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Less Of The Same X GGK

Less Of The Same X GGK

By: GGK Group
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DIE ZUKUNFT DES MARKETINGS? LESS OF THE SAME. Wir verbringen einen Großteil unseres Lebens online. Und doch ist das Internet kein inspirierender Ort mehr. Algorithmen, Feeds, Suchmaschinen und KI liefern uns vor allem eines: mehr vom Selben. Gleiche Meinungen, gleiche Ästhetiken, gleiche Narrative. Wir kuratieren uns unsere eigene Welt und verlieren dabei den Kontakt zu dem, was außerhalb unserer Blase liegt. Menschen werden zu Inseln. Marken auch. Dieser Podcast setzt genau hier an. Er seziert die Verinselung von Menschen, Medien und Marketing und stellt eine unbequeme Diagnose: Marketing ist effizienter geworden, aber auch mutloser, glatter, austauschbarer. KI, Creator-Economy und UGC-Ästhetik verstärken diesen Effekt. Alles wird mehr, aber kaum etwas wird anders. Sea of Sameness. „Less of the Same“ ist ein Denkraum für Marketer:innen, Kreative, Unternehmer:innen und alle, die Kommunikation nicht als Content-Produktion, sondern als kulturelle Aufgabe verstehen. Es geht um neue Fragen statt alter Briefings. Um Denken in Problemen statt in Kanälen. Um Inspiration jenseits von Feeds. Um das Fremde, das Reibende, das Herausfordernde. Der Podcast verbindet Marketing, Kreativität, Gesellschaft und Technologie und fragt: Wie erreichen wir Menschen wirklich, wenn klassische Werbung verpufft und digitale Kampagnen selten über den Screen hinaus wirken? Welche Rolle kann und soll KI spielen, ohne alles weiter zu nivellieren? Und was passiert, wenn wir wieder anfangen, uns gegenseitig etwas zuzumuten? Less of the Same ist kein Wohlfühlformat. Es ist eine Einladung, Routinen zu hinterfragen, Codes zu brechen, sich mit anderen Perspektiven zu konfrontieren und Marketing wieder als das zu begreifen, was es im Kern ist: ein Mittel, Menschen zu bewegen, nicht zu überreden. Eine interessante Randnotiz zum Schluss: Studien zeigen, dass überraschende Reize und kognitive Irritation messbar stärker im Gedächtnis bleiben als perfekt vertraute Inhalte, genau das Gegenteil dessen, was algorithmische Optimierung heute bevorzugt.https://www.loweggk.at/impressum/ Art Economics Marketing Marketing & Sales
Episodes
  • #11/8: Tune out the Noise
    Sep 22 2026
    David Mayer-Heinisch hat Froots 2020 in Wien gegründet, um Vermögensverwaltung aus der Nische der Vermögenden zu holen. In dieser Folge von „Less of the Same“ sitzt er Helmut Stekl gegenüber, der ihm statt Fragen eine Sammlung von Zitaten mitgebracht hat. Heraus kommt ein Gespräch über Aufmerksamkeit, Zeit und Urteilsvermögen – und darüber, was von allen dreien übrig bleibt, wenn Maschinen die Antworten liefern. Am Anfang steht die Sea of Sameness, übersetzt in die Sprache des Kapitalmarkts. Jede Nachricht, jeder Tweet ist Sekunden später im Preis. Die Welt macht kurzfristige Wetten auf langfristige Ergebnisse, obwohl sich unternehmerische Entscheidungen erst nach Jahren manifestieren. Vor