Trump, Tech-Bros und Kapernbeeren: Das Manifest des Nicht-Nachdenkens
Failed to add items
Add to basket failed.
Add to wishlist failed.
Remove from wishlist failed.
Adding to library failed
Follow podcast failed
Unfollow podcast failed
-
Narrated by:
-
By:
About this listen
Ich hatte die totale Blockade. Zu viele Ideen und dann wieder keine. Ich habe es mit Spazierengehen probiert und prokrastinieren, ich habe sogar das obligatorische Glas Babyblut getrunken – nichts hat geholfen. Also habe ich mich für die radikalste Lösung entschieden: Das Skript weglassen. In dieser Folge geht es nämlich genau darum: Das Denken einfach mal sein lassen und stattdessen ins Tun kommen. Ein Konzept, das momentan erschreckend gut zu funktionieren scheint.
Das Erfolgsrezept: Erst handeln, dann (vielleicht) ignorierenWenn man sich auf der Welt umsieht, scheint „Nicht-Nachdenken“ das neue Gold der Erfolgreichen zu sein. Man muss einfach nur handeln, völlig egal, wie absurd oder erratisch das Ganze wirkt. Wenn dabei Fehler passieren oder – ups – Menschen zu Schaden kommen, kann man es hinterher immer noch verneinen oder eine alternative Version der Wahrheit erfinden.
Schauen wir uns das Paradebeispiel an: Donald Trump. Er hat das Prinzip perfektioniert. Er handelt einfach, er tut und tut, und plötzlich ist er der „beste Präsident aller Zeiten“, beendet 250.000 Kriege und bekommt den Friedenspreis der FIFA (der natürlich viel mehr wert ist als der von den Nobel-Leuten). Die Konsequenzen? Völlig egal. Und er ist nicht allein. Die Tech-Bros aus dem Silicon Valley machen es vor: Mark Zuckerberg klaut ein bisschen Code, Elon Musk vermarktet sich als der Macher des Universums – und am Ende zählt nur das Ergebnis, nicht der moralische Ballast im Vorfeld.
Konsum ohne Reue: Von Kapernbeeren und KreditenAber man muss gar nicht so hoch greifen. Das Prinzip lässt sich wunderbar auf unseren täglichen Einkauf übertragen. Den Konsum, der unser System am Laufen hält.
Warum über Nachhaltigkeit oder Kinderarbeit recherchieren, wenn man auch einfach kaufen kann? Unser System liebt das Tun, vor allem das Einkaufen. Wenn du Lust auf eine Kapernbeere hast, dann steh auf und hol sie dir aus dem Kühlschrank. Wer nur auf dem Sofa sitzt und über Kapern nachdenkt, wird niemals satt.
Das gilt für alles: Geh ins Geschäft, kauf alles, was du siehst, und wenn das Geld nicht reicht, nimm einen Kredit auf. Die Schulden können ja deine Kinder bezahlen – oder du gehst zur Not ins Gefängnis. Aber hey, zumindest hast du was getan! Nachdenken verursacht am Ende eh nur eines: Angst. Und Angst hindert dich daran, dein Leben zu leben.
Kreativität aus dem ChaosNatürlich gibt es Ausnahmen. Ich würde jetzt nicht unbedingt empfehlen, ohne Ausbildung am offenen Herzen zu operieren oder Hochspannungsleitungen zu reparieren, nur weil man gerade „im Flow“ ist. Aber im kreativen Bereich ist das Handeln ohne Plan oft die einzige Rettung. Diese Podcast-Folge ist der lebende Beweis. Keine Wiederholungen, kein Abschweifen zu einem anderen Thema, wie gleiches Recht für alle, über das ich ewig lang reden könnte, aber nicht tue, keine Wiederholungen, aber ich bin im Tun.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das, was man ohne Plan tut, erst einmal „Scheiße“ ist, liegt bei etwa 99 %. Aber das ist egal. Es geht nicht ums Ergebnis, sondern um den Prozess. Je öfter man es macht, desto besser wird es – theoretisch zumindest. Also: Hör auf zu grübeln, fang an zu handeln. Und fang am besten damit an, diesen Podcast zu abonnieren. Ganz ohne nachzudenken.
Links & HinweiseYouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@comedIAN_DeBay Abonniere meinen Newsletter: https://steady.page/iandebay/newsletter/sign_up E-Mail für Theor...