• Zu neuem Leben erweckt: Was Politikergedenkstiftungen leisten | mit Dr. Jacqueline Boysen
    May 21 2026
    Welche Rolle spielen Politikergedenkstiftungen für politische Bildung, Erinnerungskultur und demokratische Verständigung? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Dr. Jacqueline Boysen, der hauptamtlichen Geschäftsführerin der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung, über Auftrag, Selbstverständnis und gesellschaftliche Bedeutung dieser besonderen Institutionen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Demokratiegeschichte über politische Persönlichkeiten erzählt werden kann, ohne in Personenkult oder unkritische Heldenverehrung zu verfallen. Das Gespräch beleuchtet, warum biografische Zugänge in der politischen Bildungsarbeit weiterhin wirksam sind und wie sich historische Entwicklungen, politische Entscheidungsprozesse und demokratische Verantwortung über einzelne Personen vermitteln lassen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle von Politikergedenkstiftungen im Umgang mit gesellschaftlicher Polarisierung und wachsendem Misstrauen gegenüber Politik. Diskutiert wird, wie historische Persönlichkeiten als Ausgangspunkt dienen können, um demokratische Institutionen, politische Führung und Kommunikationsstil verständlich zu machen und warum gerade niedrigschwellige, inklusive Zugänge dabei zentral sind. Zugleich geht es um die Herausforderungen demokratischer Erinnerungskultur. Das Gespräch thematisiert den Umgang mit Ambivalenzen und Kontroversen, etwa rund um die CDU Spendenaffäre, sowie die Frage, wie staatlich organisierte Erinnerung zwischen Würdigung, historischer Einordnung und kritischer Aufarbeitung vermittelt. Ergänzend zeigt sich die überparteiliche Ausrichtung der Politikergedenkstiftungen auch in gemeinsamen Projekten, etwa im Berliner Schülerwettbewerb zur politischen Bildung der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung. Ein Gespräch über politische Bildung, historische Narrative und die Frage, wie Demokratiegeschichte im öffentlichen Raum sichtbar und erfahrbar gemacht werden kann.
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    30 mins
  • Was Menschen bewegt: Politische Dialoge in der S-Bahn | mit Kristina Krömer
    May 7 2026
    Wie lässt sich demokratischer Austausch jenseits klassischer Beteiligungsformate neu denken? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Kristina Krömer über das Demokratieprojekt metro_polis, das den öffentlichen Nahverkehr als Ort für gesellschaftliche Begegnung und politischen Dialog nutzt. Im Mittelpunkt steht die Idee, Demokratie als gelebte Praxis im Alltag zu verstehen. Statt formeller Beteiligungsverfahren setzt das Projekt auf spontane Gespräche in der Straßenbahn und knüpft an die Lebensrealitäten der Menschen an. Das Gespräch zeigt, warum gerade diese niedrigschwelligen Formate auch jene erreichen, die sich sonst selten politisch einbringen, und wie unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven miteinander in Austausch kommen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie aus individuellen Erfahrungen kollektive Erkenntnisse entstehen. Die Beiträge der Teilnehmenden werden systematisch erfasst, ausgewertet und so aufbereitet, dass sie als Stimmungs- und Erfahrungsbild in Politik und Verwaltung zurückgespielt werden können. Dabei geht es nicht um einzelne Meinungen, sondern um zugrunde liegende Bedürfnisse und Problemlagen, die in klassischen Beteiligungsformaten oft unsichtbar bleiben. Zugleich wird deutlich, welches Potenzial solche Ansätze für demokratische Verständigung haben. Das Gespräch beleuchtet, wie Dialogfähigkeit im Alltag gestärkt werden kann und wie Verwaltung und Politik von diesen unmittelbaren Einblicken in gesellschaftliche Erfahrungen profitieren können. Ein Gespräch über neue Formen politischer Begegnung, datenbasierte Beteiligung und die Frage, wie Demokratie im Alltag und im institutionellen Kontext zusammenwirken kann.