zwanzig, dreißig Jahren lag die durchschnittliche Haltedauer einer Aktie bei sieben Jahren, heute sind es Monate. Was froots dagegensetzt, heißt Tune out the noise: herausfiltern, was langfristig entscheidend ist. Spannend wird es dort, wo er die Grenze der Maschine zieht. KI nehme dem Menschen genau die Arbeit ab, in der er keinen Mehrwert hat – bleibt die Aufgabe, herauszudestillieren, wo er einen hat. Der Computer sei die Summe dessen, was er da draußen findet, und könne deshalb nur more of the same liefern; die großen Richtungswechsel erkenne er nicht. Sein Bild dafür: Man arbeitet mit dem Computer, aber gegen ihn, und sucht systematisch seine toten Winkel. Dass Abweichung kein Stilmittel ist, sondern Geschäftsgrundlage, führt er ruhig aus. Wer alles macht wie alle, kann per Definition keine Outperformance haben. Der Vorteil liege aber nicht darin, die Zukunft besser zu kennen, sondern darin, die immer gleichen menschlichen Fehler zu erkennen: Wir vergessen, dass alles zyklisch ist. Wir schreiben gute wie schlechte Jahre einfach fort. In der Euphorie vergessen wir die Risiken, im Pessimismus die Chancen. Beim Stichwort data rich but insight poor wird das Gespräch selbstkritisch. Bei froots werde jede vergangene Entscheidung daraufhin geprüft, ob sie aus den richtigen oder den falschen Gründen gut ausgegangen ist. Das mache bescheiden, weil man Gewinne oft einer Logik zuschreibt, die gar nicht die Grundlage war. Wer 55 Prozent richtig liegt, hat bereits einen riesigen Vorteil. Wichtiger als die Menge der Entscheidungen sei ohnehin ihre Flughöhe: lieber zwei richtige im Jahr als hundert beliebige. Zur Verinselung, die wir Islandification nennen, hat er eine differenzierte Position. Ja, Unternehmen sind sehr gut darin geworden, zu liefern, was die meisten wollen: Die ersten zehn Sekunden müssen ziehen, der Rest verschwindet im Brei. Was dabei herausfällt, ist das Überraschende, das Geniale. Gleichzeitig beobachtet er, dass Menschen, die zwanzig Jahre alles selbst gemacht haben, genau dann wieder einen Menschen suchen, wenn es sich nach viel Geld anfühlt oder die Märkte schwanken. Beim Thema Europa wird er deutlich und optimistisch zugleich. Wir haben lange über unsere Verhältnisse gelebt, und alte Institutionen werden mit jedem Jahrzehnt unbeweglicher – aber das Fundament sei da, es brauche nur den Mut, ein paar heilige Kühe zu schlachten. Ähnlich bei der KI-Blase: Die eingepreisten Erwartungen seien erstaunlich hoch, die entfesselte Innovationswelle aber real, und wer am Ende monetarisiert, wisse heute niemand. Am Ende steht die Frage, die dem Podcast seinen Namen gibt. Wer oberflächlich fragt, produziert nur schneller mehr vom Falschen. Deshalb hinterfragen sie bei froots regelmäßig die eigenen Fragen, tauschen einzelne aus und testen, ob das Gesamtkonstrukt besser funktioniert. Und deshalb plädiert er für etwas ausgesprochen Unmodisches: Langeweile. U- Bahn ohne Handy, Berge ohne Kopfhörer, drei Stunden, ein Blatt Papier, ein Glas Wasser. Weniger Tempo, mehr Nachdenken: echtes Less of the Same.
