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Produktmanagement Im.puls

Produktmanagement Im.puls

By: Bernadette von Wittern Jonathan von Wittern & Anselm Zebner
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Hier geht es um modernes Produktmanagement, strategisches Wissen für Produktleadership, Transformation zu mehr Marktorientierung, oder kurz: wie Du den nächsten Umsatzbringer kreierst. Dieser Podcast richtet sich an ambitionierte Produktmanager*innen und Führungskräfte, die mit ihrer Arbeit und ihren Produkten mehr Impact für sich, das Unternehmen, die Kunden und Anwender erreichen wollen. Wir sind Bernadette, Jonathan und Anselm und wir sind deine Podcast-Hosts. Das Thema Produktmanagement verbindet uns und wir möchten Führungskräften, Produktmanagern und Produktmanagerinnen in der Industrie dabei unterstützen, nachhaltig erfolgreiche Produkte zu gestalten und auf den Markt zu bringen. Bernadette von Wittern ist Expertin und Trainerin für strategisches Produktmanagement, Jonathan von Wittern für technisches Produktmanagement und agile Produktentstehung im regulierten Umfeld. Gemeinsam bringen sie mit ihrer PRODUCT LOUNGE Produktmanager*innen vorwärts - für mehr Wirksamkeit im Unternehmen und nachhaltig erfolgreiche Produkte. Anselm Zebner ist Gründer der Evolute CX GmbH, der ersten Software, die speziell für Produktmanager*innen in der Industrie entwickelt wird und 30x schnellere Kundenbefragungen ermöglicht.Bernadette von Wittern, Jonathan von Wittern & Anselm Zebner Career Success Economics Management Management & Leadership Marketing Marketing & Sales
Episodes
  • 057: Warum Ziele scheitern und was Produktmanager stattdessen tun sollten
    Jun 30 2026
    Radhika erklärt, dass Zielsysteme wie MBOs und OKRs ihre Wurzeln in der Fabrikarbeit des frühen 20. Jahrhunderts haben und weshalb diese Logik für komplexe Produktarbeit nicht funktioniert. Sie stellt den Mindset-Shift von Zielsetzung zu Puzzle Setting vor: Statt Targets zu verfolgen, formulieren Teams offene Fragen und lösen diese iterativ mit dem OHLA-Framework (Objectives, Hypotheses, Learnings, Adaptations). Am Beispiel einer maritimen Softwareplattform zeigt sie, wie Puzzle-Solving-Wochen mit nur fünf bis acht Kundeninterviews zu echten Durchbrüchen führen – und wie dieser Ansatz auch ohne Executive Buy-in von unten wachsen kann. **Key Takeaways** - **OKRs sind kein neues Framework.** Sie gehen auf Peter Druckers Management by Objectives aus den 1940ern zurück – entwickelt für angelernte Fabrikarbeit, nicht für komplexe Produktentwicklung. Was damals revolutionär war, ist heute ein veraltetes Dogma. - **Ziele erzeugen das falsche Verhalten.** Wenn Teams auf Targets optimieren, werden schlechte Zahlen versteckt statt analysiert. Führungskräfte sind dadurch systematisch die Letzten, die die Wahrheit erfahren. - **Puzzle Setting schafft anderen Fokus.** Statt eines Ziels steht eine offene Frage im Mittelpunkt: Was passiert hier eigentlich, und warum? Das aktiviert Neugier und Eigenverantwortung – statt Druck und Compliance. - **OHLA ersetzt den Zielzyklus durch einen Lernzyklus.** Observe, Hypothesize, Learn, Adapt – das Framework strukturiert Iteration ohne den Umweg über starre Targets und ermöglicht Kurskorrekturen in Echtzeit. - **Fünf bis acht Kundeninterviews in einer fokussierten Woche reichen.** Eine Puzzle-Solving-Woche ist kein Luxus, sondern effizienter als wochenlange Zielplanungs- und Reviewmeetings – mit direktem Lerneffekt für das Team. - **Puzzle Solving ist der menschliche Differentiator gegenüber KI.** Empathie, Kreativität und das Formulieren der richtigen Fragen lassen sich nicht automatisieren. Genau das macht Puzzle Setting zur Kernkompetenz für Produktmanager in der KI-Ära. **Über unseren Gast** Radhika Dutt ist Autorin des Buchs *Radical Product Thinking* und hat damit ein praktikables Framework zur Entwicklung kundenorientierter Produktstrategien geschaffen. Sie ist Unternehmerin, Produktstrategin und Speaker und hat in ihrer Karriere fünf Unternehmensübernahmen begleitet, zwei davon als Gründerin. Heute berät sie unter anderem die Monetary Authority of Singapore und arbeitet mit Organisationen unterschiedlichster Größe, von Startups bis zu multinationalen Konzernen. Ihr Hintergrund ist breit: Sie hat Produkte in Bereichen wie Robotik, Broadcast, Adtech und sogar Wein verantwortet. Ausgebildet wurde sie am MIT in Elektrotechnik – und spricht nebenbei neun Sprachen. Gerade entsteht ihr zweites Buch, über dessen Inhalt wir in dieser Episode sprechen.
