse, die im gegnerischen Block hängen bleiben, Pässe ins Nirgendwo. Startende Außen ohne Zuspiel. Keine Lösung gegen schnelle Spieler, keine Schnelligkeit bei eigenen Aktionen. All das ist St. Paulis Alltag seit dem guten Beginn der Saison. Es gibt keinen Fortschritt im Team, keine Abläufe, die gelernt (trainiert!) aussehen - oder so seltene, dass sie gleich im Gedächtnis bleiben, wie das singuläre Steilschicken von Hotondji durch Sinani.Blessin kann es nicht3. Kein Teambuilder; Blessin mag ja einiges können, Teambuilding kann er nichtDie Farce um Dapo Afolayan kann man anders bewerten als ich, meinetwegen, allerdings zeigte sich dort schon, dass Alex Blessin niemand ist, der kritisches Verhalten von Spielern im Team klärt. Er hat Dapos vermeintliches Fehlverhalten an die Öffentlichkeit gezerrt, er hat diesen Spieler aus einer externen Haltung kritisiert, ohne dass Maßnahmen zur teaminternen Regelung sichtbar wurden. Das ist ein Muster, das Zombie-Coaches auszeichnet; immer sind andere Schuld, tun nicht das, was das Trainerteam verlangt. Zuletzt sprach Blessin davon, dass er der Mannschaft alles vorher briefte, sie - so verstehe ich das - zu doof waren, seinen Matchplan umzusetzen. Dass sich das mit dem Begriff “Jolly” - eigene Jollies, die kurzen, nicht die langen; die gegnerischen Jollies locken usw. - sogar ganz lustig anhört, überschminkt den Resonanzverlust, den wir zwischen Trainer und Mannschaft vorgeführt bekommen.Teambuilding geht nicht in der KriseEine beinahe nebensächliche Episode unterstreicht meinen Eindruck, dass wir in diesen Klassenkampf ohne funktionierendes Team gehen: Der Teamabend ohne Coach. Hauke Wahl erzählt im Hamburger Abendblatt, dass… es Teambuilding nicht permanent gibt, sondern nur als Ausnahme in der Krise - so löpt das aber nicht: “In meiner ersten Saison 2023/24 haben wir es mit Hinnerk (Podcast Gast Hinnerk Smolka) regelmäßig gemacht. In der Crunchtime der Saison haben wir es geschafft, dass er das Gespräch gar nicht mehr moderieren musste. ...Es ist wichtig, dass eine Mannschaft Dinge auch unter sich klärt, ohne dass noch zehn weitere Menschen dabei sind”.Oke, Bornemann und der ganze Verein schwimmt auf der “Wir machen das anders”-WelleWir sind der etwas andere Verein, der sich den angeblichen Gesetzmäßigkeiten des Profifußballs nicht unterwerfen will. Das finde ich ja gut, aber nur solange, wie dieser Anspruch nicht zum Stockholm Syndrom mutiert, zur leeren Hülse, die die Realität ausblendet und überfällige Handlungen nicht in Gang bringt.Der Millernton schreibt von einem “sportlichen Offenbarungseid” - und hat imho recht; nur die Konsequenz daraus, die bleibt aus. Normalerweise initiiert der Offenbarunsgeid den geordneten Versuch, in letzter Minute noch das Ruder unter der Leitung eines Insolvenzverwalters herum zu reißen - mit denselben Mitarbeitern - nur nicht mit dem bisherigen Management. Analog bedeutet das: für die verbleibenden drei plus zwei (...
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    18 mins
  • FC St. Pauli: "Wer 1:0 führt..."
    Apr 19 2026
    Was macht man am besten, um eine uninspirierte und vorhersagbare (gefühlte) Niederlage des FC St. Pauli zu verarbeiten? Man geht am Sonnabend zum Fußball, sich andere Hamburger Klubs beim Abstiegskampf anschauen.Einige von euch waren beim SV Werder und kamen mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Willi und ich schauten beim Altonaer FC von 1893 vorbei - und sahen nicht nur einen Heimsieg, sondern Abstiegskampf, wie er sein sollte, mit Herz und Kraft bis zur letzten Minute - auch die Musik und das Bier im Stadion waren so sehr viel besser, dass wir uns aufgeladen fühlen, wie es einst auch der FC St. Pauli konnte, bevor er Alex Blessins Brausefußball zum Opfer gefallen ist. ;)Chapters0:40 Willkommen bei St. Pauli Pop6:56 Über die 1-0-Falle9:09 Trainer und Taktikfragen13:10 