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    1 hr and 20 mins
  • #10/8: Wirkung statt Reichweite
    Sep 1 2026
    Nicole Schlögl-Slavik verantwortet bei der Österreichischen Post die Bereiche Brief, Werbepost, Zeitungen und B2B-Kommunikation – also genau jene Produkte, die viele längst abgeschrieben haben. In dieser Folge von „Less of the Same“ spricht sie mit Charlotte darüber, was Relevanz konkret bedeutet, wenn man das Medium verantwortet, das gegen den Trend steht. Ihre Definition ist unbequem einfach: Relevanz ist eine Frage der Wirkung, und Wirkung lässt sich nur beurteilen, wenn vorher klar war, welches Ziel erreicht werden sollte. Damit ist Relevanz nichts Allgemeingültiges, sondern eine Rechnung, die jedes Mal neu aufgemacht werden muss – einmal bei der Versenderin, die Umsatz braucht, und einmal bei der Empfängerin, die etwas lesen will, das sie betrifft. Wie man erkennt, ob etwas ankommt und nicht bloß zugestellt wurde, zeigt sie am Beweis durch Verzicht: Immer wieder versuchen Versenderinnen, das physische Medium durch digitale Werbung zu ersetzen. Wenn danach Frequenz und Umsatz zurückgehen, ist das die Bestätigung, die keine Klickzahl liefert. Bei Briefen liegt der Fall anders, weil dort Vertrauen und Verbindlichkeit transportiert werden – und weil nicht alle Empfängerinnen digital affin sind. Ein wiederkehrendes Motiv des Gesprächs ist der Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität. Effizienz ist der Weg, Effektivität der Effekt – und weil sich das eine leichter messen lässt als das andere, verschiebt sich die Aufmerksamkeit fast automatisch. Reichweite bringt Klicks, sagt Schlögl-Slavik, aber Klicks bringen nicht zwingend loyale Kundinnen und höhere Warenkörbe. Wie wenige Unternehmen überhaupt Markenerinnerung messen, ist für sie ein Symptom davon. Beim Thema Kreativität räumt sie mit einem Missverständnis auf. In einem Konzern mit gewachsenen Prozessen zeigt sich Kreativität nicht in großen neuen Apps, sondern darin, Konventionen zu brechen, die niemand angreifen wollte. Ihr Beispiel: das Produkt, das bewusst langsamer ist, weil Verlässlichkeit und Flächendeckung wichtiger geworden sind als Geschwindigkeit. Von außen unspektakulär, intern ein großer Schritt – und für sie der Beweis, dass Kreativität die Basis echter Effizienz ist, nicht deren Gegenteil. Besonders spannend wird es beim Haptischen. Was im Kopf passiert, wenn man etwas in Händen hält, lässt sich digital nicht nachbauen: Multisensorik erzeugt Vertrauen und Wertschätzung auf einer anderen Ebene. Gleichzeitig warnt sie davor, das gegeneinander auszuspielen. Verändert hat sich ohnehin nicht das Medium, sondern die Umgebung: In ihrer Jugend waren es rund 2.500 Werbeeindrücke pro Tag, heute sind es über 10.000. Der Briefkasten ist schlicht leerer als das Postfach – und was dort liegt, wird zumindest aktiv in die Hand genommen. Für den Markenaufbau plädiert sie deshalb nicht für ein Entweder-oder, sondern für eine bessere Frage: nicht, wie viele Kanäle sich abdecken lassen, sondern welcher Kanal aus der Masse heraussticht. Das sei eine Frage des Mutes, des Budgets und der Ziele. Dass ausgerechnet digitale Marken wie Netflix und Apple wieder groß in Print und Out of Home gehen, passt für sie ins Bild – ebenso wie der Fall Nike, bei dem der Schwenk ins rein Digitale kurzfristig funktionierte und langfristig Kundinnen an Wettbewerber kostete. Am Ende bleibt ein Gedanke, der weit über die Post hinausgeht: Was heute wirklich catcht, ist Orientierung. Ein Hotelkatalog, der die Entscheidung abnimmt, statt zwanzig Tabs zu öffnen. Menschen, die auf einer Bühne ihre Geschichte erzählen. Schlögl-Slavik sagt von sich, sie schwimme gern gegen den Trend – während alle über KI sprechen, lobt sie den Brief. Weniger Gleichförmigkeit, mehr Haltung, mehr Wirkung: echtes Less of the Same.
