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Gegen den Strom

Gegen den Strom

By: Patrik Baab
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GEGEN DEN STROM ist das Interview- und Analyseformat von Patrik Baab. Im Fokus: geopolitische Machtverschiebungen, Medienkritik, transatlantische Strukturen, Eurasien sowie Krieg und Frieden – mit historischem Tiefgang und politischer Brisanz. Zu Gast sind Militärs, Diplomaten, Wissenschaftler, Journalisten und Künstler mit einer anderen Perspektive, als sie in den etablierten Medien zu hören ist. Folgt GEGEN DEN STROM auf Spotify! Unterstützung: https://www.patrikbaab.de/unterstuetzenPatrik Baab Political Science Politics & Government
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  • (DEUTSCH) Jeffrey Sachs: 180 Jahre Konfrontation mit Russland – Europas verpasste Friedenschancen
    Oct 17 2026

    Hat Europa über Jahrzehnte die Chance auf Frieden mit Russland verspielt? Der amerikanische Ökonom und Columbia-Professor Jeffrey Sachs ist überzeugt, dass Europas heutige Russlandpolitik Teil eines historischen Fehlers ist, dessen Ursprünge bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

    Im Gespräch mit Patrik Baab erläutert Sachs die zentralen Thesen seines neuen Buches „Europas strategischer Fehler“. Er zeichnet eine Linie von der britischen Russlandpolitik der 1840er-Jahre über den Krimkrieg, Bismarcks Bündnispolitik und die beiden Weltkriege bis zur NATO-Osterweiterung und zum heutigen Ukrainekrieg.

    Dabei stellt Sachs eine weitreichende Frage: Hätte die europäische Geschichte anders verlaufen können?

    Besonders ausführlich beschäftigt er sich mit Deutschland. Nach seiner Interpretation hätte die Stalin-Note von 1952 eine frühere Wiedervereinigung ermöglichen können. Österreichs Neutralität von 1955 betrachtet er als Beispiel für eine alternative Sicherheitsordnung. Beide historischen Deutungen sind Gegenstand wissenschaftlicher Kontroversen.

    Auch die Zeit nach 1989 spielt eine entscheidende Rolle. Sachs war damals selbst als Wirtschaftsberater in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion tätig. Er berichtet von seinen Begegnungen mit Michail Gorbatschow, Boris Jelzin, Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher – und erklärt, warum er die damaligen Hoffnungen auf eine gemeinsame europäische Friedensordnung für gescheitert hält.

    Im Zentrum steht seine Kritik an der NATO-Osterweiterung. Sachs interpretiert den Ukrainekrieg als vermeidbare Eskalation einer westlichen Machtpolitik, die russische Sicherheitsinteressen nicht ausreichend berücksichtigt habe. Die Verantwortung für Russlands großangelegte Invasion 2022 und die Frage nach der souveränen Entscheidung der Ukraine bleiben dabei wesentliche Streitpunkte.

    Doch Sachs bleibt nicht bei der historischen Analyse stehen. Er fordert direkte Gespräche zwischen Deutschland und Russland, eine Rückkehr zur Diplomatie und eine europäische Sicherheitsordnung, die nicht ausschließlich auf militärischen Bündnissen beruht.

    Welche Rolle könnte die OSZE dabei spielen? Was müsste Bundeskanzler Friedrich Merz ändern? Und wie kann Europa seine Beziehungen zu Russland, China und den USA neu gestalten?

    Themen dieser Folge:

    – Europas Russlandpolitik und ihre historischen Wurzeln– Das britische Empire, das Great Game und der Krimkrieg– Bismarcks Bündnispolitik und der Erste Weltkrieg– Kalter Krieg und deutsche Neutralität– Die Stalin-Note von 1952 und Adenauers Entscheidung– Österreich 1955 als alternatives Sicherheitsmodell– Sachs’ persönliche Erfahrungen während der Wendezeit– Gorbatschow, Kohl, Genscher und die NATO-Osterweiterung– Der Ukrainekrieg und Sachs’ Neutralitätsvorschlag– Die geopolitische Rolle der USA, Chinas und Russlands– Friedrich Merz und die deutsche Außenpolitik– Direkte Diplomatie statt weiterer Eskalation– Die OSZE und eine neue europäische Sicherheitsordnung

    Jeffrey Sachs:„Europa spricht derzeit nur die Sprache der Eskalation.“(Übersetzung aus dem Englischen)

    Buch:Jeffrey Sachs – „Europas strategischer Fehler“

    Kapitel:[Finale Kapitel werden ergänzt]

    Dieses Interview dient der politischen Meinungsbildung und freien Meinungsäußerung gemäß Art. 5 GG.

