Warum jede Datenplattform beim Editieren scheitert | Sebastian Uhlig & Rocky Khan - #30
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🔧 Was ist der Unterschied zwischen einem SAP-Berater und einem SAP-Unternehmer? Der eine löst das Problem des Kunden. Der andere erkennt, dass das Problem vielleicht ein Produkt ist.
Sebastian Uhlig hat beides getan — 20 Jahre im Ökosystem, PwC, IBM, Inhouse-Experte bei Rio Tinto, dann Gründer. Heute führt er Nextlytics als Co-CEO und baut mit Nextables ein lizenzierbares Softwareprodukt, das einen Fehler in praktisch jeder modernen Datenplattform behebt.
In der aktuellen Episode von Masters of Data, BI & AI spricht er über 25 Jahre SAP BW, warum Datasphere und Business Data Cloud interoperabler klingen als sie sich anfühlen — und wo genau jede Plattform beim Thema Dateneditieren scheitert.
Ein paar Dinge, die hängengeblieben sind:
Zur eigentlichen Lücke:
SAP Business Data Cloud, Databricks, Snowflake, Fabric — alle brillant im Lesen, Modellieren und Auswerten von Daten. Aber sobald man eine Spalte ergänzen, eine Korrektur vornehmen oder eine Hierarchie pflegen will, gibt es im typischen Datenplattform-Stack keine Lösung. Man exportiert nach Excel, ändert dort, und irgendwann läuft nachts ein Ladeprozess auf einen Fehler.
Zum Nextables-Ansatz:
Die Ownership über Daten direkt an den Fachbereich geben — mit einem Excel-ähnlichen, geführten Interface, das Stammdatenhilfe und Validierung mitbringt. Der originale Record lebt dann auf der Plattform selbst, nirgends sonst. Für die IT heißt das: kein nächtlicher Fehler mehr, weil Daten bereits geprüft sind, bevor sie geschrieben werden.
Zum idealen Kundenprofil:
Nur zwei Kriterien zählen wirklich — ein großer Konzern, wo Data Governance und Audit Logs echten Wert bedeuten, und mindestens eine Datenplattform im Einsatz. Wenn "Fixed Source" zu teuer oder zu langsam ist, ist Nextables die "Second Best Practice" — pragmatisch, aber ehrlich benannt als das, was es ist.
Zur Partnerwahl bei Databricks, Remio und Starburst:
Kein Zufall, sondern eine Mischung aus interner Methodologie und Marktbeobachtung. Remio hat eine Lücke geschlossen, die Databricks nicht abdecken konnte — ein On-Prem-Lakehouse. Governance-Anforderungen aus Europa spielen dabei zunehmend eine Rolle, die vor drei Jahren noch kaum präsent war.
Zum Wandel im Recruiting:
KI verändert, wen Nextlytics einstellt. Weniger Leute, die "am System schrauben" — mehr Architekten und Senioren, die technologisch fit genug sind, um selbst zu beurteilen, welcher Weg der richtige ist.
Wie seht ihr das — ist eine spezialisierte Dateneditier-Lösung wie Nextables eine clevere Nische, oder ein Zeichen dafür, dass die großen Datenplattformen an dieser Stelle einfach noch nachliefern müssen?
LinkedIn Profile
LinkedIn Profile von Sebastian Uhlig: https://www.linkedin.com/in/sebastian-uhlig-data-enthusiast/
LinkedIn Profile von Rocky Khan: https://www.linkedin.com/in/khanrocky/
Empfehlung statt Businessbuch
How I AI, gehostet von Claire Vo — ein englischsprachiger Podcast, den Sebastian empfiehlt, weil er auf der Höhe der Zeit bleibt, ohne unkritisch zu sein, und sowohl für Entwickler als auch Marketer relevante Perspektiven bietet.