• Im Gespräch mit ... Bernd Raffelhüschen
    Jan 30 2026

    Wenn die letzten Dekaden eine Veränderung des Zeitgeistes mit sich gebracht haben, könnte man von einem regelrechten Siegeszug der moralischen Ökonomie sprechen. Und selbige zeichnet sich durch eine penetrante Demonstration der eignen Rechtschaffenheit aus, einen Gestus moralischer Überheblichkeit. Der Magier Harry Houdini hat das damit einhergehende Dilemma in eine wunderbare Formel übersetzt: Wenn der Wunsch der Vater des Gedankens ist, so ist er die Mutter der Sinnestäuschung. Dies vor Augen, ist es nicht bloß hilfreich, sondern höchst erhellend, sich mit einem Ökonomen zu unterhalten, der sich den Wirrungen des Zeitgeistes stets widersetzt hat – und stattdessen dem Werkzeugkasten der Ökonomie gefolgt ist. Dabei ist der Ausgangspunkt Bernd Raffelhüschens zutiefst in der Geschichte der sozialen Marktwirtschaft beheimatet, ergänzt um den Nachhaltigkeitsgedanken, der sich einer jugendlichen Öko-Begeisterung verdankte. In diesem Sinn ist es kein Zufall, dass unser Gespräch wie selbstverständlich auf eine Gestalt wie Hans von Carlowitz eingehe kannn, der im frühen 18. Jahrhundert ein Traktakt mit dem Titel Haußwirtschaftliche Nachricht und Naturgemäße Anweisung zur Wilden Baum-Zucht vorgelegt hat. Dass die Frage, wie eine nachhaltige Fiskalpolitik aussehen kann, heutzutage auf politisches Ressentiment stoßen kann, ja, nachgerade skandalträchtig anmutet, ist mithin eine Merkwürdigkeit ersten Ranges. Gleichwohl haben die Studien, die Bernd Raffelhüschen seit den 80er Jahren zu Fragen des Rentensystems, der Staatsverschuldung und der Migration vorgelegt hat, für beträchtliches Aufsehen gesorgt – und ihm das Attribut eines Marktradikalen eingebracht, was so gar nicht zu seiner nüchternen Argumentationsweise passen will.

    Bernd Raffelhüschen, der nach einer Ausbildung in den USA als Wirtschaftswissenschaftler in Norwegen und Freiburg gelehrt hat, ist einer der bekanntesten Finanzwissenschaftler Deutschlands.

    Bernd Raffelhüschen hat u.a. puibliziert:

