• F 13 Wer erfindet die Architektur, Prof. Neumeyer?
    Oct 15 2026

    Mein Gast heute ist Prof. Fritz Neumeyer. Er ist Mies-van-der-Rohe-Spezialist und Architekturtheoretiker. Bis 2012 hatte er den Lehrstuhl für Architekturtheorie an der Technischen Universität, Berlin inne.

    Von ihm möchte ich wissen, wie sich die Rolle des Architekten und der sehr wenigen Architektinnen in der Geschichte verändert hat, von Vitruv über Leone Batista Alberti bis zu David Chipperfield und Tim Anstey. Wie verstand der mittelalterliche Baumeister sein Tun, wie der „Stararchitekt“ des 20. Jahrhunderts? Und wie verändert sich die Rolle des Architekten im Zeithalter hochgradiger Spezialisierung und Künstlicher Intelligenz?

    Von der Idee des Architekten als "Kurator", als Organisator komplexer Prozesse hält er nichts, ebensowenig von kollektiven Entwurfsprozessen, die den individuellen Entwurf ersetzen. "Beim Entwurf bleibe immer so ein Rest, der nie erklärbar ist", sagt Neumeyer und zitiert Goethe: „Es ist etwas unbekannt Gesetzliches im Subjekt, das dem unbekannt Gesetzlichen im Objekt entspricht – und noch etwas mehr."

    Lit: Fritz Neumeyer, Quellentexte zur Archtekturtheorie (mit Jasper Cepel) 2002

    Theoretiker in der Reihenfolge ihrer Erwähnung:

    itruv 80/70 v. Chr. bis ca. 15 v. Chr.

    Leon Battista Alberti 1404–147210

    Zehn Bücher über die Baukunst (1485)

    Rem Koolhaas 1944

    Oswald Matthias Ungers 1926–2007

    Le Corbusier 1887–1965

    Vers une Architecture (1923)

    Esprit Nouveau (Zeitschrift 1920 – 1925)

    Gottfried Semper 1803–1879

    Der Stil in den technischen und tektonischen Künsten oder praktische Ästhetik (1860)

    Jeffrey Scott 1884–1929

    Architecture of Humanism (1914)

    Robert Venturi 1925–2018

    Complexity and Contradiction“ (1966)

    Denise Scott Brown 1931 and Robert Venturi 1925–2018

    Learning from Las Vegas (1977)

    Aldo Rossi1931–1997

    Die Architektur der Stadt“ (1966).

    Lina Bo Bardi 1914–1992

    Filippo Brunelleschi 1377–1446

    Adolf Behne 1885–1948

    Der moderne Zweckbau (1923).

    Siegfried Giedion 1888–1968

    Befreites Wohnen (1929/1930).

    Karl Friedrich Schinkel 1781–1841

    Philip Johnson1906–2005

    The International Style (1932).

    Tim Anstey (Hg.) 1965

    Architecture and Authorship (2007)

    David Chipperfield 1953

    Common Ground“ (2012)

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    1 hr and 19 mins
  • F12 Charlotte Perriand
    Aug 11 2026

    Mein Gast ist Katia Baudin, seit 2017 Direktorin der Kunstmuseen Krefeld und Kuratorin der Ausstellung „Charlotte Perriand – Die Kunst des Wohnens". Gemeinsam mit Dr. Waleria Dorogova realisierte sie die erste große Schau der Architektin und Designerin in Deutschland (Krefeld, Oktober 2025 – März 2026).

    „Ich fand das extrem zeitgemäß, die Fragestellung, die sie gestellt hat, und auch die ästhetischen Formen und die Entwicklung, und wie sie das ganze 20. Jahrhundert praktisch gedacht und begleitet hat", sagt Baudin. Ihr erster Kontakt zu Perriand geht auf ihre Präsentation des Werks von Fernand Léger (1881–1955) in Köln 2016 zurück. Den 22 Jahre älteren Léger verband seit 1930 eine enge persönliche und künstlerische Freundschaft mit Perriand.

    Dass es die aktuelle Serie von Ausstellungen (Paris, London, Krefeld, Salzburg, Barcelona) braucht, um Charlotte Perriand einem breiteren Publikum bekannt zu machen, ist eigentlich erstaunlich. Kaum eine Designerin des 20. Jahrhunderts kann auf 70 Jahre Produktivität auf höchstem Niveau zurückblicken. Viele ihrer Entwürfe werden bis heute produziert – darunter auch jene, deren Autorenschaft nach dem Zweiten Weltkrieg lange allein Le Corbusier zugeschrieben wurde: die berühmte „Chaise longue basculante", der „Fauteuil grand confort" und der „Fauteuil à dossier basculant".

