48 Stunden Stille - ein Wochenende im Schweigekloster Teil 1
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Was passiert, wenn es plötzlich still wird und all die Gedanken auftauchen, für die im normalen Alltag nie richtig Platz ist?
Anfang August war ich für ein Wochenende in Innsbruck, um mal rauszukommen. Kein Handy, kein Buch, keine Musik – eigentlich möglichst wenig von außen und dafür ein bisschen mehr von innen.
Ich hatte vorher gedacht, dass ich vielleicht zu ein paar Fragen in meinem Leben etwas mehr Klarheit bekomme. Was genau ich mir davon erwarte, wusste ich allerdings selbst nicht so richtig.
Und dann war da plötzlich ziemlich viel.
Menschen, die mich gerade beschäftigen. Gedanken über Vergangenheit und Zukunft, über Liebe, Trennungen und die Frage, wie es eigentlich sein wird, wenn ein Mensch, der mich so gut kennt wie kaum jemand sonst, plötzlich nicht mehr so selbstverständlich da ist.
Ein Date. Die Frage, was ich eigentlich will. Gedanken darüber, wie schön etwas Neues sein kann – und gleichzeitig ganz schön beängstigend. Über Verletzlichkeit, Selbstwert und das Grübeln darüber, ob ich es schaffen würde, ein „passt nicht“ irgendwann einfach als ein „passt nicht“ stehen zu lassen, ohne daraus wieder etwas über mich zu machen. Auch der gemeinsame Urlaub mit meinem Ex-Freund sechs Wochen nach der Trennung kommt mir dabei wieder in den Sinn.
Und dann ist da noch diese eine Frage: Was bedeutet es für mich, einfach da zu sein, ohne etwas leisten zu müssen?
Ein Wochenende, an dem es außen ganz still war und innen dafür umso lauter.
Ich habe irgendwann angefangen, alles aufzuschreiben. Und weil ich beim Schreiben irgendwann gemerkt habe, dass das für eine Folge viel zu viel wird, gibt es das Wochenende in zwei Teilen.
Das hier ist Teil 1. Der Rest kommt beim nächsten Mal.