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Deutsch mit Kev

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By: Kevin Meyer
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Ein Podcast zum Deutsch lernen. Er eignet sich vor allem an Lernende ab B1 Niveau. Dieser Podcast soll dabei helfen, eine Routine beim Lernen der deutschen Sprache aufzubauen bzw. eine vorhandene Routine auch bei wenig Zeitaufwand beibehalten zu können. Aus diesem Grund wird es eine Vielzahl an Folgen geben, die ungefähr eine Minute dauern.Kevin Meyer Language Learning
Episodes
  • Folge 23: Belohnungsaufschub
    Feb 20 2026

    Transkript:

    Hallo und herzlich willkommen zur 23. Folge des Podcasts. In dieser Folge werden wir die kleine Serie zum Weg zum Glück weiter fortsetzen, die vor ein paar Folgen gestartet ist und das Thema der heutigen Folge ist Belohnungsaufschub, also das Aufschieben von Belohnungen.

    In der letzten Folge hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich auf das Thema Genussfähigkeit gekommen bin, weil ich darüber in einer psychologischen Zeitschrift gelesen habe und auf das heutige Thema bin ich ebenfalls im gleichen Artikel dieser Zeitschrift gestoßen und habe mich dann noch ein wenig weiter erkundigt. Ich habe für dieses Thema ein Interview mit dem Psychologen Walter Mischel angeschaut, der das Buch Der Marshmallow-Effekt geschrieben hat. Dieses Buch ist ein mittlerweile sehr bekanntes Buch, weil es in zahlreichen Studien immer wieder genannt wird und auch immer wieder, wenn es darum geht, Lebensglück zu finden, zitiert wird, weil Walter Mischel herausgefunden hat, dass Leute, die Belohnungen aufschieben können, in der Regel erfolgreicher im Leben sind und zufriedener.

    In seinem Buch Der Marshmallow-Effekt geht es darum, dass Walter Mischel ein Experiment mit Kindern durchgeführt hat und in diesem Experiment wurde Kindern die Wahl gegeben. Entweder erhalten sie eine Süßigkeit ihrer Wahl, eine Süßigkeit, die sie sehr gerne mögen, und zwar sofort, oder sie erhalten die gleiche Süßigkeit, aber in einer größeren Anzahl später. Also sagen wir, du bekommst die Wahl, du darfst jetzt ein Stück Schokolade essen oder du wartest eine halbe Stunde und bekommst dann später drei Stücke Schokolade.

    Was würdest du tun? Laut Walter Mischel ist das Beste, die Belohnung aufzuschieben und erst andere Sachen zu machen und dann später die mehrfache Menge zu genießen. Zumindest in der Regel, denn in dem Interview, das ich euch auch in der Podcast-Beschreibung verlinken werde von dieser Folge, sagt er, dass wenn eine Belohnung unsicher ist, also man nicht unbedingt davon ausgehen kann, die Belohnung zu erhalten, macht es mehr Sinn, die Sache, die man möchte, sofort zu genießen. Ich könnte jetzt noch weiter in Details gehen, wie Kinder vorgegangen sind, um die Belohnungen aufzuschieben, aber wir sind jetzt auch schon wieder bei drei Minuten und eventuell interessiert ihr euch ja auch gar nicht so stark für das Thema dieser Folge, deswegen möchte ich jetzt hier auch Schluss machen.

    Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen. Wenn euch das Thema interessiert, könnt ihr bei Google einfach Marshmallow-Test eingeben und da werdet ihr eine Menge Ergebnisse zu finden. Ich werde auch noch einmal den Buchtitel und den Autoren in meiner Podcast-Beschreibung von dieser Folge verlinken.

    Und dann war's das wieder. Bis zum nächsten Mal. Macht's gut.

    Interview: https://www.youtube.com/watch?v=gdQ1S8Djgxk

    Buch: "Der Marshmallow-Test" von Walter Mischel

    Fragen, Feedback und Wünsche an: kevpodcasted@web.de

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  • Folge 22: Genuss
    Feb 6 2026

    Transkript:

    Hallo und herzlich willkommen zur 22. Folge des Podcasts. In dieser Folge möchte ich die kleine Serie zum Weg zum Glück weiterführen und ich möchte dafür heute mit euch über das Thema Genussfähigkeit sprechen.

