Follow the White Rabbit - Der IT-Security Podcast cover art

Follow the White Rabbit - Der IT-Security Podcast

Follow the White Rabbit - Der IT-Security Podcast

By: Link11
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“Wake up, Neo. The Matrix has you...” Neo: “What the hell?” “Follow the white rabbit.” Willkommen in der faszinierenden Welt der Cybersicherheit! Wir entführen dich zwar nicht in die Matrix oder ins Wunderland, aber in den spannenden Kaninchenbau der IT-Security. „Follow the White Rabbit“, der Link11 IT-Security-Podcast, ist deine Eintrittskarte für eine fesselnde Reise. Cyberangriffe nehmen rasant zu, sie bedrohen Unternehmen, Regierungen und uns alle. Die Schäden belaufen sich auf mehrere Milliarden jährlich, die Folgen sind erheblich. Identitätsdiebstahl, finanzielle Verluste, Unterbrechungen im Geschäftsverlauf, Datenschutzverletzungen und Reputationsverlust sowie die nationale Sicherheit und der Schutz kritischer Infrastrukturen. Deshalb ist Cybersicherheit unerlässlich und betrifft jeden: Egal ob du ein IT-Experte, Unternehmer oder einfach nur jemand bist, der digitale Geräte und Online-Dienste nutzt. Die Bedrohungslandschaft im Cyberspace entwickelt sich ständig weiter. Es tauchen unaufhörlich neue Angriffstechniken und Schwachstellen auf und auch die regulatorischen Rahmenbedingungen ändern sich – wer behält hier den Überblick? Schließt euch uns an, während wir die Welt der Cybersicherheit erkunden und euer Sicherheitsbewusstsein schärfen. Versteht die Strategien der Angreifer, erfahrt mehr über komplexe Sicherheitskonzepte und taucht ein in neue Technologien. Unsere Experten und renommierte Gäste werfen einen Blick hinter die Kulissen. Gemeinsam beleuchten wir aktuelle Bedrohungen und diskutieren, wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning Angriffsszenarien verändern und Defensivkonzepte revolutionieren. Von Datenschutz und Verschlüsselung bis hin zu Cyberkriegen und KI-gesteuerten Attacken – „Follow the White Rabbit“ hält dich monatlich auf dem neuesten Stand, damit du in der digitalen Welt sicher navigieren kannst. Folgt dem „weißen Kaninchen“. Das Abenteuer beginnt jetzt!Link11 Politics & Government
Episodes
  • #62: Dein Gehirn ist die größte Sicherheitslücke – und du merkst es erst, wenn es zu spät ist
    May 28 2026
    Es werden Millionen für Firewalls, Audits und Schulungen ausgegeben – und trotzdem klickt irgendwann jemand auf den Phishing-Link. Warum? Weil das Problem nicht im Server-Rack, sondern in den Köpfen der Menschen steckt. In dieser Folge von „Follow the White Rabbit” geht Lisa Fröhlich gemeinsam mit Dr. Marc Wilczek, Cybersecurity-Forscher und Research Fellow an der Goethe-Universität Frankfurt, sowie Ralph Noll, Leiter des Cyber Incident Response Teams bei Deloitte, dorthin, wo es wirklich wehtut: in die Psychologie hinter schlechten Sicherheitsentscheidungen. Das Erschreckende daran? Die Betroffenen sind keine unerfahrenen Nutzer, sondern erfahrene Führungskräfte, die täglich mit IT-Sicherheit zu tun haben.Marc hat in seiner Doktorarbeit wissenschaftlich belegt, was viele im Bauch ahnen. Fach- und Führungskräfte überschätzen systematisch ihre