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    28 mins
  • Wählermärkte im Wandel: Wie stabil ist die politische Mitte? | mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte
    Apr 23 2026
    Wie verändert sich der politische Wettbewerb in einer Zeit wachsender Unsicherheit und steigender Zustimmung für rechtsextreme Parteien? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte über aktuelle Entwicklungen im Wählermarkt und zentrale Thesen seines Buches. Im Mittelpunkt stehen die von Korte beschriebenen vier Ms: Markt, Mitte, Mehrheit und Moderation. Das Gespräch beleuchtet, wie politische Kommunikation und fehlende Gesprächsräume zur Entfremdung zwischen Politik und Gesellschaft beitragen und warum analoge Begegnungen für demokratische Verständigung weiterhin zentral sind. Ein weiterer Fokus liegt auf der Rolle der politischen Mitte. Diskutiert wird, warum sie trotz zugespitzter Konflikte stabil bleibt, gleichzeitig aber zu wenig adressiert wird und stärker über Zukunftsangebote mobilisiert werden müsste. Dabei geht es auch um die Frage, wie Parteien auf Unzufriedenheit reagieren und welche Erwartungen Wählerinnen und Wähler an Problemlösungen im Alltag haben. Ebenfalls richtet sich der Blick auf politische Entscheidungsfähigkeit unter Bedingungen wachsender Komplexität. Das Gespräch zeigt, warum Mehrheiten aktiv hergestellt werden müssen, welche Rolle Verlässlichkeit für demokratisches Vertrauen spielt und wie politische Führung zwischen Zumutung und Sicherheit vermitteln kann. Ein Gespräch über die Logik moderner Wählermärkte und die Frage, wie Demokratie unter Druck handlungsfähig bleibt.
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    34 mins
  • Koalitionen am Limit? Flexible Mehrheiten in der Demokratie | mit Prof. Dr. Christian Stecker
    Apr 9 2026
    Starre Koalitionen prägen die parlamentarische Demokratie in Deutschland seit Jahrzehnten. Doch passt dieses Modell noch zu einem zunehmend fragmentierten und pluralisierten Parteiensystem? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Prof. Dr. Christian Stecker über sein neues Buch und die Idee flexibler Mehrheiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische Entscheidungen jenseits fester Koalitionslogiken organisiert werden können. Statt vorab festgelegter Mehrheiten plädiert Stecker für themenbezogene Kooperationen im Parlament, die sich an konkreten politischen Streitfragen orientieren. Das Gespräch beleuchtet, warum der klassische Koalitionszwang zunehmend unter Druck gerät und welche Folgen dies für Parteien, Programme und politische Kompromisse hat. Ein weiterer Fokus liegt auf den demokratietheoretischen Implikationen. Diskutiert wird, inwiefern flexible Mehrheiten zu einer stärkeren Repräsentation gesellschaftlicher Vielfalt beitragen können, aber auch, welche Herausforderungen sie für politische Verantwortung, Verständlichkeit und Stabilität mit sich bringen. Dabei geht es auch um den Umgang mit Parteien an den politischen Rändern und die Frage, welche Rolle Brandmauern in einem solchen System spielen. Ein Gespräch über neue Formen des Regierens, veränderte Konfliktlinien und die Zukunft parlamentarischer Demokratie.
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    39 mins
  • Belastung oder Entlastung: Was bringt der digitale Sozialstaat? | mit Prof. Dr. Tanja Klenk
    Mar 26 2026
    Digitalisierung und Bürokratieabbau zählen zu den regelmäßigen politischen Versprechen. Doch was ist damit eigentlich konkret gemeint und wie wirkt es auf sozialstaatliche Leistungserfüllung? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der Verwaltungswissenschaftlerin Prof. Dr. Tanja Klenk über Ambivalenzen eines sogenannten Magic Concepts. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum so viele Menschen sozialstaatliche Leistungen erst gar nicht in Anspruch nehmen, obwohl sie ihnen zustehen. Das Phänomen des Non-Take-Up verweist auf strukturelle Hürden, die auch durch digitale Zugänge nicht automatisch verschwinden, sondern oft sogar gegenteiliges bewirken. Das Gespräch beleuchtet, wie Administrative Burdens den Zugang zu Leistungen prägen und wie Informationsdefizite, Verfahrenskomplexität und persönliche Frustration zur Nicht-Inanspruchnahme beitragen. Dabei wird deutlich, dass Digitalisierung kein Allheilmittel ist, sondern neue Ungleichheiten schafft. Ein Gespräch über politische Versprechen, soziale Teilhabe und die Frage, wie Verwaltungserfahrungen das Vertrauen in Staat und Demokratie prägen.
