Das sind wir - Blechendl cover art

Das sind wir - Blechendl

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Zu Beginn stelle ich euch ein wunderbares familiengeführtes Hotel vor; Gasthof Post, Rennweg - KatschbergEin Hotel und Gasthof, dass mit soviel Liebe, Herz und Aufopferung geführt wird, dass man sich dort wie Zuhause fühlt.Geführt wird der Gasthof von der Familie Heiß, insbesondere von der jungen Chefin Elisabeth Heiß, die auch die Chefköchin ist.Die Küche ist von extrem hoher Qualität, und ich meine behaupten zu können, dass sich so manches Nobelhotel alle 10 Finger, wenn das Management mehr hätte auch diese, ablecken könnte. Was ebenfalls hervorsticht, ist diese persönliche, familiäre, freundschaftliche Betreuung des Personals. Diese geben einem nicht das Gefühl, in den wenigen Tagen des Urlaubs, herzlichst Empfangen zu werden, sondern wenn man den Gasthof betritt fühlt man mit dem ersten schritt durch die Tür die Herzlichkeit. Dieser Herzlichkeit ist nicht aufgesetzt, sondern sie Teil der Persönlichkeit des Personals und des Hauses im Gesamten.Warum ich das hier schreiben? Weil ich Danke sagen will, Danke am die Familie Heiß und ihr Personal für diesen wunderbaren Urlaub im Gasthof Post. Und , weil wir auch dort - nur das wir uns um Nichts kümmern müssen - wie zuhause fühlen.Jetzt aber zum eigentlichen Thema dieser Episode:In meiner Kindheit, in meiner Jugend und eigentlich bis Heute gab und gibt es Speisen, die mir das Gefühl "zuhause zu sein", das Gefühl von Familie, Freundschaft und Geborgenheit sowie Wärme geben.Ich erinnere mich noch so genau, als wäre es erst gestern gewesen an das Backrohrhendl meiner Mutter. Es wurde so ähnliche wie mein Blechhendl (Übersetzt: Huhn auf Backblech) gemacht. Sie hat ein ganzes Hendl mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver gewürzt es entweder in eine Bratfolie gemeinsam mit halbierten oder geviertelten Erdäpfel (Kartoffel) oder in einen Römertopf mit geviertelten Erdäpfel und Gemüse gegeben. Das Beste an diesem Essen war, das der Fleischsaft des Hendls von der Semmel im Inneren und den Erdäpfel aufgesogen wurden. Dadurch brachte man die Erdäpfel nicht mehr würzen. Auch das Gemüse im Römertopf bekam dadurch einen einzigartigen Geschmack.In meiner Studentenzeit war das ein Essen für Freunde, Kommilitonen und Familie, weil es simpel in der Zubereitung war und ist, noch dazu richtig gut schmeckt. Ich hatte zwar damals kein Geld für einen Römertopf und Bratfolie, daher musste Ofengitter und Backblech verwenden. Und so wurde für mich und in meinem Freundeskreis und bei meinen Kommilitonen das (unser) Steirische Blechhendl geboren.Noch ein Unterschied gegenüber der Zubereitung meiner Mutter war, dass ich es am Brustbein entlang aufgeschnitten und aufgeklappt habe, oder ich kaufte Hendlteile, wenn diese im Angebot waren. Die zweiteren waren damals leider immer teuer und selten.Nach dem Studium habe ich das Blechhendl vollkommen vergessen. Entweder habe ich irgendwann es von Petra, zubereitet bekommen oder von ihrer Freundin Ingrid. Jedenfalls hat es schöne Erinnerungen aus meiner Zeit in Graz warm und wohlig in mir aufsteigen lassen.Seither bereite ich dieses Wohlfühlessen für meine Familie oder für Petra und mich alleine oder für Freunde mindesten zweimal im Jahr zu. Zumeist im Herbst und Winter.In unserer Viererkochrunde im Büro ist das ein Klassiker, der häufiger auf den Tisch kommt.Es ist einfach zuzubereiten und kann bei kurzfristig eingeladenen Besuch ohne großem Aufwand eingekauft und zubereitet werden. Die Zubereitung ohne Backrohrzeit von ungefähr 30 Minuten bei 180C° dauert maximal 10 Minuten, also auch ein Essen ohne echten Aufwand. Gesamtzeit der Zubereitung 40 bis 50 Minuten 8kommt auf die Größe des Hendls an)Gut, starten wir in die Zubereitung. Die Zutaten.ZUTATENFür zwei große oder drei mittlere oder vier normale Esser1 ganzes steirisches Huhn am Brustbein entlang durchtrennt und mit beiden Händen auf ein Brett gedrückt bis es mit der Innenseite am Brett flach liegt1 TL getrockneten Rosmarien1 TL SalzPfeffer aus der Pfeffermühle (nach Geschmack und Schärfe) oder Chiliflocken2 TL Raps- oder Olivenöl2 Äste frischen Rosmarin 1 TL Paprikapulver70 ml leichtes Helles Bier4 geschälte KnoblauchzehnPro Person 4 mittlere geviertelte ErdäpfelFrisches Gemüse was der Kühlschrank hergibt, wie grob geschnittene Karotten, Kohlsprossen, geviertelte Zwiebel, Brokkolirosen, Kafiolrosen… alles was das Herz begehrt.ZUBEREITNGBackrohrgitter und Backblech herausnehmen und das Backrohr auf 180C° mit Heißluft vorheizenErdäpfel, Knoblauch und Gemüse auf das Backblech geben und mit Olivenöl, Salz Pfeffer und Paprikapulver würzen und die Rosmarinästchen hinzulegen und das Bier hinzuschüttenDas Backrohrgitter auf das Blech legen und das Hendl mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz, Pfeffer oder Chili, Rosmarin und etwas Paprikapulver würzen und auf Backrohrgitter legenZuerst das Backblech und dann das Backrohrgitter knapp darüber in‘s Rohr schiebenNach ca. 30 Minuten - wenn man das Fleisch an ...
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