Weiterführende Links & Infos von fussballnationalmannschaft.net 👉 [Alles zur Boykott-Diskussion](https://www.fussballnationalmannschaft.net/fussball-wm-2026/wm-2026-boykott) Die Diskussion um einen möglichen Boykott der Fußball-WM 2026 entzündet sich an verschiedenen geopolitischen, gesellschaftlichen und logistischen Entwicklungen rund um den Hauptgastgeber USA unter Präsident Donald Trump. Gründe und Ursachen für die Boykott-Debatte: • Geopolitische Aggressionen: Trumps Drohungen, Grönland einzunehmen oder den Co-Gastgeber Kanada zu annektieren, sowie fortwährende Angriffe auf demokratische Strukturen sorgen international für Empörung. • Polizeigewalt und Sicherheitsbedenken: Tödliche Schüsse und gewaltsame Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE haben weltweit Proteste ausgelöst. Das Auswärtige Amt mahnt Fans bereits zu erhöhter Vorsicht und Ex-FIFA-Chef Sepp Blatter rät sogar komplett von einer Reise in die USA ab. • Diskriminierung und Einreiseverbote: Es gibt große Bedenken, dass willkürliche Einreisebestimmungen der USA Fans und Teams bestimmter Nationen (wie etwa aus dem Iran oder Senegal) ausschließen oder schikanieren könnten. • Propaganda-Gefahr: Kritiker befürchten eine politische Instrumentalisierung des Turniers. Besonders die Überreichung des FIFA-Friedenspreises an Donald Trump durch FIFA-Präsident Gianni Infantino wird als reine "Propagandashow" gewertet. • Kommerz und Klima: Die Aufstockung auf 48 Teams bedeutet gigantische Reisebelastungen, einen enormen CO2-Fußabdruck und Ticketpreise, die für normale Fans kaum bezahlbar sind. Wie der Fußball mit der Situation umgehen sollte (und aktuell umgeht): Der Umgang mit diesen Problemen spaltet die Fußballwelt tief, weshalb verschiedene Handlungsansätze diskutiert werden: • Fokus auf den Sport: Spieler wie Kapitän Joshua Kimmich, Sportdirektor Rudi Völler und Bayern-Vorstand Max Eberl wollen sich politisch zurückhalten, einfach "Fußball spielen" und ein erneutes Fiasko wie bei der WM 2022 in Katar (Stichwort: "One-Love-Binde") vermeiden. Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Chef Hans-Joachim Watzke weisen die Boykott-Forderungen strikt zurück und halten sie derzeit für "völlig verfehlt". • Klare politische Kante zeigen: DFB-Vizepräsident Oke Göttlich ist der Gegenpol im DFB. Er fordert eine ehrliche Debatte über die Grenzen des Sports und rät offen dazu, die WM aufgrund der Zustände in den USA zu boykottieren ("nicht hinfahren"). • Alternativen zum Total-Boykott nutzen: Da ein sportlicher Boykott durch die Nationalmannschaft drakonische FIFA-Strafen nach sich ziehen würde – etwa den Ausschluss von künftigen Weltmeisterschaften und massive finanzielle Einbußen – gelten andere Maßnahmen als realistischer. Diskutiert wird ein diplomatischer Boykott (keine Regierungsvertreter auf der Tribüne), sichtbare Proteste der Spieler vor Ort oder ein TV-Boykott durch die Fans, um den wirtschaftlichen Wert des Turniers zu senken.
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