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  • Vom Schlaf der Vernunft
    Jan 28 2026
    im Rahmen der internationalen Studienwoche an der Hochschule LuzernSehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,Sie hören’s schon an der Anrede: Ich gehöre einer untergehenden Welt an. Tatsächlich ist das ein Thema, das mich seit langer, langer Zeit begleitet – und wenn Sie sich in dieser Studienwoche mit der »Frage der sozialen Arbeit angesichts antidemokratischer Gesellschaftstendenzen« beschäftigen, dann sehen wir, dass eine dunkle Woke über uns heraufgezogen ist, aber es gibt kaum jemanden, der plausibel erklären kann, warum das eigentlich passiert ist. Dieses große Warum zu erhellen und der Frage nach den Gründen für das grassierende Unbehagen in unserer Kultur nachzugehen, wäre die Aufgabe – denn ist die Krankheit unbekannt, sieht’s mit der Behandlung doch eher schlecht aus. Da laboriert man halt an den Symptomen… Also: Warum? Und was ist da eigentlich passiert? Von Goya gibt es einen wunderbaren Bildtitel, nämlich: »Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer«. Wenn wir das für einen Moment einmal, als gedankliche Hypothese, stehenlassen, dann wäre abzuleiten, dass sich unsere derzeitigen Kalamitäten auf einen Schlaf der Vernunft zurückführen lassen. Das führt uns gleich zu einem weiteren großen Psychologen, Nietzsche nämlich, der den wunderbaren Gedanken notiert hat: »Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.« Das ist, wie ich denke, eine präzise Beschreibung unserer heutigen politischen Diskurse. Denn wenn Sie sich umschauen, dann sehen Sie, ob links oder rechts, lauter Menschen, die sich an irgendwelchen Ungeheuern festhalten – und die sich dabei selbst, ganz unversehens, dem annähern, was sie da eigentlich bekämpfen wollen. Man könnte das, mit Hans Magnus Enzensberger, einen »molekularen Bürgerkrieg« nennen – in jedem Fall haben wir es mit einem Verlust an Zivilität zu tun, den ich in meinem ganzen, nicht mehr ganz jungen Leben so zuvor nicht habe feststellen können. Aber ich will mich hier gar nicht mit Details aufhalten, sondern möchte gleich ins abgründige Thema hineinspringen: Was ist passiert? Oder genauer: Was haben wir eigentlich verschlafen? Wenn wir das so nehmen, wird die Geschichte plötzlich interessant. Denn es stellt sich die Frage, ob die Erzählung, die wir als Wirklichkeit ausgeben, überhaupt noch Relevanz besitzt – und Sie mit lebbaren, praxistüchtigen Handlungsoptionen ausstattet. Hier schon setzt mein erster Zweifel an. Denn wenn Sie einen Zeitgenossen, genauer: einen Intellektuellen fragen, wie er sich unsere Welt in 10, 20 Jahren wohl ausmalen wird, wird er Ihnen entgegnen, dass er schön froh wäre, wenn er das nächste Jahr überblickte. Ein Beispiel: ich habe vor nicht allzulanger Zeit, im Rahmen eines Symposions zur Zukunft der Bildung, vor gut 100 Bildungsphilosophen einen Vortrag gehalten – und das Bemerkenswerte war: ich war der einzige, der eine positive Vision entworfen hat – wohingegen die Titel der anderen Vortragenden lauteten: Die Zukunft schrumpft, oder ärger noch: Wer hat mir meine Zukunft gestohlen? Ruft man sich ins Gedächtnis, dass die Aufgabe des Bildungsphilosophen darin bestünde, sich über der Lernen der Zukunft im Klaren zu sein, ist das Schrumpfen der Aufmerksamkeitsspanne auf die reine Gegenwart, ärger noch, das Abgleiten ins Ressentiment, fast grotesk – kann eine jede Rede darüber nur wortreiche Maskierung einer Unterlassungssünde sein. Diese Gedankenblockade artikuliert sich als Lähmung, so als wachte man gerade aus einem Alptraum auf. Ja, es scheint geradezu, als ob viele Menschen die Gegenwart überhaupt als eine Art Alptraum auffassten – was ein Philosoph auf die paradoxe Formel gebracht, nämlich, dass es einfacher sei, sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende des Kapitalismus. So betrachtet erscheint die Apokalypse, das Ende der Welt, wie eine Wunschvorstellung ist – der Wunsch, dass dieser Alptraum, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint, endlich ein Ende haben möge.Aber ich will mich gar nicht lange mit Spekulationen aufhalten. Ich würde behaupten, dass der tiefste Grund für unser Unbehagen die Erschütterung ist, die mit der digitalen Kultur einhergeht – und weil ich einige Bücher zur Philosophie und zur Kulturgeschichte der Maschine geschrieben habe, bin ich mir deutlich bewusst, dass unseren Eliten noch nicht einmal in Ansätzen klar ist, was ihnen da widerfahren ist. Dies nebenbei ist der Grund, warum die Grundsätze, die man Ihnen in der Schule hat beibringen wollen, keine wirkliche Vorbereitung sind für das, was Ihnen in den nächsten Jahren bevorstehen wird. Wenn wir uns vor Augen halten, dass die KI einen nicht geringen Teil unserer White Collar Jobs überflüssig machen, genauer: sie in den Arbeitsspeicher, ins Museum der Arbeit überführen wird, ist klar, dass plötzlich große Teile unserer Gesellschaft mit einer höchst ...
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    38 mins
  • Im Gespräch mit ... Carsten Lotz
    Jan 19 2026

    Weil es sich auch unter historischen Materialisten herumgesprochen hat, dass der Kapitalismus nicht auf einer Weltverschwörung, sondern auf einem Glaubenssystem beruht, fand ich die Gelegenheit, mit einem studierten Theologen, der in die Welt von McKinsey hinübergewechselt ist, über Gott und die Welt, nein, über Gott und das Geld zu sprechen, überaus reizvoll. Denn mit dieser Weitung der Perspektive versehen, lassen sich Fragen in den Blick nehmen, die nicht bloß die Genealogie unseres kapitalistischen Betriebssystems berühren, sondern zutiefst mit den Erschütterungen der Gegenwart zu tun haben: dem Glauben an die monetäre Verrechenbarkeit alles menschlichen Tuns. Und weil Carsten Lotz sich nicht bloß auf die Narrative der Ökonomie kapriziert, sondern, neben seinem theologischen Wissen auch die postmoderne Philosophie aufgesogen hat, haben wir uns ohne große Mühe in die Katakomben des ökonomischen Denkens hineinbegeben können – z.B. wie und warum die Ökonomen zu Zauberlehrlingen ihrer eigenen Welterklärungsmodelle haben werden und sich über die Zahlen- und Statistikgläubigkeit in die eigene Tasche haben lügen können. Damit aber sind Fragen berührt, die in unserer Ökonomie überlebenswichtig sind, umsomehr, als die Disruptionen, die uns mit den Fortschritten der Künstlichen Intelligenz ins Haus stehen, eine neue Wirtschaftskrise ahnen lassen. In diesem Sinn wäre das neoliberale Versprechen »It’s the economy, stupid« nicht als Abschluss aller Diskussion zu begreifen, sondern als Ausgangsfrage, ein Rätsel, das es erst noch zu entziffern gilt.