    Ich bin auf das Thema gekommen, weil mir mein bester Freund vor einer Weile eine Zeitschrift geliehen hatte, die ich für ihn zurückgeben sollte und in dieser Zeitschrift ging es um psychologische Themen und das Hauptthema der Zeitschrift war Genussfähigkeit. Im Jahr 2022 gab es nämlich eine Studie, die ein wenig das psychologische Denken, das für das Lebensglück vor allem Selbstdisziplin entscheidend ist, über den Haufen geworfen hat. Das heißt, sie hat einen neuen Denkansatz in dieser Hinsicht geliefert.

    Und in dieser Studie von Katharina Bernecker und Daniela Becker haben die beiden Psychologinnen herausgefunden, dass Menschen, die besser genießen können, mehr Lebenszufriedenheit haben. Diese Fähigkeit, besser genießen zu können, haben sie Genussfähigkeit genannt. Und Genussfähigkeit ist wirklich eine Fähigkeit, die man trainieren kann.

    Ich möchte dir jetzt in dem Rest dieser Folge drei Tipps an die Hand geben, wie du selbst deine Genussfähigkeit besser trainieren kannst und eventuell auch noch einmal kurz ein paar Beispiele nennen, die mir aus meinem persönlichen Leben einfallen. Also, Tipp Nummer eins ist, achtsam Dinge zu tun, die du genießen möchtest. Also, sagen wir, du magst sehr gerne Pizza.

    Dann probiere wirklich in dem Moment, in dem du die Pizza isst, auf den Geschmack zu achten und zu schauen, wie schmeckt die Pizza, wie riecht die Pizza, vielleicht sogar, wie fühlt sich die Pizza an. Sei achtsam in dem Moment. Genauso natürlich auch mit anderen leckeren Lebensmitteln, wie Schokolade oder Kirschen.

    Das zählt jetzt nicht nur für Pizza. Und Tipp Nummer zwei, beseitige Störfaktoren, die dich am Genuss hindern könnten. Also, sagen wir, du isst Schokolade, aber neben dir liegt dein Handy und klingelt die ganze Zeit ununterbrochen, weil dir irgendjemand Nachrichten schreibt.

    Meinst du, du kannst dann das Essen der Schokolade genießen? Wahrscheinlich nicht. Ähnlich ist es bei anderen Sachen. Sagen wir, du hast Sex und irgendwie gibt es im Raum eine Sache, die die ganze Zeit Geräusche macht, die nerven.

    Meinst du, du kannst dann das Erlebte wirklich genießen? Wahrscheinlich eher nicht. Also, Tipp Nummer zwei, beseitige Störfaktoren. Tipp Nummer drei ist, siehe Genuss nicht nur als Belohnung, sondern auch als Ressource.

    Und damit meine ich, dass Genuss dir dabei hilft, gesünder zu leben, einfach besser und glücklicher zu leben. Und nicht nur einfach etwas ist, was du machst, um dich einmal kurz gut zu fühlen. Wenn du wirklich genießt, kann dir das helfen, dich langfristig besser zu fühlen.

    Das war's mit dieser kurzen Folge zum Thema Genussfähigkeit. Ich hoffe, sie hat dir gefallen. Wenn du Tipps, Fragen oder Wünsche hast, dann schreib mir gerne an meine E-Mail, die ich in der Podcast-Beschreibung verlinke.

    Und ansonsten bis zum nächsten Mal. Macht's gut!

    Studie -> Bernecker/Becker (2020): "Beyond Self-Control: Mechanisms of Hedonic Enjoyment and Their Role in Well-Being", in: Personality and Social Psychology Bulletin

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  • Folge 21: Abgrenzung vs. People Pleasing
    Jan 23 2026

    Transkript:

    Hallo und herzlich willkommen zur 21. Folge des Podcasts. In dieser Folge möchte ich eine kleine Serie starten.

    Die Idee dazu hatte ich durch die letzte Folge, in der es um Glücksrituale ging. Und zwar möchte ich mit euch eine kleine Serie von Folgen über den Weg zum Glück starten. In dieser ersten Folge möchte ich über das Thema Abgrenzung sprechen.