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    40 mins
  • #9/8: Mut statt Kompromiss
    Aug 18 2026
    Susanne Franz arbeitet seit Jahrzehnten an Marken, die fast jeder kennt: SEAT, Audi, VW, Alfa Romeo. In dieser Folge von „Less of the Same“ spricht sie mit Charlotte über eine Branche mitten im Umbruch – und über die Frage, wie Marketing heute überhaupt noch Menschen berühren kann. Es geht um das Spannungsfeld zwischen Tradition und Transformation, zwischen globaler Marke und lokalen Communities, zwischen Millionenbudgets und einem Korsett, das enger geworden ist. Am Anfang steht die Frage, was eine Marke ikonisch macht. Für Franz ist Ikonizität nichts, was man sich vornimmt. Sie entsteht, wenn eine Marke über einen langen Zeitraum Bestandteil im Leben vieler Menschen wird, wenn sie Menschen emotional bewegt und unverkennbar bleibt. Einmal Ikone, immer Ikone, sagt sie – aber Museen sind voller Ikonen, die im Alltag längst nicht mehr stattfinden. Genau daraus ergibt sich die eigentliche Aufgabe: das, was eine Marke ist, zukunftsfähig machen, ohne ihre Herkunft zu verlieren. Transformation ist dabei kein Buzzword und schon lange kein strategisches PowerPoint mehr. Sie beschreibt sie als täglichen Prozess, ausgelöst von geopolitischen Verschiebungen, neuen gesellschaftlichen Strukturen und einem Konsumverhalten, das sich von den Millennials zur Gen Z komplett neu geordnet hat. Ihr Rezept ist unspektakulär und deswegen glaubwürdig: zuhören, hingucken, sich anpassen, viele Menschen mitnehmen, Rückschritte akzeptieren. Und aktiv sein, weil die Werkzeuge längst da sind. Ein spannender Teil des Gesprächs dreht sich um Algorithmen und Selbstbestimmung. Franz widerspricht der bequemen Diagnose, die Bubble sei uns passiert: Man kann den digitalen Footprint aufräumen, den Algorithmus mit Neugier austricksen, in andere Themen hineinnerden. Sie erzählt auch, wie schnell das in die andere Richtung funktioniert – als sie aus Recherchegründen in einen Size-Zero-Algorithmus geriet und von der Flut an Inhalten überrascht wurde. Gleichzeitig hält sie fest, dass die Sea of Sameness im aktuellen Verdrängungswettbewerb funktioniert, und dass Less of the Same eher ein Berufsethos ist als ein Naturgesetz. Besonders aufschlussreich ist ihr eigenes Beispiel zur Zielgruppendefinition: Obwohl sie beruflich und privat unzähligen Automobilmarken folgt, wird ihr kaum Automobilwerbung ausgespielt. Nicht der Algorithmus entscheidet das allein, sondern Häkchen, Rahmen und Budgets. Ein High Potential, das in der eigenen Welt kommerziell nicht stattfindet. Beim Thema Mut wird sie präzise. Budgets sind endlich, neue Wege müssen definiert und begründet werden, und Mut nur um des Mutes willen kann sehr teuer werden. Der Mut sei da, sagt sie, es gebe nur zu wenige echte neue Wege – und Ideen würden im Prozess weichgespült, durch Gremien, Kompromisse und ein juristisches Korsett, das Innovation schwerer macht als vor fünfzehn Jahren. Was hilft: Leadership, das Teams einlädt, zu überraschen, und Ideen nicht in der Schublade parkt. Beim Streitpunkt Markenführung positioniert sie sich klar. Marke ist für sie die Gesamtheit aller Erlebnisse, und das größte Erlebnis ist das Produkterlebnis, nicht die Kommunikation. Kommunikation ist das Ergebnis guter Markenführung. Auch die Frage nach dem wichtigsten Kanal lässt sie nicht stehen: Man geht dorthin, wo der Kunde ist – manchmal ist das nach wie vor TV. Am Ende bleibt ein Gespräch über Fehler, Ungewissheit und Verantwortung: über den Ausstieg ohne Anschlussvertrag, über Spanien ohne Spanisch, über die Haltung, keine Angst zu verlieren, aber mehr Lust zu gewinnen. Und über den Wunsch, dass wieder Raum entsteht für den halben Schritt über die Kante. Weniger Gleichförmigkeit, mehr Mut, mehr Neugier: echtes Less of the Same.
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    34 mins
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