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Hilfe Trauma!

Hilfe Trauma!

By: Alexandra Schmidt-Wenzel Fachhochschule Potsdam
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About this listen

Zu wenig Zeit zum Lesen, aber viele Fragen zum Thema Trauma in Kindheit und Jugend? Dann ist dieser Podcast genau das Richtige für dich! Wir tauchen tief in die Welt der Traumapädagogik ein, beleuchten Problemfelder und Lösungswege und zeigen, wie pädagogische Beziehungen als heilender Anker dienen können. Denn trotz aller Schwere gibt es Wege, sich einander feinfühlig anzunähern und Kindern durch korrigierende Erfahrungen einen Neustart zu ermöglichen. Praxisnah, fundiert und mit viel Herz – hör rein und lerne, wie du junge Menschen auf ihrem Weg unterstützen kannst!Alexandra Schmidt-Wenzel, Fachhochschule Potsdam Science Social Sciences
Episodes
  • Folge 12 mit Anne Waterstraat
    Jan 26 2026

    Der Kinderbeistand als Schutzschirm für Kinder imTrennungskonflikt der Eltern - Das österreichische Vorbild wird in Deutschland in einem besonderen Pilotprojekt erprobt

    Kinderbeistand, Trennung, Scheidung, Trennungstrauma, Erziehungs- und Familienberatung, Familiengericht, Verfahrensbeistand, Kindeswohlgefährdung

    In der zwölften Episode unseres Podcasts – dem Finale unserer ersten Staffel – knüpfen wir an die vorherige Folge zum Thema Trennung an. Zu Gast ist Anne Waterstraat, Expertin in der Beratung hochstrittiger Eltern im Trennungskonflikt. Als Psychologische Beraterin verfügt sie über langjährige Praxiserfahrung, hat wissenschaftlich zu diesem Themenfeld geforscht und veröffentlicht und ist als Dozentin am Evangelischen Zentralinstitut für Familienberatung tätig.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs steht das Modell des Kinderbeistandes, an dessen Umsetzung in einem Pilotprojekt Anne Waterstraat maßgeblich beteiligt ist. Das von Helmuth Figdor entwickelte Konzept wird derzeit aus Österreich in die Erziehungs- und Familienberatungsstellen übertragen, sodass sich aktuell auch in Berlin erste Berater:innen zu Kinderbeiständen ausbilden lassen können.

    Wir sprechen darüber, wie Kinderbeistände Kindern im hoch eskalierten Trennungskonflikt eine eigene Stimme geben und sie vor Loyalitätsdruck und innerer Spaltung schützen können. Thematisiert wird auch die große Hilflosigkeit von Fachkräften, wenn Eltern einander nur noch alsGegner:innen wahrnehmen und die Bedürfnisse ihrer Kinder aus den Augen verlieren. Wo fachliche Appelle oft nicht mehr greifen, kann das Hören der individuellen Botschaft des eigenen Kindes jedoch neue Bewegung ermöglichen – und vielleicht doch noch einen Ausweg eröffnen.

    Zur Vertiefung:

    https://www.ezi-berlin.de/ueber-uns/team-der-dozentinnen/anne-waterstraat

    Waterstraat, A. (2022). "Es ist alles ein großes Dilemma." Hochkonflikthafte Trennungsfamilien - ein komplexes Phänomen (Teil I). In: EKFuL (Hrsg.): Fokus Beratung, Heft 38, S. 37-48.

    Waterstraat, A. (2022).“Es ist alles ein großes Dilemma." Hochkonflikthafte Trennungsfamilien - ein komplexes Phänomen (Teil II). In: EKFuL (Hrsg.): Fokus Beratung, Heft 39, S. 44-55.

    Waterstraat, A. (2022). Vom Blick aufs Kind zur Stimme des Kindes. DerKinderbeistand als Unterstützung und Sprachrohr im familiengerichtlichen Verfahren. In: Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe (ZKJ), Heft 9/10, 2022, S. 327-333.

    Waaterstaat, A. (2024). Das österreichische Konzept der Kinderbeistandschaft: Wie Kinder in Trennungskonflikten der Eltern wirklich eine Stimme bekommen. In: Trialog, Heft 24, S. 27-30.

