Bodenhaftung cover art

Bodenhaftung

Bodenhaftung

By: Kai Knudsen
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Pragmatische Psychologie für Leute, die schon zu viele Selbsthilfebücher gelesen haben und vielleicht enttäuscht sind. Bodenhaftung ist der Podcast von Kai über Selbstführung, KI als Sparring und die Mechanik dahinter, warum Führungskräfte tagsüber funktionieren und abends merken, dass irgendwas nicht stimmt. Keine Tipps oder Frameworks in Hochglanz. Stattdessen: konkrete Szenen, ehrliche Beobachtung und ab und zu eine These, die wehtut. Drei Säulen ziehen sich durch: Kopf, also Psychologie und Selbst-Mechanik. System, heißt AI-Tools im Alltag, (hoffentlich) jenseits vom Hype. Körper, weil das Innenleben ohne das Außen nicht funktioniert. Für wen das gemacht ist: Menschen die das Coaching-Sprech leid sind, sich aber trotzdem ernsthaft mit dem eigenen Innenleben beschäftigen wollen. Wenn dir „Game Changer" und „Lass das mal sacken" beim Lesen schon den Kiefer anspannen, bist du hier richtig. Social Sciences
Episodes
  • Du triffst deine wichtigsten Entscheidungen nicht selbst
    Jun 25 2026
    Du weißt eigentlich, was richtig wäre. Und machst es trotzdem nicht. Diese Folge dreht sich um die eine Frage, die ich mir in solchen Momenten inzwischen stelle: Wer hat das gerade eigentlich entschieden? In uns sitzt nicht ein einziges Ich, das am Steuer ist. Über die Jahre sind für mich drei Bilder daraus geworden. Der Affe, der schnelle Erleichterung will, laut ist und nie müde wird. Der Fels, der die Linie hält, aber allein zur kalten Mauer werden kann. Und der Leuchtturm, der leise weiß, worum es im Kern geht, wenn der Lärm mal kurz aufhört. Es geht nicht darum, einen Teil von dir abzustellen oder zu bekämpfen. Das ist nur der Fels gegen den Affen, und das macht auf Dauer müde. Es geht ums Zuhören und ums Bemerken. Keine fünf Tricks, keine Übung. Nur eine Frage, auf die du diese Woche mal achten kannst. Und ich bin ehrlich neugierig: Welcher der drei fährt bei dir am häufigsten?
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    9 mins
  • Mögen sie dich oder deine Erreichbarkeit?
    Jun 18 2026
    Dein Kalender war schon voll, das wusstest du. Trotzdem kam das Ja, fast bevor die Frage zu Ende war. Jetzt sitzt du im Auto und spürst diesen dumpfen Groll, nicht gegen den, der gefragt hat, sondern gegen das Ja, das du selbst gesagt hast. In dieser Folge geht es nicht darum, wie du das Nein besser formulierst. Es geht um die Schicht darunter: Das automatische Ja ist keine Freundlichkeit, es ist Angst in höflicher Verpackung. Mit Naomi Eisenbergers Forschung zu sozialem Schmerz schaue ich darauf, warum Ablehnung im Körper dieselben Schmerzbahnen aktiviert wie ein physischer Schlag und warum dein System bei einem kurz irritierten Blick Alarm schlägt, als ginge es ums Überleben. Harriet Braikers „Disease to Please" beschreibt den Preis: das stille Versickern, bei dem du ständig etwas gibst, das du nie geben wolltest, bis der Tank leer ist und du nicht mal weißt, warum. Am Ende wird es unbequem: Wer Ja sagt, um gemocht zu werden, baut Beziehungen auf seiner Verfügbarkeit, nicht auf sich selbst. Irgendwann weißt du nicht mehr, ob die Leute dich mögen oder deine Erreichbarkeit. Die eigentliche Übung ist deshalb keine Formulierung sondern die Frage: Kannst du kurz aushalten, wer du bist, auch wenn du gerade nicht lieferst? Bodenhaftung: Psychologie ohne Wellness-Kitsch.
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    9 mins
  • Dranbleiben lernt man nicht durch Zähne zusammenbeißen
    Jun 11 2026
    Es gibt diesen einen Gedanken, kurz bevor man aufhört: Ich könnte jetzt einfach zumachen, und keiner würde es merken. Diese Folge handelt davon, was du tust, wenn er kommt. Die meisten glauben, Dranbleiben sei eine Frage von Motivation und Disziplin, von Zähne zusammenbeißen. Ist es nicht. Motivation trägt nie durch, sie kommt und geht. Was trägt, ist Identität und eine simple Sache: noch im Raum zu sein, wenn es passiert. Den Durchbruch kannst du nicht erzwingen. Du kannst nur dafür sorgen, dass du noch da bist, wenn er kommt. Und dann die unbequeme Drehung: Es gibt zwei Arten, dabei zu sein. Körper da, Kopf längst woanders ist die gefährliche. Das halbe Dabeisein ist fast schlimmer als sauber aufzuhören, weil du dir die ganze Zeit erzählst, du seist ja noch dran. Ohne Heilsversprechen, ohne 21-Tage-Mythos. Nur eine ehrliche Frage am Ende, die du dir selbst beantwortest.
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    11 mins
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