Abwehrfähigkeiten und unterschätzen gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen etwas passiert. Beides zusammen ergibt eine gefährliche Komfortzone. Audits, Krisenpläne und Schulungen schaffen ein trügerisches Sicherheitsgefühl, solange sie nicht in ein größeres Programm eingebettet sind. Ralph kennt die Folgen aus erster Hand: Er kommt dann ins Spiel, wenn die Systeme bereits verschlüsselt sind. Und fast immer führt die Spur zurück zum Faktor Mensch, zu einem Klick, der in einer Sekunde der Panik getätigt wurde, weil das Gehirn auf Autopilot lief.Die gute Nachricht steckt in den Forschungsergebnissen: Simulationen wirken. Wer den Ernstfall übt, geht demütiger und wachsamer durch den Alltag. Und wer eine Unternehmenskultur aufbaut, in der Fehler gemeldet und nicht versteckt werden, kann Schäden schneller begrenzen. KI macht das alles komplizierter – als Werkzeug der Angreifer, aber auch als mögliche Unterstützung für Verteidiger. Eines aber bleibt: Der gesunde Menschenverstand ist und bleibt die wichtigste Sicherheitslinie. Diese Folge erklärt, warum das so ist und was du konkret tun kannst.Takeaways:Wissen schützt nicht vor Fehlern. Zwischen dem Wissen, dass es Phishing gibt, und dem Nicht-Klicken liegt eine kognitive Lücke. Die Forschung belegt: Selbst Sicherheitsverantwortliche sind davor nicht gefeit.Schulungen können trügen. Wer eine Security-Schulung absolviert hat, fühlt sich sicherer – und ist dadurch manchmal anfälliger. Schulungen benötigen einen größeren Rahmen, sonst verpuffen sie.Hierarchische Kulturen sind bevorzugte Angriffsziele. CEO-Fraud funktioniert besonders gut dort, wo niemand den Chef hinterfragt. Eine offene Fehlerkultur ist keine Soft-Skill-Übung, sondern eine Sicherheitsstrategie.Simulationen öffnen die Augen, Checkboxen hingegen nicht. Der wirksamste Schutz ist die kontrollierte Konfrontation mit dem Ernstfall. Wer Regulatorik nur abhakt, wähnt sich in einer Sicherheit, die nicht existiert.KI verstärkt sowohl Angriff als auch Verteidigung. Deepfakes, KI-generierte Phishing-Mails und manipulierte Lerndatensätze machen die Bedrohungslage komplexer. Aber auch die Abwehr kann mit KI besser werden, wenn der Mensch weiterhin eingebunden ist.Jetzt abonnieren – und keine Folge mehr verpassenWenn diese Folge dich zum Nachdenken gebracht hat, dann erzähl es weiter. Abonniere Follow the White Rabbit auf deiner Lieblingsplattform, hinterlasse eine Bewertung und empfiehl den Podcast deinem Team, deiner Führungsebene oder allen, die glauben, mit einem Audit gut aufgestellt zu sein.Links:Dr. Marc Wilczek – Cybersecurity-Experte, Research Fellow am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Goethe-Universität Frankfurt Ralph Noll – Leiter Cyber Incident Response, Deloitte Lisa Fröhlich – Host, Unternehmenssprecherin Link11 BSI: Social Engineering und CEO-FraudBitkom Cybersecurity-Studie 2024DORA – Digital Operational Resilience ActFBI Internet Crime Report 2024Lesetipp: Daniel Kahneman: Schnelles Denken, langsames Denken
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    41 mins
  • #61: Dasselbe Spiel, anderer Stoff: Was hat Ransomware mit dem Kokainhandel gemeinsam?
    May 13 2026