    Wir sind uns einig, dass Charlotte Perriand (1903–1999) in die Reihe der großen Kreativen des 20. Jahrhunderts gehört. Wir sprechen über ihr vielfältiges Werk, in dem neben Design und Architektur auch die Fotografie eine große Rolle spielt, sowie über ihre Fähigkeit, mit den unterschiedlichsten Menschen zu kommunizieren. Und über ihre mehrjährigen Aufenthalte in Japan, im damaligen Indochina sowie in Brasilien – all diese Kulturen fanden Eingang in ihr Werk.

    Ausstellung: Charlotte Perriand-Die Kunst des Wohnens
    https://kunstmuseenkrefeld.de/de/Exhibitions/2025/Charlotte-Perriand-Lart-Dhabiter-Die-Kunst-Zu-Wohnen

    Katalog Charlotte Perriand-Die Kunst des Wohnens" https://kunstmuseenkrefeld.de/de/Visit/Shop/Publications/2026/Charlotte-Perriand

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    1 hr and 9 mins
  • F11 Le Corbusier: Möbel
    Jul 6 2026

    Mein Gast heute ist Prof. Arthur Ruegg, Architekt, Designhistoriker und DER Kenner der Möbel des Architekten, Authors und Malers Le Corbusier (1887–1965). Über 300 Positionen umfasst sein Werkverzeichnis der Möbel, das er 2012 anlässlich des 125. Geburtstages von Le Corbusier vorlegte. Es zeigt die große Bandbreite des möbelkünstlerischen Werks, vom eleganten Holzstuhl mit Dekor über die Stahlrohr Kollektion der 1920er Jahre bis zu farbigen Betonmöbeln.

    Berühmt wurden vor allem der kubische Sessel "Fauteuil grand confort", die "Chaiselonge basculante" und die "Casiers", die während der zehnjährigen Zusammenarbeit mit der Architektin und Designerin Charlotte Perriand (1903–1999) und Corbusiers Cousin und Büropartner Pierre Jeanneret (1896–967) entstanden, wie wir heute (wieder) wissen. Zu dritt schufen sie legendäre Einrichtungen, Ausstellungen und diese ikonischen Möbel. Wie sah die wechselvolle Zusammenarbeit der drei aus?

    Arthur Ruegg hat Charlotte Perriand in den 1970er Jahren persönlich kennen gelernt. "Sie war wirklich eine starke Person, eine schlaue." sagt er im Podcast. Mit ihr zusammen baute er einen "Casiers". Später folgten die Rekonstruktionen von temporären Ausstellungen, zuletzt von „Un equipement intérieur d'une habitation" von Corbusier, Perriand und Jeanneret auf dem Salon d'Automne von 1929. Sie wurde Teil der jüngsten Retrospektiven von Charlotte Perriand in Paris, London, Krefeld und Salzburg.
    Perriand selbst hat seit 1965 zahlreiche Redesigns ihrer und gemeinsamer Entwürfe des Trios bei dem italienischen Möbelhersteller Cassina betreut und sie erstmals in eine (erfolgreiche) serielle Produktion überführt.

    Arthur Rüegg (mit Klaus Spechtenhauser) Le Corbusier – Möbel und Interieurs 1905–1965. Zürich 2012

    Möbel von Le Corbusier
    https://www.cassina.com/de/de/maestri/le-corbusier.html?srsltid=AfmBOoqUuoF3zpwYegCr1oo4kKSda5KnPkXlBh1kQfPwFOrwHzs4P66f

    Möbel von Le Corbusier, Charlotte Perriand und Piere Jeannert
    https://www.cassina.com/de/de/maestri/le-corbusier-pierre-jeanneret-charlotte-perriand.html?srsltid=AfmBOooMQiaqwpbkmtJVPD7TejRB8ya5Rzl4nFyTBTbTwqovv6Dq0Uqk
    Möbel von Le Corbusierund Piere Jeannert


    https://www.cassina.com/de/de/maestri/le-corbusier-pierre-jeanneret.html
    https://www.fondationlouisvuitton.fr/en/events/charlotte-perriand-inventing-a-new-world

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    1 hr and 50 mins
  • F10 Der Architekt Le Corbusier
    Apr 6 2026

    Mein Gast heute ist Professor Winfried Nerdinger.

    Er ist einer der renommiertesten Architektur- und Kunsthistoriker der Gegenwart mit langer Publikationsliste. Er hat an der TU in München gelehrt, war Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums dort und ist heute Präsident der Bayrischen Akademie der Künste.

