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Kleine Probleme

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31. Dezember. Steuererklärung, Wohnung putzen, Bett für die Tochter zusammenschrauben, Lebenswerk schreiben, mit dem Rauchen aufhören – eigentlich wollte Lars, neunundvierzigjähriger Vieldenker und angehender Schriftsteller, die Lücke zwischen den Jahren dafür nutzen, endlich alles zu erledigen, was in den letzten Dekaden so auf der Strecke geblieben ist. Doch die Woche, in der noch alles zu schaffen gewesen wäre – plötzlich ist sie aufgebraucht. Der letzte Tag des Jahres hat begonnen – mit Nieselregen, wie sonst? Das Haus ist immer noch chaotisch. Das Leben sowieso. Und als Lars den ersten Punkt seiner To-do-Liste ansteuert, fühlt es sich an, als müsse er nicht nur sich selbst, sondern eine ganze Welt neu erfinden.

©2023 Galiani Berlin (P)2023 tacheles! / Roof Music
Contemporary Fiction Genre Fiction Literary Fiction
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Die kleinen Probleme sind natürlich große Probleme. Allgegenwärtige Probleme in einer schnellebigen, oberflächlichen, von sozialen Medien bestimmten Zeit. So geht es denn auch los, Lars ist überwältigt, überfordert, frustriert, hilflos. Pollatschek trifft den hektischen Ton genau, ich denke, jeder Leser kennt das bis zu einem gewissen Grad. Sieht trifft den Ton auch beim Lesen, wie ein Maschinengewehr rattert sie, ohne Luft zu holen. Amüsant, zu Beginn.

Mein Problem beginnt, wenn dieser Ton und das hektische Geratter nicht enden. Kein Kapitel, das reflektierend Erholung bieten würde. Ich habe noch nie bei einem Buch die Geschwindigkeit verstellt; hier mußte ich sie runterfahren. Das Problem ist, daß es nach einiger Zeit kein Vergnügen mehr ist zuzuhören. Pollatschek trifft den Ton, aber nach einiger Zeit habe ich den Eindruck, daß sie sehr selbstverliebt ist. Schau mal wie witzig und klever ich bin.

Natürlich gibt es Romane, die an einem Tag spielen, erfolgreich, aber hier wird's mir zu lang und eintönig. V.a. die ach so klevere, nicht enden wollende Beschreibung der Ikea-Nietzen(?) beim Bettaufbau geht mir wirklich auf die Nerven. Ich glaube auch nicht, daß es Johanna so lange mit diesem Mann ausgehalten hätte. Und daß so einfach alles wieder gut ist.

Ich verstehe, daß manche Leser dieses Buch amüsanter finden werden als ich. Warum es so hochgelobt ist, verstehe ich nicht. Langsam habe ich das Gefühl, in Berlin sitzt eine Autorenclique, die im Literarischen Quartett immer wieder vom Sie ins Du rutscht, und die sich v.a. gegenseitig beweihräuchern.

Repetitiv und ermüdend

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