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    © 2026 Patrik Baab

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    43 mins
  • Wolfgang Hummel: Nord Stream vor Gericht – Wer steckt hinter dem Anschlag?
    Oct 15 2026

    Wer steckt hinter der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines? Und wird der Strafprozess tatsächlich aufklären, wer den Anschlag geplant und befohlen hat?

    Im Gespräch mit Patrik Baab analysiert der Wirtschaftsanwalt Wolfgang Hummel den Nord-Stream-Prozess, die juristischen Streitfragen und die wirtschaftlichen Folgen der Pipeline-Sprengung vom 26. September 2022.

    Im Mittelpunkt steht ein ukrainischer Angeklagter, dem eine Beteiligung an dem Anschlag vorgeworfen wird. Hummel erläutert die möglichen Verteidigungsstrategien: Ist die Identität zweifelsfrei geklärt? War Nord Stream zivile Infrastruktur oder ein militärisches Ziel? Welche Verantwortung trägt ein Soldat, der auf Befehl handelt? Und welches Gericht ist zuständig?

    Besonders kritisch betrachtet Hummel die Grenzen des Strafverfahrens. Er bezweifelt, dass der Prozess sämtliche Hintergründe des Anschlags aufklären wird. Auch den Ausschluss geschädigter Unternehmen von der Nebenklage diskutiert er mit Blick auf Beweisrechte und mögliche Schadenersatzforderungen. Eine gezielte Vertuschung durch das Gericht behauptet er ausdrücklich nicht.

    Im zweiten Teil geht es um die politischen und wirtschaftlichen Interessen. Hummel erinnert an Joe Bidens Äußerungen zu Nord Stream vor Beginn des Ukrainekriegs und untersucht die langjährige amerikanische Opposition gegen das Pipelineprojekt.

    Seiner Auffassung nach spielen dabei drei wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle: der Absatz von amerikanischem Flüssiggas, die Konkurrenz zur deutschen Chemieindustrie und die Interessen internationaler Finanzunternehmen. Aus diesen Interessen allein lässt sich allerdings keine Verantwortung für den Anschlag ableiten.

    Das Gespräch führt weiter zur Energiepolitik der USA, zu Venezuela, Iran und China sowie zur Frage, ob amerikanische Investoren künftig bei Nord Stream einsteigen könnten.

    Welche Folgen haben steigende Energiekosten für den deutschen Industriestandort? Welche Interessen verfolgen Polen und die Ukraine? Und warum wurde die Pipeline TurkStream im Schwarzen Meer nicht angegriffen?

    Themen dieser Folge:

    – Der Nord-Stream-Prozess und der ukrainische Angeklagte
    – Identität, Befehlsnotstand und Völkerrecht
    – Die Segeljacht „Andromeda“ und die Anklage
    – Ausschluss der Nebenkläger und Schadenersatz
    – Versicherungsstreit in London
    – Bidens Nord-Stream-Aussage und die Bundesregierung
    – US-Energieinteressen und amerikanisches LNG
    – Mögliche Hintermänner und offene Ermittlungsfragen
    – Nord Stream als geopolitischer Konflikt
    – US-Investoren und die Zukunft der Pipelines
    – Folgen für Deutschlands Chemieindustrie
    – Polen, Ukraine und die Transitgebühren
    – Warum TurkStream verschont blieb

    Wolfgang Hummel:
    „Energie ist der Hebel. Das ist ein politischer Hebel.“

    Kapitel:

    00:00 – Intro
    01:15 – Begrüßung: Prozessauftakt vor dem Hanseatischen OLG
    02:23 – Wer sitzt auf der Anklagebank?
    04:11 – Geklärte Identität? Mehrere Pässe
    06:06 – Völkerrecht: Zivile vs. militärische Infrastruktur
    09:47 – Befehlsnotstand & gerichtliche Zuständigkeit
    12:35 – Die Anklageschrift & die „Andromeda“
    15:26 – Ausschluss der Nebenkläger
    20:35 – Vertuschung oder Prozessökonomie?
    24:02 – Lloyd’s Versicherung & Kriegsklausel
    26:02 – Bidens Ankündigung & Bundesregierung
    28:56 – US-Strategie gegen Nord Stream
    30:06 – LNG, Chemieindustrie & Banken
    32:32 – Was wusste die Bundesregierung?
    34:28 – Ex-BND-Chef & angebliche Spuren
    38:22 – Doppelte Standards bei Ermittlungen
    40:30 – Energiekrieg: Venezuela & Naher Osten
    47:00 – US-Investoren bei Nord Stream?
    50:38 – Folgen für den Industriestandort
    52:30 – Polen, Ukraine & Transitgebühren
    56:08 – Warum TurkStream verschont blieb

