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97% KMU - Folge # 5 - Guido Reusch - Fördermittel

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In dieser Folge tauschen Guido und Dr. Marcus Niebudek die Rollen: Guido ist Gast und erklärt praxisnah, was „Fördermittel“ für KMU konkret bedeuten. Er strukturiert die Landschaft in drei Kategorien: nicht rückzahlbare Zuschüsse (prominent: ZIM), steuerliche Förderung über die Forschungszulage (reduziert die Steuerlast, teils rückwirkend nutzbar) und zinsgünstige Kredite (v. a. KfW/NRW.Bank; eher Bankenthema). Fokus lies auf Zuschüssen und Forschungszulage. Förderfähigkeit beginnt bei den KMU-Kriterien der EU (Umsatz/Bilanzsumme, weniger als 250 MA) und einer sauberen Verbundprüfung (Beteiligungen mehr als 25 % können die Größenklasse „sprengen“). Strukturschwache Regionen bringen Zusatzchancen, Unternehmen in Schwierigkeiten sind raus. Herzstück jedes Antrags ist der Innovationsnachweis: Es muss ein „Delta“ zum Stand der Technik bestehen (neu, besser, schneller, wirtschaftlicher – nicht nur „neu fürs eigene Haus“). Kooperationen sind möglich, aber nicht einseitig (keine 90/10-Aufteilung). Der Prozess ist zäh, aber machbar: Vorprüfung von Idee, Unternehmen und Partnern; Antrag (detailreich, oft mehr als 100 Seiten, Steuerberaterdaten inklusive); Bearbeitung ca. sechs Monate mit Nachforderungen; insgesamt gern rund ein Jahr bis zum Bescheid. Start vor Bewilligung nur geschränkt/auf eigenes Risiko – rückwirkend geht es dagegen bei der Forschungszulage (wenn Kosten sauber belegt sind). Förderquoten: ZIM ~45 % (mit internationalen Partnern bis ~60 %), Forschungszulage ~35 %; Scheitern ist förderrechtlich erlaubt, den Eigenanteil trägt das Unternehmen trotzdem. Deckel: ZIM grob bei ~500 k und max. zwei Projekte in 24 Monaten; Forschungszulage bis 5 Mio. und parallel möglich (mit Querverweisen). Fazit: Viele Firmen lassen Geld liegen. Wer Innovation plant, sollte früh prüfen, ob sie förderfähig ist – und die technische Sprache in förderfähig übersetzen (Balance zwischen zu wenig und zu viel Risiko). Kurz gesagt: nicht jammern, beantragen. Keine Rechtsberatung!
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