    Stell dir vor: Eine kriminelle Organisation mit AGBs, Rabattaktionen und eigenem DSGVO-Anwalt. Kein Netflix-Plot – das ist Ransomware im Jahr 2025. In dieser Folge von Follow the White Rabbit trifft Lisa Fröhlich auf Julian Obenland, Partner und Geschäftsführer von NVISO in Deutschland. Er vergleicht Ransomware-Banden mit dem Kokainhandel und hat damit erschreckend recht. Wer glaubt, Cyberkriminalität sei das Werk von Einzeltätern im Hoodie, wird hier eines Besseren belehrt.

    Julian kommt dann ins Spiel, wenn der Schaden schon passiert ist. Durchschnittlich 1,5 Millionen Euro. Pro Angriff. Was er dabei gelernt hat: Ransomware-Gruppen wie Lockbit oder Black Buster arbeiten wie mittelständische Unternehmen. Mit Schichtplänen, Krankmeldungen und durchdachten Pricing-Modellen. Und genau wie im Drogenhandel interessiert sich organisierte Kriminalität längst für legale Strukturen: Start-ups werden aufgekauft, Hafeninfrastruktur digital unterwandert, staatliche Akteure aus Russland und China mischen mit.

    Die gute Nachricht steckt in den geleakten Chat-Protokollen dieser Gruppen: Sie haben Angst. Vor Entdeckung, vor starken Abwehrmechanismen, vor Organisationen, die schnell und koordiniert reagieren. Wer heute in Prävention, Informationsaustausch und Resilienz investiert, stellt sich besser auf. Was es braucht, erklärt Julian in dieser Folge, ohne Fachjargon und mit einem Vergleich, den ihr so schnell nicht vergesst.

    Takeaways:
    1. Ransomware ist ein Businessmodell. Mit Preislisten, Rabatten, AGB und Support-Teams. Lockbit hatte sogar DSGVO-Beratung für Opfer. Das ist keine Satire, sondern die Realität.
    2. Bekannte Schwachstellen sind das Einfallstor. Angreifer nutzen vor allem ungepatchte Systeme. Kein Zero-Day-Hacking nötig, schlechtes Patchmanagement reicht völlig aus.
    3. Staatliche Akteure und Kriminelle verschmelzen. Russland, China, Nordkorea: Die Grenzen zwischen Cybercrime, Spionage und geopolitischer Einflussnahme existieren kaum noch.
    4. Hackback ist nicht die Lösung. Viel wirksamer ist enger Informationsaustausch zwischen Staat und Industrie – zeitnah, konkret, anwendbar.
    5. Organisierte Kriminalität kauft sich legal ein. Start-ups in kritischen Infrastrukturen werden gezielt übernommen, um digitale Hintertüren zu öffnen.

    Wenn euch diese Folge überrascht hat, abonniert doch den Podcast und empfehlt ihn weiter. Jede Bewertung hilft, das Thema Cybersicherheit in mehr Köpfe zu bringen.

    Links:

    Julian Obenland, Partner & Geschäftsführer, NVISO GmbH, findet ihr auf Linkedin

    Mehr Infos zu den angesprochenen Themen findet ihr hier:

    Bitkom Cybersecurity-Studie 2024 – Schäden durch Cyberkriminalität in Deutschland

    BSI Lagebericht IT-Sicherheit in Deutschland

    Europol: Lockbit Takedown Operation Cronos

    FBI IC3 Annual Report – Internet Crime

    BKA - Lagebilder - Bundeslagebild Cybercrime 2025

    Wer gerne liest, dem sei noch dieses Buch empfohlen: Misha Glenny: McMafia – Organisierte Kriminalität im globalen Zeitalter

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    32 mins
  • #60: „NIS 2 ist keine Bürokratie – es ist eure License to Operate!“
    Apr 29 2026

    Cyberangriffe sind keine Science-Fiction mehr – sie sind Realität. Ransomware, staatliche Spionage und Supply-Chain-Attacken bedrohen Unternehmen aller Größen. Doch warum braucht es dafür eine EU-Regulierung wie NIS 2?

    Eileen Walther, General Manager bei Northwave und ehemalige Cybercrime-Ermittlerin, erklärt im Gespräch mit Lisa Fröhlich, wie geopolitische Spannungen, digitale Abhängigkeiten und die wachsende Komplexität der Lieferketten die Bedrohungslage verschärfen. NIS 2 ist kein bürokratisches Monster, sondern eine „License to Operate“ – wer sie ignoriert, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern die Existenz seines Unternehmens.

