#1 Definition Trauma
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In „Freiwärts – Aus dem Trauma in die Kraft“ begleitet die klinische Psychologin, Psychotherapeutin und Traumatherapeutin Regina Lackner Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, auf ihrem Weg zurück zu ihrer inneren Stärke. In dieser Episode beschreibt sie, was ein Trauma auszeichnet und welche Ereignisse und Umstände traumatisierend wirken können. Trauma geht immer mit einer Bedrohung unseres Lebens einher – direkt wie bei einem Unfall oder indirekt, wenn uns etwa ein geliebter Mensch verlässt. Im Moment der Bedrohung mobilisiert unser Körper enorme Kraft, um darauf zu reagieren: mit Kampf oder Flucht - und wenn beides nicht möglich ist, mit Erstarrung oder Shutdown. Diese Reaktionen erfolgen instinktiv und sind willentlich nicht steuerbar. Sie werden von unserem Gehirn „getroffen“, um unser Überleben bestmöglich zu sichern. Typische Auswirkungen von Traumatisierungen sind unter anderem Dissoziationen – also das Gefühl, wie weggetreten oder benommen zu sein, unseren Körper nicht zu spüren oder Gefühle nur flach wahrzunehmen – sowie Flashbacks, hohe innere Erregung und Anspannung, verminderte Konzentrations- oder Merkfähigkeit oder Panikzustände. Die Bandbreite der Ereignisse und Umstände, die traumatisierend wirken können, reicht von Naturkatastrophen, Krieg, Gewalt und Vernachlässigung bis zu medizinischen Eingriffen, Mobbing und scheinbar weniger dramatischen Erlebnissen, die jedoch als sehr bedrohlich erlebt werden können. Die Folgen einer Traumatisierung können unmittelbar auf ein Ereignis auftreten, sich wieder lösen oder aber verfestigen, oder verzögert erscheinen - manchmal erst nach mehreren bedrohlichen Erfahrungen, die unsere Kapazität und unser Fassungsvermögen überschreiten. Regina Lackner betont, dass die Folgen von Traumatisierungen keine Krankheit sind, sondern eine Anpassung unseres Körpers und unserer Psyche an die bedrohliche Erfahrung. Dabei erfüllen die vielfältigen Symptome jeweils eine Funktion. So schützen uns Dissoziationen etwa im Moment des Geschehens vor der Wucht des Erlebens und später vor überwältigenden Gefühlen wie Schmerz, Trauer oder Wut. Zugleich macht Regina Mut: die Heilung von Traumatisierungen ist grundsätzlich möglich – auch wenn der Weg Zeit, Mut und Ausdauer erfordert. Vielfältige, individuell passende Tools zur Selbstregulation und Selbststärkung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Regina Lackner ist Psychologin, Psychotherapeutin und Traumatherapeutin und begleitet seit über 20 Jahren Menschen mit traumatischen Erfahrungen und Belastungen auf ihrem Weg zurück zu einem selbstbestimmten Leben.
Website Regina Lackner