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    33 mins
  • Breaking oder Briefing: Quo vadis Politikjournalismus? | mit Michael Bröcker
    Mar 12 2026
    Wie verändert der digitale Medienwandel die politische Berichterstattung und mediale Öffentlichkeit? Was kann politischer Journalismus im Zeitalter der Jederzeit- und Überallmedien noch beitragen? In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit dem Journalisten Michael Bröcker über strukturellen Medienwandel. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich politische Information verändert hat, klassische Printformate an Reichweite verlieren und neue Formate wie Newsletter, Briefings und digitale Abonnements hinzugekommen sind. Gemeinsam diskutieren sie, warum gerade kompakte Hintergrundformate für politische Entscheiderinnen und Entscheider immer wichtiger werden, wie journalistische Einordnung im digitalen Informationsüberfluss funktionieren kann und welche neuen Geschäftsmodelle im politischen Journalismus entstehen. Dabei geht es auch um die veränderten Arbeitsweisen von Redaktionen, den Einfluss sozialer Medien auf politische Kommunikation und die Frage, inwieweit sich politische Öffentlichkeit fragmentiert hat. Ein Gespräch über journalistische Verantwortung und Orientierung in einer immer komplexeren Informationswelt.
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    30 mins
  • Nachwuchs der Macht: die Jugendorganisationen politischer Parteien | mit Dr. Anna-Sophie Heinze
    Feb 19 2026
    Jugendorganisationen sind keine Anhängsel ihrer Mutterparteien, sondern zentrale Orte politischer Sozialisation, Rekrutierung und strategischer Positionierung. In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Anna-Sophie Heinze von der Universität Trier über die Funktionen, Dynamiken und politischen Wirkungen parteinaher Jugendorganisationen. Im Mittelpunkt stehen sie als Rekrutierungs- und Revitalisierungsorte für das politische Spitzenpersonal und Parteien in Zeiten sinkender Mitgliedszahlen. Inwiefern setzen sie eigenständige Akzente und treten ideologisch radikaler auf als ihre Mutterparteien? Was sind die professionellen Karriereanreize, soziale Motivationen und politische Überzeugungen junger Mitglieder? Ein besonderer Fokus im Gespräch liegt auf rechtsextremen Jugendorganisationen und der Jungen Alternative bzw. neu gegründeten Generation Deutschland. Dazu wird der Blick auf Geschlechterverhältnisse, Professionalisierung und internationale Vergleichsfälle gerichtet. Ein Gespräch über politische Sozialisation, demokratische Nachwuchsförderung und die Bedeutung junger Parteiorganisationen für die Zukunft des Parteiensystems.
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    36 mins
  • Kirche und Macht: wie politisch ist die Religion? | mit Nora Bossong
    Feb 5 2026
    Religion ist immer auch politisch. Sie prägt Fragen von Autorität, Legitimität und Gesellschaftsordnung. In dieser Folge des Politischen Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit der preisgekrönten Schriftstellerin und Essayistin Nora Bossong über den politischen Einfluss religiöser Deutungen in Vergangenheit und Gegenwart. Ausgehend von Bossongs theologischer Ausbildung und ihrer literarischen Arbeit diskutieren die beiden, warum religiöse Narrative im politischen Raum wieder an Bedeutung gewinnen und wie Kirche als Institution historisch wie heute in politische Strukturen eingebunden ist. Im Zentrum stehen dabei auch innerkirchliche Hierarchien und geschlechtsspezifische Ausschlüsse, die bis heute fortwirken. Der Blick richtet sich zudem auf internationale Entwicklungen, etwa den wachsenden Einfluss religiöser Akteure in der US-amerikanischen Politik, sowie auf die Frage, wie Religion als identitätsstiftende Ressource politisch mobilisiert wird. In Bezug auf Bossongs Roman Reichskanzlerplatz sprechen Schwanholz und Bossong außerdem über die Rolle der Kirche im Nationalsozialismus und über ihre Verantwortung in der Gegenwart. Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtsextremer Kräfte diskutieren sie, welche Lehren aus der Geschichte zu ziehen sind und welche Verantwortung religiöse Akteure heute tragen. Ein Gespräch über Religion als politische Ressource, historische Kontinuitäten und die Frage, wie demokratische Gesellschaften mit Glauben, Macht und Erinnerung umgehen.
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    36 mins