    Carsten Lotz, der als studierter Theologe den Weg in die Welt von McKinsey gefunden und über viele Jahre als Berater gearbeitet hat, hat mit seinem Buch Wirtschaft als erste Philosophie den Weg in die Selbstständigkeit gefunden. Neben seiner Arbeit als Autor und Berater hält er im Studiengang Master of Management Vorlesungen an der Universität Mannheim.

    Carsten Lotz hat veröffentlicht

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    1 hr and 46 mins
  • Talking to ... Suraj Yengde
    Jan 11 2026

    If the term Caste has recently entered the Human Sciences, this may be taken as evidence that European-style universalism has lost its appeal, and even as evidence that the idea has spread that here we’re dealing with an injustice that’s only been cloaked in a human, universalistic guise. When Indian theorist B.R. Ambedkar, ranked as the greatest Indian after Mahatma Gandhi in surveys, described the Indian caste system as »unknown to humanity in other parts of the world,« this finding becomes even more puzzling. This observation has given us the opportunity to speak with Suraj Yengde, who has not only addressed the caste system in two books but also experienced it firsthand as a member of the untouchable Dalit community—despite its prohibition under Indian law. Making this conversation even more interesting is his critical stance towards today’s culture of outrage, identifying Victim Olympics as a discipline that downplays or denies actual discrimination for its own benefit.

    Suraj Yengde received the 2019 Canadian Dr. Ambedkar Social Justice Award and is a fellow at Harvard University’s W.E.B. Du Bois Center, where he teaches and serves as a research associate in its Department of African and African American Studies. He was named one of the 25 Most Influential Young Indians of 2021 by GQ India.

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  • The Man of the Crowd
    Nov 14 2025
    Dear Ladies and Gentlemen,I want to share a few thoughts with you on the peculiar relationship our society has with Artificial Intelligence. It confronts us with the uncanniness of how it’s taken on an almost religious-like quality—why else would the phrase curse and blessing instinctively come to mind when talking about it? To make sure the ideas I present to you are not completely out of touch, I would like to share a few video clips we’ve published on our ex nihilo Substack, created in collaboration with Dall-E and Google VEO using our in-house, proprietary Company Machine. This software is quite unusual insofar as it transliterates classic essays and transcribed conversations into visual metaphors, and because our brain—or more precisely, our language—is a veritable magic box, these produce the most daringly audacious image compositions—things that even the most fantastical mind could hardly conceive. In a curious way, a remarkable reversal can be observed here. When we talk about the power of imagination, when some extremely daring theorists of the 1990s conjured up as the visual turn, it must be said that advanced image production had long since left the visual sphere—and gone to our heads. This is noteworthy as we are witnessing the return of a medieval concept of Signs. At that time, it was believed that the closer a Sign was to God, the more valuable it was – or, as we would say today, the more abstract it was. Consequently, thought was considered the most valuable Sign, followed by the spoken word, then the image, and finally the worldly traces one leaves behind. This changed with the Renaissance, which actually brought about the visual turn that cultural theorists of the 1990s diagnosed with considerable delay – and Leonardo da Vinci reflected on the fact that music is the little sister of painting, simply because it fades away, while painting releases works of eternal value into the World. So today, while claiming we live in a visual culture may still appear to be true for large parts of the population, the intellectual and aesthetic drive that feeds this world has shifted its metamorphic form. If Hollywood’s dream factory went on strike recently, it’s because the advances in our computer culture are truly revolutionizing filmmaking. You only have to think back to one of those epic historical films of the 1950s and 1960s, where entire small towns in southern Italy were recruited as extras – and you see the difference. Today, CGI (computer-generated imagery) provides directors with a whole armada of hyper-realistic, malleable actors. And this rationality shock affects not only the extras, but also the set and stage designers, as well as the musicians, whom Bernard Hermann once invited to the recording studio in the form of an entire symphony orchestra. All this is now accomplished by someone like Hans Zimmer or by anonymous CGI artists who conjure up the most phantastical things on screen, which means that what used to be called a set is now little more than just a studio warehouse where a few actors perform in front of a green screen. Now, this threat of rationalization posed by Artificial Intelligence affects not only the immediate production process but also post-production. Today, when voices can be cloned at will, and even translation and dubbing can be done by AI with perfect lip synchronization, the radical revolution of the dream factory is a fait accompli.Now, I could launch into a dystopian tirade about the changes to our audiovisual tools—and I would be justified in doing so, insofar as the coming surges of rationality are likely to affect the entire industry. But that is not what I want to do right now. Why not? Well, simply because I am convinced that a) this is a matter of inevitability, and b) well, I personally find the aesthetic and intellectual possibilities opening up with this world both sublimely wondrous. The dilemma we face is more intellectual, if not philosophical, in nature—a humiliation that surpasses anything Sigmund Freud recorded in his Civilization and Its Discontents. As you may recall, he identified three intellectual humiliations: 1) The Copernican Revolution, which meant we could no longer feel like we were the center of the Universe; 2) Darwinian Evolutionary Biology, which called our Anthropological Supremacy into question; 3) The Subconscious self, which made it clear to individuals that they cannot even feel at home in their own thoughts, that they are no longer masters in their own house. Now, let’s keep in mind that when these upheavals happened, they only really affected a small number of people (the so-called elite, if you will), but with the Digital Revolution, we are now facing a new and much more serious situation: it impacts everyone, absolutely everyone in this World.The dilemma we face today can best be compared to what Günter Anders once aptly called Promethean Shame—which can be understood as a form of ...
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    27 mins
  • Post Mortem II
    Oct 10 2025