    Wir sprechen über den schweizerisch- französischen Architekten, Künstler und Autor Le Corbusier (1887 - 1965).

    Winfried Nerdinger widmete ihm bereits 1986 seine Antrittsvorlesung und setzt sich seitdem kontinuierlich mit seinem Werk auseinander. Im März dieses Jahres erschien seine komprimierte Biografie über den Architekten in der Reihe C.H. Beck Wissen.

    Für Winfried Nerdinger zählt Le Corbusier ezu den bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Bauten wie die Kirche Notre-Dame-du-Haute in Ronchamp oder das Kloster Sainte-Marie de la Tourette sind von einmaliger künstlerischer Qualität. Wegweisend ist auch seine Unité d’Habitation in Marseille, auf deren Dach er eine Art „Dorfplatz“ für die Bewohner schuf mit Wasserbecken, Kindergarten, Klettersteinen und mehr. „File du soleil“ nannte er das ost-west-ausgerichtete Gebäude wegen der ausgewogenen Belichtung der Wohnungen.

    Zugleich entwickelte Le Corbusier radikale städtebauliche Konzepte, die top down für Eliten geplant waren. Autogerechtigkeit und Funktionstrennung, die unsere Städte heute belasten, formulierte er in der Charta von Athen 1942. Seine Konzepte bot er bereitwillig autoritären Machthaber an, gerne hätte er etwa für das Vichy-Regime gearbeitet.

    Wir sprechen über die inspirierenden wie auch die schwierigen Seiten Le Corbusiers, über seine Zusammenarbeit mit Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand sowie über die zentrale Bedeutung von Ordnung in seinem Werk.

    Winfried Nerdinger. Le Corbusier. Architekt, Künstler, Visionär. C.H.Beck Wissen (2026)

    Das architektonische Werk von Le Corbusier in der Welterbeliste der UNESCO:

    https://lecorbusier-worldheritage.org/de/

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    2 hrs
  • F9 Architect Paul Robbrecht on working with history and art
    Feb 20 2026

    My guest today is Belgian architect Paul Robbrecht.

    Fifty years ago, he and his wife Hilde Daem founded Robbrecht en Daem architecten in Ghent, Belgium. In 2005, their son Johannes joined the studio.

    Today, it is one of the most renowned practices in the country.

    Robbrecht and Daem were entrusted with integrating a concert hall (Concertgebouw) and an exhibition hall (BRUSK) into Bruges, a UNESCO World heritage site

    They expanded the Whitechapel in London and restored Henry van de Velde's Boekentoeren (Book Tower) in Ghent. My favorite buildings is the Market Hall in Ghent.

    “If we can use things that already exist, let's use them.” Paul Robbrecht says

    I have worked with Robbrecht en Daem on several occasions

    In 2013, they created a life-size Model for us, Projekt MIK e.V., based on Ludwig Mies van der Rohe's design for the Golf Club House in Krefeld.

    For me, the office is a special cosmos: architecture, music, nature and, above all, art “as a critical presence” are always there - even physically, under the vast roof of a former timber yard in Ghent. Everything is connected, you can feel it.

    Links to the architecture and Artists mentioned in the podcast

    Concert Hall, Bruges, Belgium
    https://robbrechtendaem.com/projects/concert-hall

    BRUSK. Brugge, Belgium
    https://www.museabrugge.be/de/visit/locations/brusk

    Market Hall and Central Squares, Ghent, Belgium
    https://robbrechtendaem.com/projects/market-hall-and-central-squares


    Mies 1:1. das Golfclub Projekt, Krefeld, Germany
    https://www.projektmik.com/projekt-mies-11-das-golfclub-projekt/

    Jan van Eyck, Portrait of a Man
    https://en.wikipedia.org/wiki/Portrait_of_a_Man_(Self_Portrait%3F)

    Boekentoren – University Library, Ghent, Belgium
    https://robbrechtendaem.com/projects/boekentoren-university-library

    Rubens Square, Knokke, Belgium
    https://robbrechtendaem.com/projects/rubens-square


    Encounter with Cristina Iglesias
    https://robbrechtendaem.com/encounters/cristina-iglesias

    Encounter with Gerhard Richter
    https://robbrechtendaem.com/encounters/gerhard-richter


    Encounter with Luc Tuymans
    https://robbrechtendaem.com/encounters/luc-tuymans


    Encounter with Michaël Borremans
    https://robbrechtendaem.com/encounters/michael-borremans

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    1 hr and 20 mins
  • F8 Das Haus am Horn in Weimar. Wie kollaborativ war das Bauhaus?
    Jan 21 2026

    Mein Gast heute ist Dr. Anke Blümm. Sie ist ausgewiesene Spezialistin für das Bauhaus, hat intensiv über dessen Netzwerke geforscht, und an der heute allen zugänglichen Plattform Bauhaus Community mitgewirkt. Sie hat zudem in Weimar die Restaurierung und Wiedereröffnung vom Haus am Horn kuratiert und die Dauerausstellung konzipiert. Über dieses Haus sprechen wir heute.