Altona 93 im Fokus18:06 Live aus Altona21:42 Ein Punkt für St. Pauli24:54 Das Spiel gegen Köln31:37 VAR-Diskussion36:50 Nostalgie am Stadion1:03:15 Olympiabewerbung Hamburgs1:05:27 Schlussfolgerungen und AusblickSt. Pauli POP ist ein Hörer:innen finanziertes Angebot. Unterstütze uns mit einem Podcast Bier oder einem Galao in der Schanze - abonniere St. POPhttps://ko-fi.com/stpopWer 1:0 führt - ein Muster:Der FC St. Pauli punktet in 80% der Fälle, in denen er 1:0 in Führung geht - das ist die gute Nachricht. Allerdings gewinnt er nur, wenn er noch ein Tor nachlegt. Und auch dann beginnt im Schnitt ab Minute 64 das Zittern.„Natürlich kann man darüber reden, dass wir nach dem Führungstreffer nicht mehr die Ballzirkulation hatten und nicht mehr in die Räume gekommen sind, um den Ball zu halten und für Entlastung zu sorgen. Trotzdem glaube ich, dass der Matchplan über 90 Minuten gut war“ - Hauke Wahl mit Stockholm SyndromNeuerdings stellen die Boys in Brown das Vorwärtsverteidigen beim 1:0 Null ein, und reden es sich auch noch schön. Dabei zeigen die Spiele gegen Freiburg, Union und nun gegen Köln eindrucksvoll: die Boys können es nicht, ein 1:0 verteidigen.Die 60-Minuten-Marke: Das kritische Fenster ist die Zeit zwischen der 60. und 75. Minute. Hier fallen die meisten Gegentore nach eigener Führung. Wenn Blessin (Trainer) hier nicht durch Wechsel stabilisiert, wird es wackelig.Heimsiege nur nach 2:0 Führung: Gegen Augsburg, Heidenheim, Stuttgart, Werder Bremen und Wolfsburg hieß es am Ende jeweils 2:1.Das Muster: St. Pauli erzielt oft kurz vor der Pause das 1:0 (Saisonschnitt: 44. Minute). Die emotionale Wucht des Stadions trägt sie oft zum 2:0, bevor in der Schlussphase das „große Zittern“ beginnt.Die Anfälligkeit: Trotz der Heimsiege kassiert St. Pauli fast immer ein Gegentor (Schnitt: 64. Minute). Ein „Zu Null“ nach 1:0-Führung ist am Millerntor seltener als ein Fischbrötchen ohne Zwiebeln.Ich steige mit euch klaglos ab, wenn ihr das Herz auf dem Platz lasst und nicht in der Hose!Fazit: St. Pauli kann es nicht; ein 1:0 über die Zeit bringen. Mal hat der Gegner was dagegen, meist aber befällt die Boys in Brown eine merkwürdige Schieterbüxigkeit, die Füße und Köpfe lähmt. Allerdings darf man auf dem Kiez den Trainer nicht infrage stellen, der bekommt vorsorglich einen Persilschein ausgestellt.Nach dem 1:1 vom Freitag bangt ganz Hamburg um den Verbleib in Liga eins.Altona 93 wehrt sich noch …Wie Abstiegskampf erfolgreich betrieben werden kann, zeigt Altona 93 ein paar Kilometer weiter westlich. Gegen den Tabellennachbarn im Keller, den SV Lohne, zeigten die Spieler des ehemaligen FCSP Urgesteins André “Truller” Trulsen eine starke kämpferische Leistung und kamen nach zwei Rückständen zurück, um ganz zum Schluss das 3:2 zu feiern. So geht Abstiegskampf; da können sich die beiden Erstligisten eine Scheibe abschneiden.So spielt ganz Hamburg um den Abstieg mit, nur alle irgendwie anders.FC St. Pauli Fans gegen das IOCIm Gegensatz zur Vereinsführung, die politisch eingezwängt in stadtpolitische Notwendigkeiten vage herumlaviert, legen sich die meisten FC St. Pauli Fanclubs fest. Sie stimmen gegen Olympia in Hamburg.Wir Fanclubs des FC St. Pauli wollen unsere Freiräume erhalten, unsere Läden sollen noch lange bestehen bleiben. Wir wollen uns weiterhin im und rund ums Stadion ausleben, durchdrehen und unser Team anfeuern können. Bezahlbare Wohnungen und der Erhalt von sozialen Einrichtungen im Viertel wie in der gesamten Stadt sind uns wichtig. Keinen Fußbreit dem korrupten und rein profitgierigen IOC! Und wir lassen uns nicht blenden …Diese und andere Hamburg Meldungen findest Du in meinem 2. Projekt: Ring2, dem Hamburg Logbuch. Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe
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    1 hr and 8 mins
  • Von Houtonji nach Madrid
    Apr 10 2026

