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By: Psycho-Vision
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Fortbildungen für Psychotherapeuten - wir reden darüber! Jeden Donnerstag eine neue Folge mit News aus der Forschung und Psychotherapie.Psycho-Vision
Episodes
  • Erfahrungsbasiertes Lernen: Die Synergie von Exposition und Verhaltensexperiment in der Therapie
    Jun 18 2026

    In dieser detaillierten Analyse vertiefen wir die Konzepte hinter zwei der wirksamsten Werkzeuge der modernen Verhaltenstherapie: Expositionsübungen und Verhaltensexperimente. Obwohl beide Methoden unter dem Dach des erfahrungsbasierten Lernens stehen, verfolgen sie unterschiedliche Schwerpunkte in der klinischen Praxis.

    Wir beleuchten, wie die klassische Exposition primär auf die Veränderung des emotionalen Erlebens und den Abbau automatisierter Vermeidungsreaktionen abzielt, um die Furchttoleranz der Patienten zu stärken. Im Gegensatz dazu wird das Verhaltensexperiment als die wichtigste beobachtungsbezogene Disputationsmethode vorgestellt, bei der die systematische Überprüfung dysfunktionaler Annahmen im Vordergrund steht – methodisch angelehnt an wissenschaftliche Experimente.

    Ein zentraler Fokus der Analyse liegt auf dem gemeinsamen Wirkmechanismus: der Erwartungs- bzw. Befürchtungswiderlegung (Expectancy Violation). Wir diskutieren, warum kognitive Veränderungen oft erst durch das emotionale Erleben in der Situation „mit dem Herzen“ geglaubt werden und welche Rolle die Rekonsolidierung von Gedächtnisinhalten dabei spielt. Abschließend betrachten wir die prozeduralen Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Ansätze und zeigen auf, warum eine sorgfältige kognitive Vor- und Nachbereitung für den Transfer des Gelernten in den Alltag der Patienten unverzichtbar ist.--------------------------------------------------------------------------------Zitierbare Quelle:

    Hoyer, J., & Niermann, H. C. M. (2021). Expositionsübungen und Verhaltensexperimente: Varianten des erfahrungsbasierten Lernens in der Verhaltenstherapie. Verhaltenstherapie, 31(1), 30–39

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    27 mins
  • Schmerz als Lernchance: Die Kraft der Erwartungsverletzung bei chronischem Rückenschmerz
    Jun 11 2026

    In dieser detaillierten Analyse vertiefen wir die wissenschaftlichen Hintergründe der Podcast-Folge zur modernen Schmerztherapie. Der Fokus liegt auf dem entscheidenden Paradigmenwechsel: weg von der klassischen Schmerzbewältigung hin zur gezielten Exposition in vivo. Wir beleuchten das Fear-Avoidance-Modell und erklären, warum chronischer Schmerz seine biologische Warnfunktion verliert und stattdessen ein Teufelskreis aus Bewegungsangst und körperlicher Schonung entsteht.

    Sie erfahren, warum das Prinzip der Erwartungsverletzung durch Verhaltensexperimente weitaus effektiver ist als die bloße Gewöhnung an den Schmerz. Durch das Testen konkreter „Wenn-Dann-Hypothesen“ lernen Patienten, dass ihre Befürchtungen über eine angebliche Schädlichkeit von Bewegungen nicht eintreffen. Wir diskutieren die aktuelle Studienlage, die belegt, dass dieser konfrontative Ansatz dem herkömmlichen Aktivitätenaufbau bei hochängstlichen Patienten deutlich überlegen ist, und geben Einblicke in den Einsatz diagnostischer Werkzeuge wie der Quebec Back Pain Disability Scale. Diese Analyse bietet Therapeuten fundierte Strategien, um Patienten trotz Schmerz zu einem aktiven und selbstbestimmten Leben zu verhelfen.

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    Zitierbare Quelle: Schemer, L., Riecke, J. & Glombiewski, J. A. (2021). Expositionstherapie bei chronischen Rückenschmerzen: Nicht ohne Verhaltensexperimente. Verhaltenstherapie, 31, 20–28.

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    27 mins
  • "Ich denke, also sage ich vorher": Predictive Processing zur Optimierung von Verhaltensexperimenten bei Depressionen
    May 28 2026

    In dieser Folge unseres Podcasts „PsyFobi“ beschäftigen wir uns mit einer zentralen Herausforderung der kognitiven Verhaltenstherapie: Warum halten depressive Patientinnen und Patienten oft an ihren negativen Überzeugungen fest, obwohl ein Verhaltensexperiment erfolgreich verlaufen ist?


    Wir beleuchten den Mechanismus der kognitiven Immunisierung, bei dem positive Erfahrungen im Nachhinein entwertet werden, um das bestehende Weltbild zu schützen. Auf Basis des neurowissenschaftlichen Modells des Predictive Processing erklären wir, wie das Gehirn aktiv Vorhersagen („Priors“) trifft und wie diese den Prozess des erfahrungsbasierten Lernens steuern.


    Sie erfahren in dieser Episode:

      • Wie „starke Priors“ die Wahrnehmung bei Depressionen verzerren und positive Informationen ausfiltern.
      • Warum die gezielte Auswahl von mittelstarken Erwartungsverletzungen effektiver ist als extrem positive Rückmeldungen.
      • Wie Sie Verhaltensexperimente durch eine detaillierte Vorbesprechung so optimieren, dass Patientinnen und Patienten positive Vorhersagefehler als glaubwürdig und valide wahrnehmen.
      • Weshalb es nicht ausreicht, negative Erwartungen nur abzubauen, sondern wie Sie gezielt den Aufbau neuer positiver Erwartungen fördern können.

    Diese Episode bietet praxisnahe Strategien für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, um die Wirksamkeit therapeutischer Hausaufgaben und Experimente nachhaltig zu steigern.


    Quelle: Kube, T., & Hildebrandt, A. (2021). „Ich denke, also sage ich vorher“: Wie „Predictive Processing“ Modelle den Einsatz von Verhaltensexperimenten bei Depressionen optimieren können. Verhaltenstherapie, 31, 61–69. DOI: 10.1159/000510610

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    26 mins
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