Fake History kapak görseli

Fake History

Fake History

Yazan: Matthias Franck und Helmut Rehmsen
Şimdi ücretsiz dinle, üyelik gerekmez

This Season's Biggest Deal | £0.99/mo for 3 months + £10 Audible bonus

£5.99/mo after 3 months - terms apply. Cancel monthly
Özet
Columbus hat Amerika entdeckt, König Artus war ein edler Ritter und Caesar war ein genialer Feldherr. Es gibt nicht nur Fake News, sondern auch Fake History. Geschichte ist das, was die Mächtigen erzählen. Kaiser, Herrscher, Präsidenten. Sie erzählen von ihren Siegen, Eroberungen und Heldentaten. Kurz, sie erzählen, wie sie selbst gern gesehen werden wollen. So entstehen Mythen, Halbwahrheiten und Lügen. Legenden, die wir glauben, einfach, weil sie uns immer wieder so erzählt werden. Und sich dadurch ins kollektive Bewusstsein eingebrannt haben. Was passiert, wenn man nach den Besiegten fragt? Wenn man die Perspektive der Untertanen und Unterdrückten einnimmt? Wenn man nach Interessen fragt und nicht nur schwarz und weiß malt, sondern alle Farben einer Geschichte zulässt? Dann entpuppen sich viele der Heldensagen als: Fake History, als Lügen, Legenden und Irrtümer der Geschichte. Science Social Sciences World
  • Galileo Galilei
    23 Oct 2026
    Kaum eine historische Figur dürfte so bekannt sein wie Galileo Galilei. Ein Star des Wissens, ein Universalgelehrter. Der Schluss machte mit dem Weltbild, das die Erde im Mittelpunkt des Alls sah. Der kühn propagierte, dass die Erde sich um die Sonne drehte. Man findet ihn auf Postern, auf T-Shirts, als Figur, als Ikone und zugleich als Legende. Der geniale Forscher, der mit einem Blick durchs Fernrohr die Wahrheit erkannte, der der Kirche trotzte, dann vor der Inquisition zusammenbrach und widerrief, aber innerlich standhaft bleibt und beim Hinausgehen angeblich den berühmten Satz trotzig gemurmelt haben soll: Eppur si muove. Und sie bewegt sich doch. Die Geschichte vom standhaften Galileo Galilei ist eine der schönsten Erzählungen der europäischen Geistesgeschichte. Fast zu schön. Ein einzelner Mann gegen die Macht. Auf der einen Seite das Licht der Vernunft, auf der anderen Seite die Finsternis der Dogmen. Ein Held mit Fernrohr gegen Männer in roten Roben. Und wenn man ehrlich ist, das ist nicht nur Geschichte, das ist großes Theater. Vielleicht ist Galilei deshalb heute aktueller denn je. Nicht nur als Figur der Vergangenheit, sondern als Spiegel unserer Gegenwart. Denn die Frage ist nicht nur, was ist damals wirklich passiert? Sondern auch, warum erzählen wir uns diese Geschichte so, wie wir sie erzählen? Nur, wenn man genauer hinschaut, wird das Bild von Galilei unscharf. Oder vielleicht müsste man sagen: Es wird schärfer, aber auch komplizierter. Denn heute sieht man seinen Konflikt wesentlich differenzierter. Der historische Galilei unterscheidet sich vom Mythos doch recht deutlich.
    Daha fazlasını göster Daha Az Göster
    29 dk.
  • Dschingis Khan2
    7 Oct 2026
    Wie konnte ein solcher Mann zu einer Legende werden? Wie konnte aus einem Eroberer, dessen Feldzüge Millionen Menschen das Leben kosteten, ein Nationalheld werden? Wie konnte aus einem Herrscher, dessen Name in Europa jahrhundertelang Angst auslöste, ein Denkmal werden, ein Flughafen, eine Schnapsmarke, ein Museum, seinen Namen tragen? Und was vielleicht am erstaunlichsten ist, wie konnte aus ihm ein deutscher Schlagersong werden? Und unsere Antwort: Wir erinnern uns nicht trotz der Gewalttaten an Dschingis Khan und andere Feldherren, sondern genau deswegen. Taten und Untaten müssen eine bestimmte Dimension erreichen, damit sie in die kollektive Erinnerung eingehen. Warum fällt es uns so schwer, beides gleichzeitig auszuhalten? Warum möchten wir Menschen immer entweder auf ein Denkmal stellen oder vom Denkmal stoßen? Warum fällt es uns so schwer zu akzeptieren, dass manche Menschen Helden und Monster zugleich waren? Dschingis Khan ist dafür ein extremes Beispiel. Denn seine Geschichte beginnt fast wie ein Märchen. Ein Junge verliert seinen Vater. Seine Familie verarmt. Verbündete verlassen sie. Feinde nehmen ihn gefangen. Er flieht. Er kämpft. Er überlebt. Er sammelt Gefährten um sich. Er steigt auf. Und irgendwann beherrscht er das größte Reich seiner Zeit. Hollywood hätte daraus vermutlich einen Film gemacht. Und wahrscheinlich würden wir im Kino mit dem Jungen aus der Steppe mitfiebern. Genau darin liegt die Gefahr. Wir lieben Aufstiegsgeschichten. Wir lieben Menschen, die aus dem Nichts kommen. Wir lieben Außenseiter. Wir lieben Sieger. Und manchmal vergessen wir dabei zu fragen, was der Preis dieses Sieges war. Denn die Karriere des Temüdschin war keine Erfolgsgeschichte im modernen Sinn. Sie war ein Eroberungszug. Eine Spur aus Gewalt. Eine Spur aus Unterwerfung. Eine Spur, die aus Angst gemacht war. Je erfolgreicher er wurde, desto länger wurde diese Spur. Und irgendwann reichte sie über einen ganzen Kontinent.
    Daha fazlasını göster Daha Az Göster
    28 dk.
  • Dschingis Khan
    3 Oct 2026
    Der mongolische Heerführer Dschingis Khan und seine Armee werden häufig dargestellt als seien sie nur eine marodierende Bande gewesen, die vor keiner Brutalität zurücksschreckte. In der Tat war Eroberung das "Geschäftsmodell" Dschingis Khans. Seine Feldzüge forderten wohl rund 30 Millionen Tote. Dabei war ihr Kampf wohlorganisiert und taktisch durchdacht. Er hat die mongolischen Stämme vereint und eroberte mit seinem gut ausgebildeten Reiterheer um 1215 China. In der Mongolei wird Dschingis Khan als quasi Begründer der Nation noch heute gefeiert.
    Daha fazlasını göster Daha Az Göster
    29 dk.
adbl_web_anon_alc_button_suppression_t1
Henüz yorum yok