    Abgrenzung ist etwas, das ich mittlerweile vor allem über die letzten zwölf Monate als etwas sehr Wichtiges für das eigene Lebensglück kennengelernt habe. Und es beschreibt die Fähigkeit, sich von Erwartungen und Aufgaben so abzugrenzen, dass man daran (halt) nicht kaputt geht, dass man (halt) seine Energie so investiert, dass man am Ende noch gut leben kann. Ich werde einmal ein paar Beispiele machen.

    Also sagen wir, du bist eine Person, die schlecht Nein sagen kann. Du sagst zu allen möglichen Aufgaben, die dir zugeteilt werden, ja, mache ich. Dann könnte es sehr gut passieren, dass sich das stark auslaugt und du am Ende des Tages oft kaum noch Energie hast, weil du einfach so viele Aufgaben annimmst, dass deine Energie dadurch verloren geht.

    Im Grunde genommen ist Abgrenzung also Nein sagen. Und du denkst jetzt vielleicht, okay, das ist ja ganz einfach, das kann ich. Aber ich habe anhand von unterschiedlichen Menschen in meinem Umfeld und auch mir selbst kennengelernt, dass es im Endeffekt leider nicht das einfache Nein sagen ist, was so die alltägliche Abgrenzung angeht, sondern ich habe zum Beispiel eine Bekannte, deren Freundin ein Kind bekommen möchte.

    Und ihre Freundin hat meine Bekannte fest dazu eingeplant, mit in der Kinderpflege zu sein. Und jetzt ist das Dilemma für meine Freundin oder für meine Bekannte, dass sie schon relativ viel zu tun hat, vor allem auch mit der Arbeit. Und wenn sie dann noch in der Pflege des dazu kommenden Kindes mitspielen soll, dann könnte es für sie zu viel werden.

    Aber es geht halt um einen Gefallen von ihrer guten Freundin. Würde es dir, lieber Hörer oder liebe Hörerin, da leicht fallen, Nein zu sagen? Ein anderes Beispiel, das mich selbst betrifft, ist, wenn Kollegen krank sind und ich dann auch selbst einmal krank bin, gehe ich dann zur Arbeit oder nicht? Und natürlich kann man jetzt sagen, es kommt darauf an, wie schwer es ist, aber ich kenne Kolleginnen und Kollegen, die, selbst wenn es ihnen sehr schlecht geht, zur Arbeit kommen. Und ich hatte früher die Motivation, auch selbst wenn es mir schon ordentlich schlecht geht, noch zur Arbeit zu kommen, weil ich einen gewissen Stolz hatte und mich in der Hinsicht aber auch nicht abgrenzen konnte.

    Ich hatte immer das Gefühl, wenn ich krank mache, dann könnte es sein, dass ich als schlechter Arbeiter angesehen werde, dass meine Kolleginnen und Kollegen schlecht von mir denken und ich weiß, dass ich da auch nicht der Einzige bin. Meine Ex-Freundin hat zum Beispiel regelmäßig gearbeitet, wenn sie krank war und sich eigentlich immerhin geschleppt zur Arbeit. Und Abgrenzung beschreibt die Fähigkeit, sich von der Erwartung der anderen abzugrenzen, also auch der Kolleginnen und Kollegen.

    Falls du noch nicht verstanden hast, warum diese Fähigkeit essentiell zum eigenen Lebensglück ist. Wie gesagt, noch einmal, wenn du dich abgrenzen kannst, dann bist du in der Regel seltener verausgabt, du hast mehr Energie und dir geht es schlicht vom Energielevel tagtäglich besser. Ich möchte diese Folge jetzt auch nicht zu lang machen, nur weil ich jetzt ein Programm zur Transkription entdeckt habe, weil bearbeiten muss ich die Folge letzten Endes immer noch.

    Und ich hoffe, der Punkt ist erstmal soweit verstanden. Wenn nicht, schreibt mir wie immer gerne eine E-Mail. Meine E-Mail verlinke ich immer in der Beschreibung der jeweiligen Folge.

    Und das war es dann auch mit dieser ersten Folge zur Serie zum Lebensglück. Bis zum nächsten Mal. Mach's gut!

    Fragen, Feedback und Wünsche an: kevpodcasted@web.de

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    5 mins
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