    Das Haus am Horn ist ein ungewöhnliches Gebäude – weniger schön als interessant – sowohl im Hinblick auf die kollaborativen Prozesse im Bauhaus als auch auf die Bestrebungen, den Bauprozess zu rationalisieren und nach dem Ford'schen Vorbild in die Massenproduktion zu überführen.

    Das Haus am Horn wurde restauriert und ist seit 2019 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. https://www.klassik-stiftung.de/haus-am-horn/


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    46 mins
  • F7 Wieviel Handwerk steckt in der Moderne?
    Nov 25 2025

    Mein Gast heute ist Dr. Hannah Schiefer. Sie ist Kunsthistorikerin, war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte an der Uni Düsseldorf und ist seit August 2025 an der Fakultät für Architektur der Uni Siegen. Sie hat ein interessantes Buch geschrieben: Handwerk und Baukunst. Kollaborative Prozessen moderner Architekturproduktion. Es ist im Mai diesen Jahres erschienen und wurde mit dem Paul-Clemen-Preis geehrt.

    Die Frage nach dem Kontext architektonischer Prozesse der Moderne und Nachkriegsmoderne, nach den Netzwerken, Interaktionen und Kollaborationen ist auch für Kenner nicht einfach zu beantworten – das haben die ersten Folgen dieses Podcast schon gezeigt. Hannah Schiefer hat diese Frage zu beantworten versucht mit einer beeindruckenden, detailreichen Tiefenrecherche – die Publikation wiegt über 3 kg- an drei Beispielen: das Wohnhaus Luzi in Jenaz, Schweiz von Peter Zumthor, fertig gestellt 2002, die St. Anna Kirche von Rudolf Schwarz in Düren, 1956 und Haus Lange von Ludwig Mies van der Rohe in Krefeld, 1930 . Es habe sich gezeigt, dass es alles sehr komplex zusammenhängt, ökonomisch, ökologisch, ideologisch sagt Schiefer. Die Geschichtsschreibung habe jedoch im Sinne einer idealistischen Architekturtheorie den prozesshaften Charakter von Architektur ignoriert.

    Schiefer interessiert sich weniger für den mentalen Akt der künstlerischen Konzeption. Wir sprechen über Mies, Rudolf Schwarz und Peter Zumthor, über das System hinter deren Architekturproduktion. Schiefer kann plausibel zeigen, dass auch in der Moderne, die mit rationellem Bauen und industrialisierten Prozessen assoziiert wird, das Handwerk eine zentrale Rolle spielt.




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    1 hr and 1 min
  • F6 Mies, Möbel und mehr
    Oct 26 2025

    Prof. Wolf Tegethoff ist heute mein Gast. Er war über 25 Jahre Leiter des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München und gilt als Kenner des Architekten Ludwig Mies van der Rohe.

    Mit seiner Publikation über die Landhäuser und Villen von Ludwig Mies van der Rohe hat er 1981 ein Grundlagenwerk geschaffen als die Architektur der Moderne gerade nicht populär war. Es folgten Einzeluntersuchungen zu Haus Tugendhat, zum Barcelona Pavillon und zu Mies Verhältnis zu Karl Friedrich Schinkel

    Wolf Tegethoff hat sich aber auch intensive mit den Möbeln und Patenten von Mies befasst als Leiter des gleichnamigen DFG Forschungsprojekt an dem auch ich beteiligt war.

    Wir sprechen über Mies und die Leitfrage des Podcast: Wie kolaborativ war Mies? Wie sah die Zusammenarbeit mit seinen Mitarbeitern, den ausführenden Firmen, den Auftraggeberinnen und Auftraggebern aus? Und welchen Einfluß hatten sie auch das entstehende Werk?

    Und wir sprechen im Besonderen über Möbel, über den "Barcelona Sessel”, den ikonischen MR 10, dessen Ursprungsidee von Mart Stam kam und wie Mies mit ihnen Geld verdiente.

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    1 hr and 3 mins