    In dieser Folge erfahrt ihr:

    • Wie Angreifer heute vorgehen – von staatlich unterstützter Spionage bis zu Ransomware-Gruppen mit „Fingerabdruck“-Mustern.
    • Warum Europa keine Wahl mehr hat: Die Illusion der „sicheren Insel“ ist vorbei. NIS 2 zwingt Unternehmen, ihre digitale Resilienz zu stärken – oder von der Lieferkette abgeschnitten zu werden.
    • Die unsichtbare Gefahr: Ein kompromittierter Dienstleister kann dein Unternehmen lahmlegen – 5 Tage Stillstand, Millionen-Schäden, Reputationsverlust. NIS 2 macht Lieferanten-Monitoring zur Pflicht.
    • KI, Globalisierung & Co.: Warum Cybersecurity kein IT-Problem mehr ist, sondern Chefsache – und wie du als Führungskraft handeln musst.

    Cybersecurity betrifft uns alle – ob als Unternehmer:in, Mitarbeiter:in oder Privatperson. Diese Folge zeigt, warum NIS 2 nicht nur eine Checkliste ist, sondern ein Werkzeug für mehr Sicherheit, Vertrauen und Geschäftskontinuität.

    Takeaways:

    NIS 2 ist kein Papiertiger – es ist Überlebenssicherung

    Die Regulierung reagiert auf reale Bedrohungen: Staatliche Spionage, Ransomware und Supply-Chain-Attacken nehmen zu. Unternehmen, die NIS 2 als „Compliance-Last“ abtun, riskieren nicht nur Strafen, sondern Betriebsausfälle, Reputationsschäden und Haftungsrisiken für die Geschäftsführung.

    Lieferketten sind das neue Schlachtfeld

    Ein unsicherer Dienstleister kann dein ganzes Unternehmen lahmlegen. Beispiel aus der Praxis: Ein externer Partner ohne Asset-Übersicht oder Patch-Strategie führte zu 5 Tagen Stillstand und Millionen-Schäden bei einem Kunden. NIS 2 verlangt Lieferanten-Monitoring – nicht aus Bürokratie, sondern aus Selbstschutz.

    Cybersecurity ist Chefsache – oder sie scheitert

    Solange Sicherheit nur als „IT-Problem“ gesehen wird, bleibt sie unterfinanziert. Eileens Rat: „Security braucht ein eigenes Office – nicht untergeordnet unter der IT.“ Nur mit Vorstandsrückhalt werden Risiken ernst genommen und Budgets freigegeben.

    Die größte Lüge: „Uns passiert das nicht“

    Viele Unternehmen unterschätzen ihre Abhängigkeiten – bis der Angriff kommt. Fakt: 20% der Firmen überleben laut Bitkom-Studie nur 20 Stunden ohne Internet. NIS 2 hilft, Blindspots zu identifizieren – bevor Angreifer sie ausnutzen.

    Resilienz ist das neue „Sicher“

    NIS 2 fordert keine 100%ige Sicherheit (die gibt es nicht), sondern operative Widerstandsfähigkeit. Das bedeutet:

    • Kontinuierliches Risikomanagement (identifizieren, Maßnahmen ergreifen, anpassen).
    • Transparenz in der Lieferkette – wer liefert kritische Dienste?
    • Schnelle Reaktion – weil Angriffe nicht die Frage sind, sondern wann sie kommen.

    Checkt euren NIS-2-Status: Ist euer Unternehmen betroffen? NIS-2-Sector-Check der EU (auch indirekt über Lieferketten!).

    Diese Folge ist ein Weckruf für alle, die denken, „Cybersecurity geht mich nichts an“. Teilt sie mit Kolleg:innen, Führungskräften und Freund:innen – Sicherheit geht uns alle an.

    Links:

    Eileen findet ihr auf LinkedIn.

    Hier gibt es mehr Infos zu Northwave Cyber Security und Link11 IT Security

    Außerdem findet ihr hier alles zur NIS 2 Richtlinie.

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    30 mins
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