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    59 mins
  • 056: Make it Shitty: Warum Produkte durch Enshittification absichtlich schlechter werden und was Produktmanagement dageg
    Jun 16 2026
    Bernadette und Jonathan erklären, was Enshittification bedeutet, und zeigen anhand von drei konkreten Mustern – dem Verfall digitaler Plattformen, Bloatware bei Hardware-Produkten und Feature Creep – wie Mehrwert systematisch vom Nutzer zum Unternehmen verschoben wird. Sie analysieren die drei zentralen Hebel, die dabei zum Einsatz kommen: steigende Wechselkosten, maximale Intransparenz sowie Lock-in-Effekte. Abschließend diskutieren sie, was Produktmanagerinnen und Produktmanager konkret tun können, um diese Entwicklung transparent zu machen und gegenzusteuern. **Key Takeaways** - **Enshittification folgt einem Muster:** Zuerst wird echter Nutzen geboten, um Vertrauen und Nutzerbasis aufzubauen. Dann werden Nutzer instrumentalisiert, um Geschäftskunden anzulocken und schließlich werden auch diese ausgepresst. Am Ende verdient nur noch die Plattform. - **Bloatware verkürzt Produktlebenszyklen künstlich:** Software-Updates machen Hardware mit begrenzten Ressourcen schleichend unbrauchbar, z.B. Smartphones, Smart-TVs und zunehmend auch softwarelastige Autos sind davon betroffen. - **Feature Creep erhöht Kosten ohne proportionalen Nutzen:** Was als exklusive Individualisierung beginnt, wird zum teuren Standard – mit mehr Fehleranfälligkeit, höheren Servicekosten und einem Lock-in, aus dem Kunden kaum mehr herauskommen. - **Drei Hebel treiben Enshittification an:** Hohe Wechselkosten, intransparente Preismodelle und Lock-in-Effekte sorgen dafür, dass Kunden nicht mehr kaufen, weil das Produkt das beste ist, sondern weil sie keine echte Alternative mehr haben. - **Produktmanager können Transparenz schaffen:** Der Hebel liegt nicht in der Entscheidungsgewalt, sondern in der richtigen Wahl von KPIs – Kundenzufriedenheit, Serviceanfragen, Beschwerden – und darin, bei jedem Produktupdate sichtbar zu machen, welchen Nutzen oder Schaden es für den Anwender tatsächlich erzeugt. - **Nachhaltiges Geschäft braucht ausgeglichene Wertverteilung:** Produkte mit echtem Mehrwert, transparenten Preisen und niedrigen Wechselkosten sind kein Widerspruch zu wirtschaftlichem Erfolg – sie sind die stabilere Grundlage dafür. Was denkst du? Eerkennst du Enshittification in Produkten, mit denen du täglich zu tun hast? Schreib uns, wir freuen uns über deine Gedanken und Beispiele. Und wenn du regelmäßig Impulse rund um Produktmanagement bekommen möchtest, trag dich in den **PRODUCT LOUNGE Newsletter** (https://productlounge.net/) ein.
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    47 mins
  • 055: Vom Produktmanager zur Führungskraft: Mindset, Selbstführung und die ersten 100 Tage in der disziplinarischen Führu
    Jun 2 2026
    Bernadette von Wittern spricht mit Jasmin Schweiger, Führungskräfte-Coach und Mentorin, über den Wechsel von der lateralen zur disziplinarischen Führungsrolle. Sie diskutieren, welche typischen Fehler Führungseinsteiger machen, warum Selbstführung der notwendige Ausgangspunkt ist und wie das Modell des „Inneren Führungsteams" dabei helfen kann, das eigene Führungsverständnis zu schärfen. Ergänzend beleuchten sie, wie man mit einem Team aus autonom arbeitenden Produktmanagerinnen und Produktmanagern umgeht, welche Rolle Bedürfnisse im Teamkontext spielen und worauf es in den ersten Wochen in der neuen Rolle wirklich ankommt. **Key Takeaways** - **Der Wechsel zur Führungskraft ist ein echter Rollenbruch.** Die Beziehung zu ehemaligen Kollegen verändert sich strukturell – Nähe und Distanz müssen neu kalibriert werden. Wer zu lange Kollege bleiben will, zahlt später den Preis. - **Führung ist ein eigener Job.** Fachexpertise allein trägt die Führungsrolle nicht. Der zentrale Shift: nicht mehr Probleme selbst lösen, sondern Probleme durch andere lösen – und dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. - **Das Innere Führungsteam als Reflexionswerkzeug.** Das Konzept beschreibt vier Rollen, die jede Führungskraft einnimmt: Unternehmerrolle, Fachexpertenrolle, mitarbeiterorientierte Rolle und die eigene Persönlichkeit als Mensch. Wer diese vier bewusst reflektiert, bekommt Klarheit über das eigene Führungsverständnis. - **Selbstführung beginnt mit Persönlichkeitskenntnis.** Führungsverhalten ist lernbar – Persönlichkeit nicht ablegbar. Wer seine Stressmuster, Motive und Verhaltenspräferenzen kennt, kann seinen Führungsalltag gezielt darum herum bauen. - **Bedürfnisse statt Konflikte managen.** Das SCARF-Modell (Status, Certainty, Autonomy, Relatedness, Fairness) bietet einen praktischen Rahmen, um Teamdynamiken und Widerstände zu verstehen und konstruktiv zu adressieren. - **Drei Fragen für den Start als Teamlead:** Warum arbeiten wir daran? Wie arbeiten wir zusammen? Und: Sehen wir Ergebnisse – und wenn nicht, woran liegt das? **Über den Gast** Jasmin Schweiger ist Mentorin und Ausbilderin für Führungskräfte-Coaches sowie wissenschaftlich fundiertes Leadership. Sie hat einen Master of Science in Wirtschaftspsychologie & Leadership, war selbst Personalleiterin in mittelständischen Unternehmen und begleitet heute Führungskräfte sowie Coaches, die sich auf Führungsthemen spezialisieren. Ihr Ansatz verbindet Erkenntnisse aus der Führungsforschung mit Wirtschaftspraxis und Coaching-Methodik. Sie ist Hochschuldozentin, Business Trainerin und Gründerin der Leadership Coaching Akademie.
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    54 mins
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