    As the current wave of disruption, manifesting itself through various conversations about artificial intelligence swirling around us (which, from our perspective, would be better described as a »Reflective Intelligence«), builds into a cultural crescendo reminiscent of Hokusai’s Great Wave off Kanagawa. Indeed, when, as a kind of embarrassment of thought, even the leading figures in its epistemological field conjure up a dys-utopian race toward civilizational collapse (as with Geoffrey Hinton), it’s easy to overlook how the Computer’s intellectual roots in our Machine Culture date back to the 18th century. And because of this, reflecting back on Digitalisation's origins in the crackling rift of Writing’s electrification becomes even more essential. We’re pleased to share this brief conversation between us about reading between the lines regarding Electrification, Massification, and the shifting definition of Writing in the early chapters of Martin’s Short History of Digitalisation.

    Hopkins Stanley and Martin Burckhardt

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    28 mins
  • Talking to ... Peter Fleming
    Jul 19 2025

    It is difficult to ignore how Capitalism has slipped into a deep values crisis – and indeed, you might be forgiven for thinking we are in a Potemkin village, a zombie economy sustained only by memories of a glorious past or by cash injections from central banks. For this reason alone, our conversation with Peter Fleming was extremely valuable, as he, with his keen sense of fundamental upheavals, recognized the signs of the times early on. Observations like how work has become little more than a mythological narrative for reassuring ourselves of our sense of importance and self-worth, or that universities have turned into dark zones in our era of Human Capital—sometimes jokingly called Whackademia—and that in this morally decayed environment, it is almost impossible to cling to the specter of the homo economicus as the ideal of utility-maximizing rationality. In this sense, it’s only logical that Peter Fleming's dirge ends with a reflection on Capitalism and Nothingness. And while this may be a somewhat somber topic, we found our conversation with him to be very enjoyable and entertaining.

    Peter Fleming is a Professor of Organization Studies at the University of Technology, Sydney. During his time in London, where he taught Business and Society at City University, he chaired the London Living Wage Symposium at the House of Commons. His work has been recognized with several awards.

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    1 hr and 10 mins
  • What does it mean to be literate?
    Jun 29 2025

    Following our presentation of the »Labyrinth of Signs,« parts I and II, we now provide a deeply reflective yet light-hearted post-mortem discussion between us to help you understand what it means to be literate. Martin’s concept of Psychotope becomes more understandable as our conversation progresses; it becomes clear how essential the Alphabet is in enabling us to be literate in our thinking, writing, and discourses, revealing that we are essentially working with an outsourced, historical unconscious in how it shapes us through its use. This is evident from the fact that the origin of Symbolic Logic remains a gaping blank space in Philosophy—even more so: it’s hidden within the conspicuousness of its absence. Something I’ve come to know as the Burckhardtian leitmotif of »The Philosopher’s Shame

    It’s also no coincidence that »Geist der Maschine« features a chapter on how Sigmund Freud developed his concept of the unconscious, which we’ve also translated into English and will be posting soon. For now, it suffices to say that this chapter explains how and why Freud excluded the 19th century’s material culture (meaning its Logic of an Electrified/Telegraphic Society), which fulfilled his metaphysical needs, while simultaneously introducing something like a black box unconscious of the Unconscious into the World as its Psychotope.

    Hopkins Stanley

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    47 mins