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Das Wohlbefinden

Roman | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2024

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Das Wohlbefinden

By: Ulla Lenze
Narrated by: Kaja Sesterhenn
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»Ulla Lenze schreibt eine tolle, empfindungsintensive Prosa. Echt und wahr und ehrlich.« David Wagner

Die Fabrikarbeiterin Anna wird als Medium verehrt, Johanna Schellmann ist Schriftstellerin. In den Heilstätten Beelitz entsteht eine Verbindung zwischen den ungleichen Frauen, von der beide profitieren – bis der Kampf um Anerkennung und Aufstieg sie zu Rivalinnen macht. Ulla Lenze hat in ihrer unvergleichlich kristallinen Prosa einen großen Roman über die Verführungskraft der Selbsterlösung geschrieben.

Versteckt in den Kiefernwäldern vor den Toren Berlins liegen die Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz. Als sich die Fabrikarbeiterin Anna Brenner und die Schriftstellerin Johanna Schellmann hier im Jahr 1907 begegnen, hat das für beide Frauen existenzielle Folgen. Anna gilt als hellsichtig, und obwohl die Avantgarde der Kaiserzeit begeistert mit dem Okkulten experimentiert, wird Annas wachsende Anhängerschaft für den Leiter der Heilstätten zum Problem. In Johanna legt die Begegnung eine tief verschüttete Spiritualität frei, und sie ahnt, dass Anna eine Schlüsselrolle in ihrem literarischen Schaffen spielen könnte. Nur: Anna lässt sich nicht vereinnahmen, von niemandem. Sechzig Jahre später versucht Johanna Schellmann Worte für ihre Verstrickungen in der Vergangenheit zu finden, doch erst Vanessa, ihre Urenkelin, bringt Licht ins Dunkel – mitten in einem luxussanierten Beelitz, durch das noch die Geister der Vergangenheit wehen. Vom Kaiserreich bis in die Gegenwart porträtiert Ulla Lenze drei Frauenleben, die Befreiung und Aufstieg erfahren und sich doch nicht vor dem drohenden Bedeutungsverlust retten können.

©2024 J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH Klett-Cotta (P)2024 J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH Klett-Cotta
Family Life Genre Fiction Literary Fiction Psychological
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Critic reviews

»Endlich einmal wieder ein Roman, der stofflich, sprachlich und historisch interessant ist.« Tilman Krause, Die Welt am Sonntag, 13. Oktober 2024 (Tilman Krause)
»Wie Ulla Lenze diese staunenswerten Details mit luzider Beiläufigkeit ausbreitet, wie sie den Leser selbst rätseln lässt über Zustände, Motive und Begierden einer vergangenen Zeit, das ist so erkenntnisreich wie unterhaltsam. Und wer mehr über den geheimnisvollen Schauplatz Beelitz erfahren will, bekommt im Buchumschlag sogar noch eine kleine Geschichtsstunde geboten. Man möchte den Ort nach dieser Lektüre direkt mal selbst erkunden.« Johannes Bruggaier, Südkurier, 26. September 2024 (Johannes Bruggaier)
»Dieses […] Buch bietet Mehreres zugleich: weibliche Erweckungsgeschichten, detektivisch gearbeitete Familienforschung sowie die Erinnerung an einen wichtigen Traditionsbestand der Geistesgeschichte, der heute im öffentlichen Bewusstsein kaum mehr präsent ist.« Tilman Krause, Die Welt, 17. August 2024 (Tilman Krause)
»[A]lles ist auf 333 Seiten fein komponiert, die stückchenweise Erkundung der Geschehnisse sorgt für einige Spannung, und ganz nebenbei erfährt man auch noch eine Menge aus der Geschichte der Beelitzer Heilstätten.« Frank Schroeder, Antenne Brandenburg, 12. Dezember 2024 (Frank Schroeder)
»Die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2024 ist eine verdiente Anerkennung für Lenzes Werk. ›Das Wohlbefinden‹ sticht in der zeitgenössischen Literaturszene heraus – durch seine komplexen Charaktere, seine Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart und seine tiefgehenden philosophischen Fragestellungen. Klett-Cotta, der Verlag, der für seine literarisch anspruchsvollen Veröffentlichungen bekannt ist, hat mit diesem Roman einmal mehr ein Werk von großer Relevanz vorgelegt.« Benedict Pappelbaum, Lesering, 23. September 2024 (Benedict Pappelbaum)
»Ulla Lenze trifft den Zeitgeist.« Welf Grombacher, Frankfurter Neue Presse, 20. September 2024 (Welf Grombacher)
»Lenzes Neuling ist ein großer Wurf. Kunstvoll verwoben sind drei Zeit- und Handlungsebenen: vom sich ankündigenden Ende des Deutschen Kaiserreichs über die studentenbewegten 1960er bis in die Lockout-Phasen der Corona-Pandemie.« Ebba Hagenberg-Miliu, General-Anzeiger Bonn, 14./15. September 2024 (Ebba Hagenberg-Miliu)
»Ulla Lenze [ist] etwas Besonderes geglückt: ein faktenreiches und in großen Teilen im Gewand des historischen Romans daherkommendes Stück zeitgenössischer Literatur, das uns auch in post-pandemischen Zeiten daran erinnert, dass Vergangenheit nie zu Ende ist – und dass Antworten auf drängende, sich uns heute stellende Fragen oftmals eben auch dort zu finden sind.« Peter Henning, SR 2, 11. September 2024 (Peter Henning)
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