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    59 mins
  • Jeffrey Sachs: 180 Jahre Konfrontation mit Russland – Europas verpasste Friedenschancen
    Oct 14 2026

    Hat Europa über Jahrzehnte die Chance auf Frieden mit Russland verspielt? Der amerikanische Ökonom und Columbia-Professor Jeffrey Sachs ist überzeugt, dass Europas heutige Russlandpolitik Teil eines historischen Fehlers ist, dessen Ursprünge bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

    Im Gespräch mit Patrik Baab erläutert Sachs die zentralen Thesen seines neuen Buches „Europas strategischer Fehler“. Er zeichnet eine Linie von der britischen Russlandpolitik der 1840er-Jahre über den Krimkrieg, Bismarcks Bündnispolitik und die beiden Weltkriege bis zur NATO-Osterweiterung und zum heutigen Ukrainekrieg.

    Dabei stellt Sachs eine weitreichende Frage: Hätte die europäische Geschichte anders verlaufen können?

    Besonders ausführlich beschäftigt er sich mit Deutschland. Nach seiner Interpretation hätte die Stalin-Note von 1952 eine frühere Wiedervereinigung ermöglichen können. Österreichs Neutralität von 1955 betrachtet er als Beispiel für eine alternative Sicherheitsordnung. Beide historischen Deutungen sind Gegenstand wissenschaftlicher Kontroversen.

    Auch die Zeit nach 1989 spielt eine entscheidende Rolle. Sachs war damals selbst als Wirtschaftsberater in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion tätig. Er berichtet von seinen Begegnungen mit Michail Gorbatschow, Boris Jelzin, Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher – und erklärt, warum er die damaligen Hoffnungen auf eine gemeinsame europäische Friedensordnung für gescheitert hält.

    Im Zentrum steht seine Kritik an der NATO-Osterweiterung. Sachs interpretiert den Ukrainekrieg als vermeidbare Eskalation einer westlichen Machtpolitik, die russische Sicherheitsinteressen nicht ausreichend berücksichtigt habe. Die Verantwortung für Russlands großangelegte Invasion 2022 und die Frage nach der souveränen Entscheidung der Ukraine bleiben dabei wesentliche Streitpunkte.

    Doch Sachs bleibt nicht bei der historischen Analyse stehen. Er fordert direkte Gespräche zwischen Deutschland und Russland, eine Rückkehr zur Diplomatie und eine europäische Sicherheitsordnung, die nicht ausschließlich auf militärischen Bündnissen beruht.

    Welche Rolle könnte die OSZE dabei spielen? Was müsste Bundeskanzler Friedrich Merz ändern? Und wie kann Europa seine Beziehungen zu Russland, China und den USA neu gestalten?

    Themen dieser Folge:

    – Europas Russlandpolitik und ihre historischen Wurzeln
    – Das britische Empire, das Great Game und der Krimkrieg
    – Bismarcks Bündnispolitik und der Erste Weltkrieg
    – Kalter Krieg und deutsche Neutralität
    – Die Stalin-Note von 1952 und Adenauers Entscheidung
    – Österreich 1955 als alternatives Sicherheitsmodell
    – Sachs’ persönliche Erfahrungen während der Wendezeit
    – Gorbatschow, Kohl, Genscher und die NATO-Osterweiterung
    – Der Ukrainekrieg und Sachs’ Neutralitätsvorschlag
    – Die geopolitische Rolle der USA, Chinas und Russlands
    – Friedrich Merz und die deutsche Außenpolitik
    – Direkte Diplomatie statt weiterer Eskalation
    – Die OSZE und eine neue europäische Sicherheitsordnung

    Jeffrey Sachs:
    „Europa spricht derzeit nur die Sprache der Eskalation.“
    (Übersetzung aus dem Englischen)

    Buch:
    Jeffrey Sachs – „Europas strategischer Fehler“

    Kapitel:
    [Finale Kapitel werden ergänzt]

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