    Willi und Erik treffen sich in unserer Popcast Küche und - Moment, popcastern 120 Minuten Plus… über Bayern, Union, das beste Fußballalter, unsere Jugend, die Jungprofid in braunweiss, die gegen die gläserne Decke stoßen, und dann haben wir eine Idee für einen widerständigen Sieg gegen den FCB.

    Außerdem in diesem Popcast: (und ja irendwie mäandern wir sogar nach Strande zu Wolfgang Kubicki - schlimm. Über zwei Stunden Labern, Biertrinken und auf Marktwerte starren - öffentlich zu hören sind die 1. 90 Minuten - den Rest gibts in der Mixed Zone ;)

    0:36 Willkommen in Willis Küche

    16:44 Blessin und die Endspielmetapher

    19:29 Hymnen und Popkultur im Fußball

    44:22 Diskussion über Jackson Irvine

    47:43 Marktwerte und Hype-Preise

    1:03:41 Der Wal und seine Geschichte

    1:25:11 Familienbetrieb Podcast



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    1 hr and 26 mins
  • Einfach mal Dazke sagen
    Apr 3 2026
    Ich blogge seit mehr als 20 Jahren, mindestens ein Dutzend davon über den FC St. Pauli. Dieses Blog (und seit nu auch schon 10 Jahren der Podcast) hat viele Spieler und Funktionäre kommen und wieder gehen sehen - mit einigen blieben ein par Anekdoten und ein freundschaftlicher Kontakt.Eine zeitlang habe ich davon geträumt, vom Bloggen leben zu können (hatte dabei aber andere Themen im Sinn als den FCSP; dummerweise ist es ja immer noch irgendwie verpönt, mit seiner Leidenschaft Geld zu verdienen; übrigens ein Grund, warum ich dem Millernton alles erdenklich Gute wünsche bei diesem Unternehmen!).Dieser Post soll all den tollen Menschen gewidmet sein, die diesen Blog durch ihr Abonnement, ihr Sponsoring oder ihre Bierspende unterstützen.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersDiese Publikation wird von ihren Lesern unterstützt. Werde kostenloser oder zahlender Abonnent, um keine Beiträge zu verpassen und meine Arbeit zu unterstützen.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersDas Wort „Feedback“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den zwei Wurzeln„feed“ (nähren, füttern, zuführen) und „back“ (zurück) zusammen. Ursprünglich aus der Kybernetik stammend, bedeutet es wörtlich „Rückkopplung“ oder „Rückmeldung“ und bezeichnet die Rückübermittlung von Informationen an einen Sender. (wikipedia)Ich erinnere mich an unseren ersten “echten” Sponsoren, eine Craftbier Brauerei aus Lüneburg, die durch die Empfehlung eines Hörers auf uns aufmerksam wurde. Das war doppelt toll - und das Bier schmeckte auch sehr lecker. Allerdings sind solche “Deals” die echte Ausnahme; der Löwenanteil der zur Kostendeckung für Mikros, Server und ja auch Podcast-Biere gibt es von vielen Einzelnen - von euch.Björn, Elisabeth, Superpauli, Andreas, Alex, Sven, Carsten, Ralf, Christian, Nadine, B30, Ecki, Uda - ihr seid toll! Ihr kommt aus Hamburg, aus dem schönen Glückstadt, aus Köln und noch weiter weg; wir haben sogar Spender aus der Schweiz, den USA und UK. DAZKE vielmals.Gema-Zuschuss: Wir haben ein paar Mal exklusive Episoden mit Musik aufgenommen, die es heute “nur” noch bei Mixcloud zu hören gibt. Hach, war das toll, Musik in einem POPcast zu haben.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersBiersponsoring, GEMA-Zuschuss oder einfach Soligrüße senden …Abmahn-Soli:Als Blogger steht man immer mit einem Bein in der Abmahnfalle; das ist einfach so - manchmal hast du gar nichts falsch gemacht und entscheidest dich dennoch dafür, eine Strafe zu zahlen. Das nervt und ist teuer. - ABER: bei diesen Gelegenheiten wird die eigene Community schnell sichtbar. Ihr habt meine Abmahngebühren zu einem Großteil mit Solis aufgefangen - das hat mein Herz besonders erwärmt.Server-Soli: seit einiger Zeit hoste ich mit St. Pauli Social eine Mastodon Instanz für unseren Kiez und Freunde des FCSP (melde dich gerne an, ist kostenlos). Auch hier senden mir Mitglieder auf der Plattform einen Soli, sodass knapp 30% der Serverkosten abgedeckt sind.Aktuell gibts auf das Jahresabo 50% Rabatt - und eine limitierte ST. POP Kaffemuck obendrauf.So sieht sie neu aus … hübsch, oder?Wer es lieber einmalig mag, der supporte mich und uns gerne via Ko-Fi.PS so wichtig aktuelle Sponsorinnen sind, so wichtig sind mir auch alle, die ihr Abo aus welchen Gründen auch immer wieder beendet haben - ihr seit natürlich auch toll! Get full access to St. Pauli POP at stpaulipop.substack.com/subscribe
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    26 mins