    Figdor, Helmuth (2012): Patient Scheidungsfamilie. Ein Ratgeber für professionelle Helfer. Psychosozial-Verlag: Gießen


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    1 hr and 5 mins
  • Folge 11 mit Helmuth Figdor: Das Trauma der Trennung und verantwortete Schuld
    Dec 22 2025

    Trennung, Scheidung, Pflegekinder, Trennungstrauma, verantwortete Schuld, Erziehungsberatung, ADHS, Psychoanalytische Pädagogik


    In der elften Episode unseres Podcasts unternehmen wir eine assoziative Reise in die Psychoanalytische Pädagogik, insbesondere hinsichtlich Trennung und Trauma:Helmuth Figdor, Erziehungswissenschaftler, Psychoanalytiker und Kinderanalytiker gibt berührende Einblicke in seine Berufsbiografie, in deren Zentrum die Unterstützung von Familien im Kontext von Trennung und Scheidung liegt.

    Unser Gast erzählt, wie er als Promovend überhaupt zu diesem Thema kam, wie er dabei das Trennungskind in sich selbst entdeckte und was Trennungen für Kinder bedeuten, nämlich einen Zusammenbruch aller bisheriger Kontinuität. In diesem Zusammenhang erläutert Helmuth Figdor das Konzept der Verantworteten Schuld, welches geeignet scheint, die innere Not der Kinder zu verstehen und sichtbar zu machen. Denn darin liegt die wesentliche Voraussetzung für die Verarbeitung eines solch gravierenden Lebenseinschnittes, so dass Eltern hier erfahren, wie sie ihre Kinder gut begleiten können.

    Auch Pflegekinder sind mit der Erfahrung von Trennung konfrontiert, und zwar der von den leiblichen Eltern, in der Regel zum Schutz des Kindeswohls. Unser Gespräch verdeutlicht, dass auch diese Trennungserfahrung trotz bester Absichten potenziell traumatisierend sein kann und wie das Konzept der Verantworteten Schuld auch hier Haltungen verändert. Denn nicht selten führt die unbewusste Trennungswut der Kinder zu schweren Konflikten innerhalb der Pflegefamilien, die unverstanden zerstörerisch wirken und die Gefahr des Scheiterns und weiterer Traumatisierung in sich tragen.

    Schließlich teilt Helmuth Figdor mit uns noch seinen ganz persönlichen Blick auf die Diagnose ADHS und was daran so verführerisch erscheint.

    Zur Vertiefung:

    Figdor, Helmuth (2012): PatientScheidungsfamilie. Ein Ratgeber für professionelle Helfer. Psychosozial-Verlag:Gießen

    Figdor, Helmuth (2017): ADHS-Eine fatale Verführung

    https://www.app-wien.at/images/doku/Figdor2017ADHS.pdf

    https://www.app-wien.at/images/doku/hfigdor-publikationslistestandsept2018.docx

    https://www.app-wien.at/


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    1 hr and 17 mins
  • Folge 10 mit Marianne Rauwald: Transgenerative Weitergabe von Trauma im Kontext von Flucht und Migration
    Nov 17 2025

    Transmission, Transgenerative Weitergabe von Trauma, Sequenzielle Traumatisierung, Psychoedukation, Parentifizierung, Ehrenamt, Care for Caregivers, Sekundäre Traumatisierung

    In der zehnten Episode unseres Podcasts haben wir mit Marianne Rauwald eine Expertin zu Gast, die als Psychologische Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin seit vielen Jahren Menschen mit komplexen Traumatisierungen begleitet und behandelt.

    Dabei gibt sie berührende Einblicke in die zerstörerischen Folgen von Traumatisierung und die Möglichkeiten heilsamer Begegnungen. Im Gespräch erfahren wir, wie wichtig Präsenz und Offenheit in einer haltenden therapeutischen Beziehung sind, um traumatisierten Menschen zu helfen, sich zu öffnen, ihre erschütternden Erfahrungen zu teilen und Vertrauen wiederzugewinnen.

    Anschaulich illustriert Marianne Rauwald zudem die Mechanismen der transgenerativen Weitergabe von Trauma, wenn Eltern ihre überwältigende innere Not unbewusst an dieKindergeneration weitergeben, damals im Nachkriegsdeutschland und auch heute im Kontext von Migration und Flucht.

    Dass auch Helfersysteme – gerade im ehrenamtlichen Bereich – in Gefahr geraten, von den extremen Gefühlen und Bildern nach Kriegs- und Fluchterfahrungen überflutet zu werden, ist ein weiterer Aspekt unseres Gesprächs. Wir beleuchten, welche Schutzmaßnahmen Menschen vor den Folgen sekundärer Traumatisierung bewahren können.


    Zur Vertiefung:

    https://www.institut-fuer-traumabearbeitung.de/

    http://ueber-grenzen.org/

    Quindeau, I., & Rauwald, M. (2016).Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen. In W. Weiß, T. Kessler& S. Gahleitner (Hrsg.), Handbuch Traumapädagogik (S. 385-393). Weinheim:Beltz.





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    49 mins
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